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Posts mit dem Label "Tod" werden angezeigt.

Eido Shimano Roshis letztes Teisho - über Dogens "Shoji"!

[Dieser Beitrag wurde einige Wochen im Voraus verfasst.] In diesem Blog findet sich bereits eine gewisse Würdigung von Eido Shimano Roshi bzw. noch eher eine Verteidigung gegen die Schmierkampagne, der er in hohem Alter ausgesetzt war. Mitverantwortlich waren Initiativen aus dem Umfeld von Richard Aitken und von Kobutsu Malone sowie "Enthüllungen" von Mark Oppenheimer, der in einem Youtube-Interview mit Buddhist Geeks einen Praktizierenden derart zitiert: Von den großen vier japanischen Lehrern, die in die USA entsandt wurden, seien drei durch ihr sexuelles Fehlverhalten in Verruf geraten, sowie ein Schüler des vierten. Mit den dreien sind Maezumi, Shimano und Sasaki gemeint. Irgendwo habe ich mal ein Filmchen verlinkt, in dem Maezumis Tochter dazu Stellung nimmt; sie sagt, er sei ein schlechter Vater gewesen, aber wenn sie sähe, welche Wirkung er mit seiner buddhistischen Arbeit erzielt hätte, würde ihr das großen Respekt abringen. Der vierte war Shunryu Suzuki, und der ...

Eh? Eh ist tot. Und was ihr bestimmt noch nicht über Nagarjuna wusstet ...

[Ich erkläre nach den Zitaten, warum das nicht nur Literaturtipps sind ...] "I am now, for the moment, a retired tourist. Through sheer imcompetence, I gave up." (Marian Engel: life in letters. Toronto 2004) *** "... alle Leute haben schäbige, zum Scheitern verurteilte Ideen, alle Leben sind schäbig  und zum Scheitern verurteilt, egal wie ..." (Matias Faldbakken: The Cocka Hola Company. München 2005) *** "Nicht der Körper ermüdet, sondern der Blick ist wund.  Er ist nicht zufrieden mit dem, was er sieht, was er hört. Was ihn schmerzt, ist Wehmut." (Tahar Ben Jelloun: Tag der Stille in Tanger. Reinbek 1991) *** "Sie empfing ihn halbnackt auf ihrem Bett, zog ihn an sich und gab mit deutschen Worten durchsetztes Stöhnen von sich. (...) Als er aus dem Zimmer der Dame kam,  kritzelte er einen Satz in seinen Notizblock und ging sich dann waschen: Dienstag: Sie spricht Deutsch, ihre Brüste hängen, und sie hat ...

Wie ich eine Frau anrief, um mit ihr Sex zu haben,
und man mir sagte, sie sei tot

Thailand ist nach Studien nicht nur das asiatische Land, in dem am frühesten mit dem Sex begonnen wird, sondern auch das ehebrecherischste weltweit. Weit mehr als die Hälfte der Verheirateten gaben an, schon mindestens ein Mal fremd gegangen zu sein. Was letztere These angeht, so bekommt man eine Ahnung davon, wenn man weiß, wie viele der käuflich verfügbaren Frauen einen festen (meist einheimischen) Partner haben. Was die erste These angeht, so hat sie kürzlich eine Frau unterstrichen, die zur Abwechslung von ihrem Bar-Alltag nachts mal am Strand stand, mit mir aufs Zimmer ging und beim üblichen Smalltalk sagte, sie sei 22 und habe zwei Kinder im Alter von 9 und 3 Jahren. Sie hatte also spätestens mit 13 ihren ersten Sex und brachte in diesem Alter ihr erstes Kind zur Welt! Als ich das so laut vor mich hinformulierte, lachte sie und sagte, sie wolle das nicht vertiefen. Ich bereitete mich darauf vor, dass sie vielleicht keinen Spaß beim Sex haben würde, aber das Gegenteil war der Fal...

Krieg (*)

Wilfred Owen (1893-1918):   Anthem for Doomed Youth Owen starb als englischer Soldat mit 25 Jahren eine Woche vor dem Ende des 1. Weltkrieges. Seine Gedichte, die sich meist mit Kriegsthemen auseinandersetzen, wurden postum von seinem Freund, dem Dichter Siegfried Sassoon, zusammengetragen. What passing-bells for these who die as cattle?    Only the monstrous anger of the guns.    Only the stuttering rifles‘ rapid rattle Can patter out their hasty orisons. No mockeries now for them; no prayers nor bells,    Nor any voice of mourning save the choirs, - The shrill, demented choirs of wailing shells;    And bugles calling for them  from sad shires. What candles may be held to speed them all?    Not in the hands of boys, but in their eyes Shall shine the holy glimmers of good-byes.    The pallor of girls‘ brows shall be their pall; Their flowers the tenderness of patient minds, And each ...

Todesschwadronieren mit Ole Nydahl

Die Zugriffe auf meine wenigen Beiträge zu Ole Nydahl haben zugenommen. In den letzten Jahren hatte man auf meine Kritik offenkundig u. a. mit einer Satzungsänderung und dem Löschen eines Videos reagiert, siehe  hier und  hier. Da nehme ich ihn doch einfach noch mal ganz aktuell auseinander. (Beeilt Euch, bevor die Belege wieder gelöscht, verändert oder manipuliert werden!) Zuerst dachte ich, der Ole Nydahl hätte hier im 2. Video gesagt, er danke seinen Eltern dafür, dass sie ihm ein paar gute Jeans gegeben hätten. Aber nein, er sagte: "Genes" (Gene). Er meint, da er schnelle Motorräder fahre und Fallschirm springe würde er kein bewusstes Interesse an einem langen Leben haben. Er würde "so viele gute Eindrücke in diesem Leben zu sammeln suchen", dass er im nächsten "die Kraft habe, mehr Wesen zu nutzen". Hier ist natürlich ein Widerspruch. Da der Ole gerade noch eingestanden hat, sein Leben mit eher risikoreichen Betätigungen zu gefährden, kann es ...

Die Zen-Erfahrung

In der Hoffnung, dass es einige Leser interessiert, will ich in den kommenden Wochen Lektüre aufarbeiten. Ich werde die für mich - gerade im Zusammenhang mit gängigen Klischees übers Zen - interessantesten Stellen übersetzen und mit Stichworten oder Überschriften versehen. Thomas Hoover hat in The Zen Experience (Neuauflage bei Penguin 2010, als ebook momentan kostenlos!) ein paar wichtige Zitate aus der Überlieferung zusammengetragen. 1. Was ist Sitzmeditation? "Sitzen bedeutet nach außen überall ohne jedes Hindernis zu sein und nach innen keine Gedanken zu aktivieren. Meditation bedeutet innerlich die ursprüngliche Natur zu entdecken und nicht verwirrt zu werden." Die von außen auftretenden Probleme werden also nicht als Hindernisse gesehen und innerlich keine anhaftenden Gedanken daran geknüpft. Dies ist eine andere Umschreibung von Gleichmut. Der Sinn der Meditation ist die tiefe Erkenntnis des eigenen Wesens, nicht verwirrt zu werden deutet an, dass man si...

Meister Ippen (II): Sterben, Selbsttötung, Tugend

Geburt ist der erste Gedankenmoment an die Zufluchtnahme (in den Namen). Der Ausdruck 'erster Gedankenmoment' beinhaltet jedoch noch die Perspektive des Übenden. Namu-amida-butsu ist von Beginn an selbst Geburt. Diese Geburt ist Nicht-Geburt. Der Punkt, an dem ein Mensch dieser Lehre des Namu-amida-butsu begegnet, wird behelfsweise ein Gedankenmoment genannt. Wenn ein Mensch zum Namen zurück- und in ihn eingekehrt ist, der jede Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft abschneidet, dann ist Geburt ohne Anfang und ohne Ende.    Die Abgrenzung zwischen dem Augenblick des Sterbens und gewöhnlichem, fortdauerndem Leben wird wiederum im Hinblick auf Übende gelehrt, die in falscher Unterscheidung feststecken. Im Namu-amida-butsu gibt es weder einen Augenblick des Sterbens noch gewöhnliches Leben. Es ist stetiges Dharma in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Da ein ausgehauchter Atemzug keine Gewähr bietet, dass ein Einatmen folgt, kann es keinen anderen Zeitpunkt geben, dem Tod ins ...

Gewinnspiel: Wird der Dalai Lama 90?

In einer Verlautbarung vom 24.11.2011 verkündete der Dalai Lama auf seiner Website unter der Überschrift "The next incarnation of the Dalai Lama": " Wenn ich etwa neunzig Jahre alt bin , werde ich mich mit den hohen Lamas der tibetischen Traditionen, der tibetischen Öffentlichkeit und anderen, die dem tibetischen Buddhismus folgen und davon betroffen sind, beraten und neu bewerten, ob die Institution des Dalai Lama fortdauern sollte oder nicht." Mit diesem Satz hat der Dalai Lama noch einmal bewiesen, was ich hier immer wieder betonte: Es ist völlig unnötig, dass er mit Bodyguards und in gepanzerten Fahrzeugen durch die Welt gurkt. Jedenfalls nach seiner eigenen Auffassung - denn er meint ja, 90 zu werden. Außerdem hat er damit auch gesagt, dass es lebenden Menschen frei steht, die Einrichtung Dalai Lama abzuschaffen, dass es also gar nicht der Heilige ist, der wiederkehrt, sondern es sich hier nur um eine Glaubensübereinkunft handelt, keine de facto Inkarnation...

Warum ein Buddhist der Organspende zustimmen kann/soll

     "Dôgen sprach in der Vortragshalle: „Shâkyamuni Buddha sagte zu Menschen und Himmelswesen: ‚Menschen werden in Jambudvîpa [1] als Folge ihres besten Karmas geboren, doch in Uttarakuru [2] als Folge ihres schlimmsten Karmas.‘ Lasst mich euch erklären, Mönche: Was ist das schlimmste Karma? Es ist, Kot oder Urin auszuscheiden. Was ist dann das beste Karma? Es ist, früh am Morgen Haferschleim zu essen und mittags Reis, am frühen Abend Zazen zu machen und um Mitternacht schlafen zu gehen." (Eihei Kôroku, Kap. IV) [1]    Der südlichste der vier Kontinente nach indischer Vorstellung – die Menschenwelt. [2]    Der nördlichste der vier Kontinente nach indischer Vorstellung – seine Bewohner sollen tausend Jahre alt werden und fortdauerndes Glück erleben. ~~~ Kürzlich ließ sich Sôgen in seinem Blog über die "Erklärungslösung" der Organspende aus und versuchte aufzuzeigen, dass auch der Definition des Hirntodes letztlich ein abendländisches Welt...

"Die Egotheorie sollte durch eine Bündeltheorie ersetzt werden."

Und: "Die Religion tendiert zum Autoritarismus wie der Kapitalismus zum Monopol." So Julian Barnes in seiner autobiografischen Reflexion über den Tod, "Nichts, was man fürchten müsste" . Ich komme darauf zurück. Bhante Dhammika hat in seinem Blog im Beitrag "The 5 Regrets of Dying" Erkenntnisse aus seiner Hospizarbeit zusammengefasst. Was Sterbende am meisten bedauerten, sei - nicht ein Leben getreu den eigenen Vorstellungen geführt, sondern sich nach anderen gerichtet zu haben, - zu hart gearbeitet (und die Familie vernachlässigt) zu haben, - ihre Gefühle nicht genügend ausgedrückt zu haben, - Freundschaften vernachlässigt zu haben, - sich zu wenig echte Zufriedenheit gegönnt zu haben. Die große Überraschung - und einen Selbstbetrug - erkannte ich nicht in diesen Aussagen, sondern in Bhante Dhammikas Einleitung, wo er betont, dass wirklich jeder Patient ("every one of them") sich schließlich mit dem Sterben ausgesöhnt habe. Dies widersp...

Warum man alle das Gleiche lehren sollte und Nibbana gemäß der dukkha-Lehre gleich dem Tod sein müsste

(aus einer Mailingliste) I. "Die häufigsten Mißinterpretationen der Lehre rühren von der Annahme, daß jede Belehrung für jedermann gleichermaßen geeignet ist und daß sie, jeweils für sich genommen, nur vorläufige Belehrungen sind." In Foren habe ich immer wieder erfahren, dass dies nicht eine häufige Mißinterpretation, sondern im Gegenteil die gängigste ist. Und erkannt, dass genau sie falsch ist. Dies ist also eine der Meinungen, gegen die ich scharf angehe. Aus einem einfachen Grund. Aus eigener Erfahrung betrachte ich es als Aufgabe, den Dharma allen Menschen gleichzeitig vermitteln zu können - in einer heterogenen Gruppe von Akademikern und Analphabeten wäre es die Aufgabe Buddhas, die passenden Worte oder Gesten für alle zu finden. Ich halte dies für möglich. Ansonsten stelle ich die Gegenfrage: "Was im Pali-Kanon hat der Buddha denn für die Gebildeteren gesprochen, sag es mir, dann spar ich mir den Rest." Diese elitären Ausreden haben für mich gar keinen We...