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Posts mit dem Label "Fukushima" werden angezeigt.

Haiku nach dem Tsunami

Harutsunami sarishi waga mura nomareyuku Frühlingswellen Als sie davonziehen verschlucken sie mein Dorf (SATÔ Kuniko, 79 Jahre, Minamisôma, Fukushima) *** Gareki nomi nokoru furusato yama warau Nur Trümmer sind in meiner Heimatstadt übrig Der Berg lacht (SAITÔ Keisui, 77 Jahre, Yamamoto, Miyagi) *** Aomuke no sentei ni hana chiriyamazu Auf dem Kiel  des gekenterten Schiffes unaufhörlich Blüten (TAKANO Mutsuo, 64 Jahre, Tagajô, Miyagi) *** Haha no koe kikitakute tutsu aomisaki Sie steht auf dem bemoosten Kap und wartet darauf die Stimme ihrer Mutter zu hören (KOWATA Sachiko,, 75 Jahre, Minamisôma, Fukushima) *** Gekishin ni taekishi fubo no haka arau Vater Mutter in wilden Beben wasche ich ihre Grabsteine (TAKAHASHI Aiko, 83 Jahre, Minamisôma, Fukushima) *** Zwischen dem 11. März und 31. August 2011 retteten Soldaten der japanischen Streitkräfte 19.286 Menschen, bargen 9.505 Leichen ...

Der Zen-Priester bei Fukushima

Kurzfilm im Schweizer Fernsehen Genyu Sokyu ist Zen-Priester wie sein Vater - und auch Schriftsteller. Bei dieser Gelegenheit möchte ich einen weiteren Roman eines ehemaligen Zen-Lehrlings empfehlen, der am Klosterleben kein gutes Haar lässt und weniger verkopft wie der obige Autor schreibt: Tsutomo Mizukamis "Im Tempel der Wildgänse".

Der geistige Atom-SuperGAU Deutschlands

Vor einiger Zeit rief ich noch zu einer einstündigen Stromsparaktion auf. Das würde ich heute nicht mehr so unbefangen tun. Im kommenden Winter drohen uns nämlich ungewollt sowieso Stromausfälle, weil die hörige Herde der Panikneurotiker beschlossen hat, uns bewährte Energiequellen zu versagen. Wenn dann erst mal tatsächlich Rechner um Rechner abstürzt, werden sie noch was zu hören bekommen, denn es geht ja heutzutage längst nicht mehr um ein bisschen Dunkelheit oder ein paar Sekunden weniger TV-Unterhaltung.    Ich habe mir hier eine schöne Übersicht aus der Zeitung gerissen, die ich einem Freund zeigen will, der tatsächlich glaubt, die Welt könne diesmal am deutschen Beispiel genesen, nämlich unseren "beispielhaften" Atomausstieg nachvollziehen (wie man bereits aus anderen Ländern - außer der Schweiz , die sich noch mehr in Schwierigkeiten bringen dürfte - hört, dürfte das nicht ohne Weiteres geschehen). Die Solarwirtschaft hat schön vorgerechnet, wie wir den Weltenergiebed...

Lösen Thich Nhat Hanhs Gebete
eine Kernschmelze aus?

Ja, auch ich habe mich gefragt, wie ich auf die jüngsten Ereignisse in Japan eingehen sollte. Zunächst denke ich an die mir vermittelte Zen-Lehre, die mich das Naheliegende und Alltägliche tun lässt - nicht, als wäre nichts gewesen, sondern so, wie es eben ist. Die Presse verfolge ich sehr aufmerksam, und wie sich die Experten, auch Japanologen und Japaner selbst, gegenseitig Missverständnisse, Klischees und Vorurteile gegenüber den Japanern vorwerfen - um sie dann gleich wieder zu bestätigen. Man könnte aus all diesen Statements eine moderne Koan-Sammlung machen. Gut, dass heute einer dieser Experten die Geschmacklosigkeit der jenigen Deutschen betonte, die entweder aus Strahlenangst schon nach einer Woche ihre Hilfsdienste abbrachen oder aber vorschnell betroffenen Japanern hierzulande Wohnraum zur Verfügung stellen, sie also quasi evakuieren wollten. Wäre ich Japaner, würde ich mir das mehr als zweimal überlegen, in ein emotional und kulturell so stockblindes Land zu fliehen.  ...