Mittwoch, 6. Januar 2010

Nächster Blog

Ich muss schon wieder bloggen. Faszinierend. Habe gerade mal diese Seite angeschaut und dachte: "Heh, da ist ja oben in der Leiste ein Link 'Missbrauch melden', da kann ich ja gleich mal diesen vietnamesischen Abt aus der Pagode zum Goldenen Schwanz ..." So einfach ist es dann doch nicht.

Umso erstaunter war ich über den Link rechts daneben, der den Namen "Nächster Blog" trägt. Ich weiß ja nicht, was passiert, wenn Ihr den jetzt anklickt, ich jedenfalls kam von einer Seite mit Hochzeitsfotos auf die nächste. Entweder waren die Blogs privater Natur oder - meist - kommerziell. Mann, was es alles gibt! Und weil meistens noch schöne Asiatinnen abgelichtet waren, für die ich ja eine Schwäche habe, klickte ich weiter und weiter. Bis mir der Gedanke kam, es sollte neben den Hochzeitsfotografen auch die Scheidungsfotografen geben. Ja, wie sehen wohl all diese Websites in zehn, fünfzehn Jahren aus? Immerhin scheint eine was zu ahnen, denn sie besitzt den Humor, ein Zählwerk auf ihrem Blog zu installieren, auf dem Tag, Stunden, Minuten und gar Sekunden gezählt werden, die seit der Heirat vergangen sind. Wie viele solcher Uhren blieben wohl schon stehen?

Übrigens ist das Filmchen, das die Trauungszeremonie und -feier der beiden Verliebten zeigt, so professionell wie ein Hollywood-Spielfilm. Ich habe mich mehrmals gefragt: "Ist das echt?" Diese Frage sollte man sich eigentlich nicht stellen, wenn zwei Menschen den 'Bund fürs Leben' schließen. Da fällt mir der Deutsche ein, den ich in Bangkok am Flughafen traf, mit seiner gerade Angetrauten. "Und", meinte ich, "wie viel hast du an die Eltern gezahlt?" Denn in Thailand heiratet man bekanntlich die ganze Familie mit. "Nix", meinte er, "sie ist Vollwaise."

Thank you, thank you, my parents, for feeding me. Habt Ihr gewusst, dass Ihr alle weit über hunderttausend Euro wert seid, wenn Euch Eure Eltern bis ins Erwachsenenalter durchgefüttert haben? Und das Ende wird meist noch teurer als der Anfang. Vergesst also nicht, das Leben aus dem Sarg zu betrachten, das ist die luxuriöseste Einstellung, die man haben kann.

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