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Posts mit dem Label "Theravada" werden angezeigt.

Ein Kommentar zu David Ingrams Mind Maps

Lieber Gui Do, vor einiger Zeit hab ich Dir schon einmal ein Frage in der Richtung gestellt...sorry, aber das lässt mir einfach keine Ruhe: Kannst Du mit solchen Mind Maps [...] irgendetwas anfangen oder rein gar nichts ? (Er-)kennst Du gewisse Zustände davon? Was verpasst (oder gewinnt) man, wenn man dazu einfach keinen Zugang findet, aber trotzdem überzeugter (Zazen-)Meditierender ist ? Du hattest mir geschrieben : "Nein, nur (Zazen) sitzen reicht nicht !" Was meintest Du damit ? Herzlichen Dank für jeden Hinweis ! Liebe Grüsse Pietro +++ Lieber Pietro, da ich nicht mehr weiß, wie auführlich meine letzte Antwort war, hole ich diesmal etwas weiter aus - und mache daraus später dann mal einen Blogbeitrag. Das Interesse an Daniel Ingram, das vor Jahren in Foren anklang, scheint mir heutzutage kaum noch vorhanden zu sein. Ich las kürzlich sogar, er habe sich nun verstärkt dem Zen zugewendet (?). Wie auch immer, auf mich wirkte er wie die Ther...

Höhlenrettung, Aberglaube und Mönchskorruption in Thailand

  Als ich gestern vom enttäuschenden kleinen ASEAN-Filmfest in Bangkok zurückkam (die Filme waren so langweilig, dass man sie kostenlos sehen durfte) und im Bus den Soundtrack zur NETFLIX-Serie "The Get Down" auf den Ohren hatte, kam mir plötzlich im Dämmerschlaf der Gedanke, ob es wohl möglich sei, zwei trainierte Delphine in das Höhlensystem in Thailand einzubringen, wo man jetzt gerade, da ich dies schreibe, mit der Bergung der dort von Wassermassen eingeschlossenen 12 Jungen und ihrem Fußballtrainer begonnen hat. Sehr viele Menschen haben sich mit sehr vielen Ideen eingebracht, einige auch tatkräftig. Einer der eingesetzten thailändischen Navy Seals kam bereits ums Leben. Trotzdem war man nun der Meinung, den im Tauchen ungeübten Kindern den stundenlangen Weg durchs Wasser nicht mehr ersparen zu können. Tatsächlich ist selbst bei mir im Südosten des Landes das Wetter gerade so schlecht, dass ich eben nicht mal die Berichterstattung im TV sehen konnte, der SAT-Empfang ...

Trink den Zen-Meister und verrat deine Religion (wenn's sein muss)!

"Die meisten Regisseure machen Filme mit ihren Augen.  Ich mache Filme mit meinen Eiern." (Alejandro Jodorowsky) Heute weiche ich von den Themenbeiträgen ab und fasse so einiges zusammen, was mir in Sachen Zen und Buddhismus kürzlich unter die Augen kam und durch den Kopf ging. Ich hoffe, meinen Lesern ist noch nicht alles davon bekannt.    In einer Bar in Vientianne (Laos) soll es einen Cocktail namens "Zen-Meister" geben, der aus finnischem Vodka, Minze, Pampelmusen- und Limettensaft gemixt wird. Dass Zen-Meister nahe am Alkohol gebaut sind, wäre die nahe liegende Pointe, ich will aber auf etwas anderes hinaus, nämlich den verspielten Charakter des Zen, der es einem erlaubt, sich weder über solche Namensgebungen noch über Gebrauchsartikel oder gar Bars selbst, die "Buddha" und dergleichen heißen, aufzuregen.     In der Sendung "lesenswert" war kürzlich der Autor Martin Mosebach zu Gast, ein für mich unleserlicher literarischer Lan...

Ungültige Nonnenordinationen durch Ajahn Brahm
und Thich Nhat Hanh (Zusammenfassung)*

Auf einer Mailingliste fasste ich kürzlich noch einmal die Hauptkritik am Ansatz von Ajahn Brahm (Peter Betts) zusammen. Grundlage der Diskussion war hier ein Essay von Bhante Analayo  über die Rechtmäßigkeit der Bhikkhuni- Ordination. Aufgrund der momentanen Aufmerksamkeit für den Dünnschiss, den Brahm mit zwei Büchern auf die Sachbuch(!)-Bestsellerliste Deutschlands brachte, halte ich eine erneute Kritik für angebracht. (Der Literaturkritiker Denis Scheck besprach Brahms Werke so: Mit dem Kategorischen Imperativ Kants sei ihr ganzer Inhalt bereits zusammengefasst). 1) Zunächst lese man Analayos Anmerkungen zum Umweg über die Ordination im Dharmaguptaka Vinaya . Hier benutzt der Autor häufiger das Wort "vielleicht", um zu zeigen, dass es dabei durchaus Ungereimtheiten gibt - wie wird man z. B. in der Theravada-Sangha angenommen, wenn man in einer anderen ordiniert hat usw. Ich habe kürzlich auf dieser Liste einen Aspekt ergänzt. Da diese Ordinationen in der Regel in Tem...

Ajahn Brahm (II): Die ungültige Nonnenordination

In dieser Doku über Ajahn Brahm und seine Tätigkeiten wird kurz vor Minute 26 ein seltsames Paar in langärmeliger Thermo-Unterwäsche gezeigt, wie es sich seiner irgendwie schwul aufgeladenen Novizenordination unterzieht. Ab Minute 14 wird über die Ersteigerung des Grundstückes für das Nonnenkloster Dhammasara gesprochen. Bereits 1983 hatte Brahm mit Ajahn Jagaro (John Cianciosi, der 1995 entrobte und kurz darauf eine reiche Thai heiratete !) Land für das davon nicht allzu weit entfernte Männerkloster Bodhinyana organisiert. Dieses Land wollte die Thai-Sangha aus dem Kloster Wat Nong Pah Phong (WPP) seines verstorbenen Lehrers Ajahn Chah ihm nach seinem Ausschluss  wegnehmen , da es wesentlich durch Spenden von in Australien lebenden Thais finanziert worden war. Ajahn Brahm wurde sein Status als Ordinierer entzogen und er sowie sein Tempel von der Ajahn Chah-Gemeinschaft getrennt, weil nach deren Meinung (und der des höchsten Mönchsgremiums in Thailand) eine Nonnen (bhikkhuni) -...

Theravada-Mönche beim Sex

Das erste Video ist recht explizit, deshalb nenne ich bloß den Titel auf Youtube und empfehle es - aus rein rechtlichen Gründen - nur über 18-Jährigen. Man findet es durch Eingabe von "The Bad monk having sex with woman In USA 2". Es zeigt einen kambodschanischstämmigen Mönch aus Lowell (Massachusetts), der zweitgrößten Khmer-Community in den USA, zunächst bei der Massage einer Landsfrau und dann bei erstaunlich geschickten Hüftdrehungen auf ihr. Insofern kann man es fast schon als unfreiwilliges Lehrvideo bezeichnen, da "Rühren" und damit der seitliche Druck auf die inneren Schamlippen als eine der Techniken mit dem höchsten Befriedigungsgrad für Frauen gilt. - Danach wechseln sie noch die Stellung. Das zweite Video ist aus Thailand, dort stellt die Polizei gerne Täter öffentlich mit Bild an den Pranger. Opfer, die auf der Polizeistation mit Fingern auf festgenommene Diebe zeigen und ähnliches, sind Alltag im Fernsehprogramm. Der Polizist in folgendem Clip fr...

Wie Jack Kornfield Ajahn Chah verrät

 "Nimm das Gute von dem, was dein Lehrer anbietet." (Ajahn Chah) Über die Kommentarfunktion meines vorletzten Beitrages wurde ich gefragt, was ich vom Vipassana-Lehrer Jack Kornfield halte. Ich gebe zu, mich bisher nicht weiter mit ihm beschäftigt, aber irgendwie im Hintergrund einen sympathischen Eindruck behalten zu haben, wann immer er mir unterkam. Das hat sich nun geändert.     Laut seiner Website besitzt Kornfield einen Doktortitel in klinischer Psychologie, was ihm ein hinreichendes Auskommen bescheren dürfte. Er vergisst auch nicht seine Zeit beim hoch angesehenen thailändischen Waldklostermönch Ajahn Chah (1918-1992; dessen Wiki-Eintrag ist wohl von Ajahn Sumedho verfasst) zu erwähnen. Über diesen publizierte Kornfield ein Interview , das uns einen guten Einblick in Ajahn Chahs Erkenntnistiefe gibt. Obwohl er die Mönchsdisziplin und ihre zahrleichen Regeln verteidigt, weist er immer wieder darauf hin, worum es tatsächlich geht und wo unsere Erwartun...

Blödiane

Heute will ich mal wieder was Frisches einschieben, in dem Tonfall, den man von mir gewohnt ist. Komme nämlich gerade von einem Kurztrip zwecks Visaverlängerung aus Pakse in Laos zurück und habe dann mit dem Zug noch eine kleine Reise durch die Reisfelderregion Thailands, einen Teil des Isaans gemacht. Dann kam eben was Interessantes in Sachen Unbuddhisten rein, offenbar ist mal wieder einer am dortigen Zensor hängengeblieben. Vorneweg, einige wollen es ja nicht glauben, dass man sich verbal aufregen und dabei gelassen bleiben kann - ich muss meinen Blutdruck regelmäßig messen, ärztliche Anweisung, und er ist gerade bei ... 135:86 (und das trotz Erkältungsmitteln). Am Ende wird es, versprochen, noch richtig buddhistisch. 1) Wie es die zwölfgliedrige Kette des Entstehens so will (hoho, ich komme gleich drauf zurück), hatte ich just vor meiner nötigen Visumreise, die auf einen runden Geburtstag fiel, eine Frau zu Gast, die ich gerade erst kennengelernt hatte, die mir das Komplime...

Erlösung ohne Versenkung?

Vor einigen Jahren stritt ich mich mal ein wenig mit dem Indologen Hans Gruber in seinem Blog zu einem meiner Lieblingsthemen, der Notwendigkeit für Menschen, töten zu können, um ihr Überleben zu sichern (so fasse ich es nun mal kurz zusammen). Nun habe ich zu meiner Freude entdeckt, wie er am frühen Buddhismus aufzeigt, dass es von Anfang an einen kürzeren Weg zur Befreiung - ohne jhanas (Versenkungen) - gibt, und warum dies im modernen Buddhismus kaum noch zur Geltung kommt - u.a., um Lehrer und Institutionen zu legitimieren und das Bedürfnis von ehemaligen Christen, die zum Buddhismus übertreten, nach einer Wahrheit zu befriedigen. Er findet sich im Satipatthana-Sutta beschrieben und ist in einer Woche (!) gangbar ( ekkayana maggo , der direkte, einzige, allein zu gehende Weg). Zwar bin ich selbst kein Anhänger dieses Weges, jedoch zeigt sich hierin bereits die Vielfalt im frühen Buddhismus.    Gruber zitiert dann auch Frauwallners "Erlösungspragmatismus", also die The...

Zurück in Deutschland:
Der Schulterschluss von Kirche und Phat Hue

Wenn ich mich hier so umschaue, ist alles beim Alten geblieben. Bei einem Spirituellen Filmfest wurden die üblichen Verdächtigen porträtiert (etwa der Theravada-Anhänger Thich Nhat Hanh) und diverse kirchliche Einrichtungen kooperierten u.a. mit der Pagode Phat Hue (jaja, und das Tibethaus war auch im Boot, obwohl die doch gar nix mehr mit denen zu tun haben wollten). Kirche und Phat Hue - was waren da noch mal die Gemeinsamkeiten? Ja, richtig.  Wenn ein Bundespräsident nicht bei seinen Freunden übernachten darf (eine blöde Fernsehtante meinte, er könne schließlich dafür bezahlen), dann braucht ein eitler Abt auch keinen Lexus, das ist klar. Aber ich will ja nicht auch noch beim "Alten" stehenbleiben. In Foren kämpft weiter die Dogen-Fraktion um ihr spezifisch japanisches Verständnis des Zen und des Klosterlebens mit seinen Ritualen und Gelübden, ohne dass die Zen-Mönche eigentlich als solche gelten können. Manche User sind da zuletzt recht still geworden, ob das daran lieg...

Zurück aus Thailand

Nach einem mehrmonatigen Thailandaufenthalt fragte ich mich, wie es mit dem Blog hier weiter gehen soll. Im letzten Jahr hatte ich den Wunsch, nicht nur verschiedene buddhistische Themen anzusprechen und die Kritik an irrigen Mönchen - insbesondere des vietnamesischen Buddhismus - zu forcieren, sondern auch einige Textauszüge und Übersetzungen zur Verfügung zu stellen. Das reichte dann für einen Beitrag pro Tag. Mit dieser Regelmäßigkeit kann ich im laufenden Jahr nicht weitermachen. Stattdessen möchte ich zunehmend anhand buddhistischer Begriffe über das Leben meditieren und dafür zunächst auch Beobachtungen von meiner Reise heranziehen. Zwischendurch wird es Einträge in der Art des letzten Jahres geben, und natürlich soll weiterhin kritisch die buddhistische Szene im Auge behalten werden. Im Moment übersetze ich Dogens Eihei Koroku und kann gelegentlich daraus zitieren. Ein Buch von Ludger Tenryu Tenbreul steht kurz vor der Veröffentlichung in meinem kleinen Verlag. Was mich in Th...

Luangta Maha Bua ist tot

Vor zwei Tagen starb der in Thailand als Arahant angesehene Mönch Maha Bua. Er war fast 100 Jahre alt und gilt als einer der herausragenden thailändischen Mönche der Waldtradition. Vor einigen Jahren wurde er durch seine harsche Kritik am damaligen Premier Thaksin bekannt, die diesen zu einer Klage gegen eine Zeitung veranlasste, in der Maha Buas Reden erschienen war. Als der König einschritt, wurde die Klage zurückgezogen - die sich aufgrund einer gewissen Unantastbarkeit von Mönchen nie gegen Maha Bua selbst gerichtet hatte. Im Video unten kann man sich von seiner jovial-humorvollen, direkten und kritischen Art überzeugen, zuweilen mag jedoch auch etwas Arroganz durchschimmern (siehe Teil 2 auf youtube). Am neuen Flughafen Bangkoks, der nicht zuletzt auf Thaksins Initiative hin entstand, bekam ich zwar wieder keine Bangkok Post, aber eine Masseuse war nicht die einzige, die Thaksin dafür lobte, die medizinische Versorgung bei Unfällen zeitweilig verbessert zu haben. Wie auch immer, M...

Eine schöne Übung: Das Gewinnlos aufessen

Heute stolperte ich über folgende amüsante Nachricht : Ryanair spielt auf seinen Flügen per Rubbellos Gewinne aus. Ein Mann gewinnt 10.000 Euro, will sie sofort ausgezahlt haben, und weil das nicht geht, isst er aus Wut sein Los auf! Grandios! Daran lässt sich nämlich zeigen, welches Potential die buddhistische Lehre hat, wenn man sie nicht auf die herkömmliche Weise versteht. Fall 1: Flieger A (wir wissen ja aus der Zwiebelfisch- Kolumne im Spiegel, dass der "Flieger" nur der Mensch und nicht das Flugzeug ist) ist Theravada-Buddhist. Er gewinnt beim Rubbeln (erlaubt, weil er nicht ordiniert ist) 10.000 Euro. In Gleichmut landet er, löst den Gewinn auf die vorgeschriebene Weise ein und lebt sein Leben weiter, als wäre nichts Besonderes gewesen. Fall 2: Flieger B ist Choleriker. Ihm kann nichts schnell genug gehen. Da das Flugzeug auch abstürzen könnte, er mit den 10.000 Euro bei Sofortauszahlung aber vielleicht noch alle zwei Stewardessen (und den Steward) rumkriegen könn...