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Posts mit dem Label "Eido Shimano" werden angezeigt.

Eido Shimano Roshis letztes Teisho - über Dogens "Shoji"!

[Dieser Beitrag wurde einige Wochen im Voraus verfasst.] In diesem Blog findet sich bereits eine gewisse Würdigung von Eido Shimano Roshi bzw. noch eher eine Verteidigung gegen die Schmierkampagne, der er in hohem Alter ausgesetzt war. Mitverantwortlich waren Initiativen aus dem Umfeld von Richard Aitken und von Kobutsu Malone sowie "Enthüllungen" von Mark Oppenheimer, der in einem Youtube-Interview mit Buddhist Geeks einen Praktizierenden derart zitiert: Von den großen vier japanischen Lehrern, die in die USA entsandt wurden, seien drei durch ihr sexuelles Fehlverhalten in Verruf geraten, sowie ein Schüler des vierten. Mit den dreien sind Maezumi, Shimano und Sasaki gemeint. Irgendwo habe ich mal ein Filmchen verlinkt, in dem Maezumis Tochter dazu Stellung nimmt; sie sagt, er sei ein schlechter Vater gewesen, aber wenn sie sähe, welche Wirkung er mit seiner buddhistischen Arbeit erzielt hätte, würde ihr das großen Respekt abringen. Der vierte war Shunryu Suzuki, und der ...

Joshu Sasaki: Das Archiv, seine Lehren, und Stuart Lachs' Fehldeutungen

"Die große Mehrheit spiritueller Lehren basiert auf der Idee, das Glück aus einem festgelegten Selbst heraus zu suchen. Zen behauptet, Glück entstehe durch das Auflösen und Nicht-Fixieren des Selbst. Mit diesem Auflösen meinen wir den Akt wahrer Liebe, der in der vollständigen Hingabe des eigenen Seins an den anderen besteht." (Joshu Sasaki) "Roshi bezeichnete sich selbst als liebeskranken, alten Mönch." (Leonard Cohen über Sasaki) "Diese Praxis bringt mir bei, ohne einen Zweck zu leben." (Sasakis Schüler Jiko) Vor einigen Monaten starb Kobutsu Malone , dem wir das Shimano- und Sasaki-Archiv zu verdanken haben. Auch aus persönlicher Betroffenheit hatte Kobutsu dort vor allem belastendes Material zu den beiden japanischen Zenlehrern gesammelt, die noch vor ihm verstarben und nicht zuletzt durch jahrzehntelanges sexuelles (offensichtliches) Fehlverhalten gegenüber ihren (erwachsenen) Schülerinnen von sich reden machten. Das Sasaki-Archiv ist o...

Peter Matthiessen über Eido Shimano Roshi ...
und Selbstentlarvendes von Bernie Glassman

Zunächst: Ich habe Bernie Tetsugen Glassman wieder in die Liste der kritisierten Lehrer am rechten Bildrand der Startseite aufgenommen* [auf diese Listen verzichte ich seit einiger Zeit, Januar 2019]. Da ich von einigen Schüler(inne)n, die sich auf ihn berufen, kürzlich ganz Brauchbares las, war er von dort zeitweise verschwunden. In Peter Matthiessens "Am Fluss des neunköpfigen Drachen " (München 1989) wird Glassman jedoch zitiert, wie er sein Erwachen nach dem Lösen des Kôan Mu beschreibt: "... als ich anschließend ins Freie ging - also, da war ein Baum, und als ich ihn ansah, da war ich nicht einfach der Baum, es ging tiefer. Ich spürte den Wind in meinen Zweigen, ich spürte die Vögel auf mir, aller Unterschied war vollständig ausgelöscht." (S. 134) Nach dieser Beschreibung zu urteilen offensichtlich nicht - denn Vogel und Baum sind noch getrennt, die Identifikation ist selektiv (hier mit einem Baum). Auch den Dôgen versteht Bernie Glassman nicht recht: ...

Das Ende von Thich Thien Son alias Thay (I) ... und des Zen in Amerika

"Wenn Mönche dabei versagen, die Welt zu retten, ist es Zeit für die Welt, Mönche zu retten."  (Nyogen Senzaki) Es wird sicher erwartet, dass ich auf Thien Sons (der sich nun "Thay" nennt) Rücktritt "im Jahr des Holz"kopfes, äh, -"pferdes", vom Amt des Abtes hinweise und auf seine angekündigte Entrobung [Link bringt nichts mehr, Januar 2019]. Wir werden weiter auf Phat Hue schauen müssen, da offenbar der neue Abt der Vater des alten ist. Die Geldmaschine bleibt jedenfalls in Händen der Familie. Vom Regen in die Traufe? ... Vergessen wir auch nicht, dass der kleine Hue Bao noch vor seinem Schulabschluss kürzlich in ein Kloster des tibetischen Buddhismus verschoben wurde ... Themenwechsel ... Während viele US-Zen-Adepten momentan zu glauben scheinen, über das Enttarnen von Ehebruch durch Eido Shimano oder Fummeleien von Joshu Sasaki das Zen für sich retten zu können, meine ich, an ihren Früchten sollte man sie erkennen ;-) Das...

Eido Shimano lebt (III): Gebote, Macht und Ideologien

Dieser Beitrag besteht aus drei Teilen. Zunächst werden Vorstellungen der Y-Buddhisten bzw. des Unbuddhisten kritisiert, dann wird auf die Bedeutung der Gebote im Zen und schließlich noch einmal auf das Shimano-Archiv  eingegangen. Teil I: Rhetorische Fehldeutungen des Y-Buddhismus Im Blog Der Unbuddhist  wird deutlich, was diesen Y-Buddhisten von X-Buddhisten unterscheidet: Er meditiert wie diese, ersetzt den buddhistischen Überbau (Rituale, Authorisierung usf.) aber durch einen eigenen, hier wohl eine marxistisch-feministisch inspirierte Ideologie. Das originäre Problem des X-Buddhismus sei ein „fehlendes ethisches Bewusstsein im Umgang mit Macht“ (wobei sich die Frage stellt, ob hier nur das Verhalten der „Mächtigen“ angesprochen ist oder auch das der „Untertanen“), er stelle ein „in sich geschlossenes System“ dar, das „nicht der Hilfe von außen“ bedürfe. Es wird behauptet, die Verteidigung Shimanos beruhe auf dem Hinweis auf dessen „Erleuchtung“, die seine Kritike...

Eido Shimano lebt! (Teil II): Brief der Betroffenen Ariake

"Hier sind Rüdheit und Höflichkeit Nonsens!"   ( Eido Shimano , bei 56:15 min., über einen Dialog der beiden Meister Rinzai und Obaku) Caryl Gopfert hat 1999 ihre Dissertation über den Vertrauensbruch ('betrayal') in Beziehungen zwischen Lehrer und Schüler des Zen verfasst und dabei auf eigene Erfahrungen und die acht weiterer Zeugen zurückgegriffen (“Student Experiences of Betrayal in the Zen Buddhist Teacher/Student Relationship”). In einer Art Zusatz wurde der Brief einer ehemaligen Schülerin Eido Shimanos publiziert. Dieser ist sehr aufschlussreich, weil er mit einigen Vorstellungen der so genannten Opfer aufräumt. - Ariake war ca. 33 Jahre alt, als sie Shimanos Schülerin wurde (je nachdem, wie man die Einleitung versteht). - Sie hatte schon früh Gerüchte gehört, dass Shimano Sex mit Schülerinnen hätte, dabei aber niemand zu Schaden gekommen sei. - Sie bezeichnet den damals (frühestens 1979) 47-Jährigen als charismatisch und attraktiv. - Sie behau...

Was interessiert mich, wen du fickst?
Eido Shimano lebt! (Teil I)

Matthias Steingass hat in seinem Blog "Der Unbuddhist" eine neue Struktur eingeläutet und mit einer fleißigen, ausgedehnten Zusammenfassung und Analyse der Vorgänge um Eido Shimano begonnen. Ich habe dort ausführliche Kommentare verfasst. Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass sich in Amerika in diesem Fall die gleiche einseitige Hetze abspielt wie bei anderen "nicht-buddhistischen" Sexskandalen, dass einige Beteiligte gewissermaßen selbst nur noch mit dem Schwanz oder der Möse denken, um es salopp zu sagen (also ihre unterdrückte Sexualität offenbaren). Kaum noch findet sich eine Würdigung dessen, was Shimano als Zen-Übermittler bedeutet. Im Unterschied zu Zernickow, Thien Son oder Merzel, die auf ihre Skandale auch nicht in Shimanos Art reagieren konnten, weil ihnen das echte Zentraining fehlte, hatte Shimano zeitlebens etwas Wesentliches zu lehren. Leider hat Matthias zuletzt nur noch zensiert, und zwar, um Argumente und Fakten zu verschleiern (etwa Shimano...