Heute wies mich Muho auf ein aktuelles Buch hin. "Buddhist Warfare" ist gerade bei Oxford University Press erschienen und versammelt Aufsätze, die belegen, dass in verschiedenen buddhistischen Ländern und Traditionen Buddhismus und Gewalt eine Allianz eingingen. Es handelt z.B. vom 5. Dalai Lama, der es guthieß, dass ein mongolischer Herrscher seine Rivalen aus dem Weg räumen ließ; es wird von buddhistisch motivierter Gewalt im heutigen Südthailand geschrieben; Brian Victoria darf noch mal über den Faschismus in Japan herziehen u.v.m. Am Interessantesten verspricht die Auseinandersetzung von Stephen Jenkins mit dem Arya-Bodhisattva-gocara-upayavisaya-vikurvana-nirdesa Sutra zu sein, in dem geschrieben steht, wie man durch Kriege Verdienst gewinnt. Ja, so etwas gibt es im Buddhismus. Da fällt mir die Geschichte von Dasui ein, der in der Tang-Dynastie unter Meister Guishan Lingyou (771-853) übte, seinerseits Begründer einer der "Fünf Häuser" des Zen, und den wir...
Kommentare eines Zen-Rüpels