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Posts mit dem Label "Prostitution" werden angezeigt.

Der Joshu Sasaki-Krimi: Betrug, Unterschlagung und Geisha

"Wenn Sie meine Reden wirklich richtig übersetzen wollen, sollten Sie ins Gefängnis gehen und fünfzehn Jahre lang lernen, wie man dort spricht. Dann können Sie ausdrücken, was ich zu sagen versuche!"  (Joshu Sasaki 2000) Ich habe mithilfe einer kostenlosen App die Dokumente zu Joshu Sasakis Verbrechen in den 50er-Jahren in Japan übersetzen lassen. Die englische Vorlage wurde von Jundo Cohen aus japanischen Originaldokumenten erstellt, die entsprechende Webseite "zuiganjiaffairs" ist inzwischen (20.03.23) aber offenbar verschwunden. Zuiganji News 5 Zuiganji News 8  Zuiganji News 21 Zuiganji News: Verurteilung  Zuiganji: Tempel des Strebens (Buchauszug) Die PDFs konnten in dieser kostenlosen Version nicht bearbeitet werden, aber auch die so entstandene Rohübersetzung liest sich ganz brauchbar. Ich mache diesen Fall damit ganz bewusst im deutschsprachigen Raum bekannter, weil ich hier im Blog gleichzeitig auch eine Extra-Seite mit Teisho (Vorträgen) von Joshu Sas...

Der Zen-Freier im Übungsfeld Prostitution

"... rät Nagarjuna dem König, Prostituierte arbeiten zu lassen, um jene zufrieden zu stellen, die nach Befriedigung ihrer sexuellen Lust suchen. (...) Diesen Rat untermauert Nagarjuna mit Hinweis auf den Buddha selbst, der in einem früheren Leben einmal achtzigtausend Prostituierte in sein Land lud. (...) Lasst alle, die danach streben,  mit schönen, wohl geschmückten Frauen zusammen sein, und Ihr werdet die Gabe erlangen, die gute Lehre besser zu behalten.   Einst sorgte der Überwinder für die Befriedigung aller Bedürfnisse und ließ achtzigtausend Mädchen holen, die über alle Vorzüge verfügten." [Jeffrey Hopkins: Nagarjunas Juwelenkette. München 2006]  *** Um bei künftigen Diskussionen auf einen grundlegenden Beitrag verweisen zu können, führe ich nun meine Gedanken zur Ethik im Umgang mit Prostitution aus. In Foren begegnet man in der Regel nur anonymisierten Vorwürfen, die sich bestimmter Sprechblasen und Klischees bedienen und für mich nur noch „postfeministisch“...

Joshu Sasaki: Das Archiv, seine Lehren, und Stuart Lachs' Fehldeutungen

"Die große Mehrheit spiritueller Lehren basiert auf der Idee, das Glück aus einem festgelegten Selbst heraus zu suchen. Zen behauptet, Glück entstehe durch das Auflösen und Nicht-Fixieren des Selbst. Mit diesem Auflösen meinen wir den Akt wahrer Liebe, der in der vollständigen Hingabe des eigenen Seins an den anderen besteht." (Joshu Sasaki) "Roshi bezeichnete sich selbst als liebeskranken, alten Mönch." (Leonard Cohen über Sasaki) "Diese Praxis bringt mir bei, ohne einen Zweck zu leben." (Sasakis Schüler Jiko) Vor einigen Monaten starb Kobutsu Malone , dem wir das Shimano- und Sasaki-Archiv zu verdanken haben. Auch aus persönlicher Betroffenheit hatte Kobutsu dort vor allem belastendes Material zu den beiden japanischen Zenlehrern gesammelt, die noch vor ihm verstarben und nicht zuletzt durch jahrzehntelanges sexuelles (offensichtliches) Fehlverhalten gegenüber ihren (erwachsenen) Schülerinnen von sich reden machten. Das Sasaki-Archiv ist o...

Eh? Eh ist tot. Und was ihr bestimmt noch nicht über Nagarjuna wusstet ...

[Ich erkläre nach den Zitaten, warum das nicht nur Literaturtipps sind ...] "I am now, for the moment, a retired tourist. Through sheer imcompetence, I gave up." (Marian Engel: life in letters. Toronto 2004) *** "... alle Leute haben schäbige, zum Scheitern verurteilte Ideen, alle Leben sind schäbig  und zum Scheitern verurteilt, egal wie ..." (Matias Faldbakken: The Cocka Hola Company. München 2005) *** "Nicht der Körper ermüdet, sondern der Blick ist wund.  Er ist nicht zufrieden mit dem, was er sieht, was er hört. Was ihn schmerzt, ist Wehmut." (Tahar Ben Jelloun: Tag der Stille in Tanger. Reinbek 1991) *** "Sie empfing ihn halbnackt auf ihrem Bett, zog ihn an sich und gab mit deutschen Worten durchsetztes Stöhnen von sich. (...) Als er aus dem Zimmer der Dame kam,  kritzelte er einen Satz in seinen Notizblock und ging sich dann waschen: Dienstag: Sie spricht Deutsch, ihre Brüste hängen, und sie hat ...

Der Zen-Dadaist Shinkichi Takahashi (1901-1987)

Die Schlange durchquerte den blauen Strom. Du hast ihre abgestreifte Haut gesehen – ist es deine eigene? Der Tiger im weißen Bambus, seine harten Augen – lerne von ihm: Den Tod zu sehen heißt, einen anderen zu sehen, niemals sich selbst. Takahashi Shinkichi (1901-1987) gilt als erster dadaistischer Dichter Japans, sein späteres Werk war vom Zen beeinflusst. Er begann 1932 in Tokio bei Meister Shizan Ashikaga zu üben und erhielt 1951 von diesem inka, Im selben Jahr heiratete er und hatte später zwei Töchter. Englische Übersetzungen seiner Gedichte finden sich z.B. bei Lucien Stryk, Takashi Ikemoto: Triumph of the Sparrow (Grove Press 2000) und online von Adam Halbur. Die Pfeife Als ich schlief war alles vorbei, alles. Meine Augen, weiß zerquetscht, flossen in die Morgendämmerung davon. Da war ein Geräusch, das sich, wie alles, ausbreitete und verschwand. Es gibt nichts, was es wert wäre, gesehen oder gehört zu werden. Als ich aufwa...