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Posts mit dem Label "Kampfkunst" werden angezeigt.

Neuerscheinungen: Zen-Lexikon + Omori Sogens "Einführung in die Zen-Übung"

  Eines Frühjahrs hielten alle Schüler von Tesshu ein informelles Abendessen ab, um den Beginn der Schwertkampfausbildung zu feiern. Einer der Schüler ging auf seinen Lehrer zu, um sich mit ihm zu unterhalten. Sobald er jedoch seine Hände auf den Boden legte, um sich zu verbeugen, musste er sich übergeben. Der Lehrer stand sofort auf, schob die anderen Schüler beiseite und aß das Erbrochene, ohne etwas davon übrig zu lassen. Einer seiner Schüler versuchte, ihn daran zu hindern: „Was in aller Welt tun Sie da, Meister?“ Der Lehrer antwortete gelassen: „Ich habe mich gerade in der Integration von Reinheit und Unreinheit geübt.“   Ômori Sôgen:   Einführung in die Zen-Übung. Sanzen nyûmon. 308 Seiten. Pb. ISBN:  978-3-98804-169-2. 25 €.  Bestellen   ***      [Auszug vom Ende] Zushi 廚子 Ein kleines Heiligtum, wo ein Buddha-Abbild verwahrt wird. Zushin-bishin 頭正尾正 Auch Zushô-bishô. I. Von Anfang bis Ende richtig liegen. II. Von Anfang bis Ende....

Die Ittô-ryû-Schwertkampfschule

Die Ittô-ryû („Ein-Schwert-Schule“) ist der Vorläufer zahlreicher Schwertkampfschulen Japans und wurde von Ito Ittôsai Kagehisa begründet. Frage: Was ist die Grundlage unserer Schule? Antwort: Wie traditionell überliefert wurde, ist die Basis unserer Schule die Schwerkunst des Verborgenen Schwertes (in-ken). Verborgen meint das, was keine sichtbare Form hat. Unsere Schule lehrt Manifestationen der Freiheit, die in Himmel und Erde verborgen ist, was man in-ken nennt. Dies bedeutet nicht, gewitzt etwas zu verstecken, was eine sichtbare Form hat. Himmel und Erde denken nicht, sie sind nicht berechnend, und doch folgen die Jahreszeiten aufeinander und alle Verwandlungen, die damit einhergehen. In-ken ist im Herzen verborgen, und wenn es die Umstände erfordern, manifestiert es sich als Wunderbares Schwert (myo-ken). Frage: Sind in-ken und myo-ken einfach das Herz, oder kommt myo-ken aus in-ken ? Antwort: Myo ist kein subtiles Strategem von Worten oder Handlungen. Im Buddhismu...

Kampfkunst: 8 Regeln der Oguri-Schule

Die folgenden Regeln der Oguri-Schule stammen aus der Edo-Zeit (19. Jh.). Dieser Stil wurde von Oguri Jinuemon Nobuyoshi (1589-1661) begründet, der bei einem Schüler Yagyu Munenoris lernte. Mit einem anderen Mitglied dieser Schule, Surugawa Shinosuke, entwickelte er 45 Jujutsu-Techniken, die Kachuden oder Mushadori genannt werden. Später verband er damit 27 Schwerttechnicken der Yagyu. In diese Schule ging einst auch der bekannte Yamaga Soko (1622-1685). Weitere Informationen u.a bei Eric Shahan: A Collection of Curious Jujutsu Manuals ( 2018). *** 1.       Sprich nicht beiläufig oderblassend von den Künsten (yawaragei) dieser Jujutsu-Schule.   2.     Setze auch keine anderen Kampfkünste herab. Übermäßig stolz auf die eigene Schule zu sein bringt nur Ärger ein. Anzugeben ist verboten. 3.     Wenn du an anderen Wettbewerben wie dem Sumo teilnimmst, darfst du kein Jujutsu anwenden. Sei in dieser Hinsicht vorausblic...

Lebe wie ein Shaolin!

 Neu im Buchhandel! Bestellen (15 €) "Jeder muss wissen, dass der wahre Wert des traditionellen Shaolin nicht in der Kampfkunst liegt, sondern in dem, wovon sie ein Teil ist: Chan. Das traditionelle Shaolin Wushu (Kampfkunst) ist nur ein Zweig des Baumes, der Chan ist. Chan ist der erste Schatz der Shaolin, und das traditionelle Wushu ist ein wunderschönes Juwel in diesem Schatz, aber allein stellt es nur einen kleinen Teil des Gesamtwertes dar." (Shi Deyang)   Auszug  Die Zehn Tugenden eines Shaolin   1.   Respekt gegenüber Meistern, sich selbst und allen Wesen (s ǒ ng 竦 ) 2. Demut (qiānbēi 谦卑 ) 3. Rechtschaffenheit (yì 义 ) 4. Vertrauen in Meister und sich (fú 孚 ) 5. Loyalität (zhōng 忠 ) [Tugenden des Charakters]   6. Willenskraft (yìzhì 意志 ) 7. Ausdauer (nàilì 耐力 ) 8. Beharrlichkeit (héngxìng 恒性 ) 9. Geduld, Selbstbeherrschung (nàixīn 耐心 ) 10. Tapferkeit (y ǒ ng 勇 ) [Tugenden des Geistes]