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Dr. Sex oder: Warum der Buddhismus nicht staatlich anerkannt werden sollte

Wenn man sich allein die Beiträge der letzten Wochen in diesem Blog reinpfeift, wird einem klar, wie nötig es wäre, mit einem überdimensionalen Wischlappen über den Buddhismus in Deutschland zu gehen. Die Deutsche Buddhistische Union (DBU), die sich als sein Dachverband versteht, ist dazu nicht in der Lage. Darum ist zu verhindern, dass der Buddhismus in seinem gegenwärtigen Zustand eine besondere staatliche Anerkennung (als Körperschaft des öffentlichen Rechtes) erlangt. Führt man sich mal das Ausmaß des Missbrauches von Kindern in kirchlichen Institutionen vor Augen, braucht es nicht viel Fantasie, bei all dem sexuellen Machtmissbrauch gegenüber Erwachsenen im Buddhismus sich vorzustellen, was dort erst abginge, wenn man ihn so institutionalisiert, dass halbgare Charakterschweine, die sich als Lehrer betätigen, auch noch auf Kinder losgelassen werden.    Ich gebe mal ein konkretes Beispiel (und erweise mich damit selbst als Charakterschwein, weil ich es eigentlich nicht au...

Würde ein falscher Zen-Meister
sich als schwul outen?

Aus einer Vortragsankündigung der Pagode Phat Hue (Fremdkommentar in eckigen Klammern): "Schau einmal hoch zum Himmel, er ist ohne Grenze. [nee] Schau einmal tief in dein Herz, es ist auch grenzenlos. [nee] Aus Angst engen wir uns ein. [man sollte von sich in Einzahl reden] Erlauben uns nicht, uns zu entfalten. Man lebt nur einmal! Wenn du jetzt nicht lebst, wann dann? Durchbreche deine Grenzen, sei frei!" Da bleibt mir nur noch zu sagen: Ja! Hui, wirf schnell die Robe ab und bekenne dich zu dem, was du bist!  Wenn du's jetzt nicht tust, wann dann?

Gruppendynamik

(Es folgt der 108. Beitrag in diesem Blog.) „Im Mittelpunkt einer aktiven Gruppe steht meistens jemand, der allzu viel Liebe in sich trägt. Jemand, der erotisch oder geradezu schmierig wollüstig ist. Offiziell steht natürlich jeder in der Gruppe für Gerechtigkeit ein, und auch der im Mittelpunkt gibt sich erstmal nach innen und außen fair und gerecht. Dabei versteckt er sein wahres Gesicht, denn er muss sich erst einmal so verhalten. In Wahrheit aber gibt er keinen Pfifferling auf Unparteilichkeit und Gerechtigkeit, wenn seine Liebe dabei Schaden nehmen kann. Das macht sogar seinen Charme aus. Die Leute werden von der Wirkung seiner Liebe angezogen und treten der Gruppe bei, weil sie erwarten, dass sich seine Liebe dann auch auf sie richtet. Dann lassen sie es auch durchgehen, wenn er sich bei Leuten, die außerhalb der Gruppe stehen, ungerecht verhält. Durchgehen ist eigentlich noch zu wenig gesagt, sie begrüßen das vielleicht sogar. Wenn er jemandem schadet, der außerhalb der Gruppe...

Wie man einen Kult schafft: Maharishi Mahesh Yogi und TM

Gestern konnte ich eine Preview von David Sievekings Doku "David Wants to Fly" sehen. Sehr gut für alle, die sich bewusst machen wollen, wie ein Kult/eine Sekte entsteht und funktioniert, woran man ihre Anhänger erkennt und worum es tatsächlich geht (dass ein paar wenige oder ein Einzelner damit reich werden und - oft heimlich - Sex haben können). Als Filmliebhaber war es für mich besonders erheiternd, wenn David Lynch, der von der Kritik so gern gefeierte Regisseur von Werken wie Blue Velvet und Twin Peaks, sich als  verblendeter Anhänger der Transzendentalen Meditation und ihres Begründers Maharishi Mahesh Yogi offenbarte. Auch Paul McCartney und Ringo Starr von den Beatles hielten große Stücke auf den Sektengründer, der wohl bei seinem Tod (2008) Milliardär war.  Weit über 2.000 Euro kostet ein Grundkurs bei den TM-lern, für eine Million könne man sich den "Maharaja"-Titel kaufen.  Sieveking, der junge Filmemacher, der ganz nebenbei noch selbstironisch vom En...