Sonntag, 3. Januar 2010

Das Kind, das sein Spielzeug nicht hergeben will

Noch was Lustiges, gefunden in "Buddhismus Aktuell" 1/10. Es geht um den Film "Unmistaken Child", der die Suche nach der Reinkarnation eines Geshe zum Thema hat. "Auf der Website von Alma Films gibt es einen Vorgeschmack: Gezeigt wird die Szene, in der es trotz Ablenkungsmanövern nicht gelingt, dem kleinen Tulku Tenzin Puntsok Rinpoche ... 'seine' alte Mala wieder abzunehmen."

Für die einen ist das in jedem deutschen Kinderzimmer zu beobachten. Mein Neffe wollte neulich z.B. einen Nylonstrump seiner Mutter nicht mehr her geben. Da war meiner Sippschaft gleich klar, der ist ne Reinkarnation von DuPont (anbei ein Foto seiner Villa auf Kuba).

Ein Buddhist wie ich sieht im Festhalten an einer Mala freilich keinen Tulku, sondern das Gegenteil - einen Unerwachten, der nicht loslassen kann. An solch einfachen Beispielen erkennt man, dass der tibetische Buddhismus vor allem aus folkloristischem Aberglauben besteht und seine eigenen tieferen Lehrinhalte und -ziele (wie das Dzogchen) damit verrät.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Das Sichten und Freischalten der Kommentare kann dauern.