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Posts mit dem Label "Chinul" werden angezeigt.

Weitere interessante Zitate aus der Zen-Tradition

"Lasst andere Zen lehren. Ich kam nach Amerika, um das Lachen zu lehren." "Es gibt keinen Gott und er ist stets bei dir." "Jeder will gern in den Himmel kommen. Aber dort gibt es keine Klos." (alle von Joshu Sasaki) *** "Zuerst erwache selbst, dann suche jemanden auf." [Mit diesem Beitrag soll auch des Übersetzers Thomas Cleary gedacht werden, der 2021 verstarb und meine Kenntnis der Zen- und taoistischen Literatur mitprägte. Hier Auszüge vorwiegend aus Minding Mind , Boston 2013.] "Spontanes Erwachen und Kultivierung der Praxis finden nicht in der Stille statt. Wenn du von Anfang bis Ende ein Anhänger der Stille bist, wirst du verwirrt. (...) Wenn Übung vor dem Erwachen kultiviert wird, dann wirst du selbst bei unermüdlichem Bemühen einen Zweifel nach dem anderen anhäufen." "Es gibt eine Kategorie derer, die zuerst erwachen und dann praktizieren ..." "Wissen, das keinen Lehrer hat ..." "Erwachen erlangen, ohne...

Weisheiten von Zen-Meistern I: Hongren, Chinul und Ejô

"Erwache zunächst durch dich selbst, dann suche andere auf." Heute und nächste Woche fasse ich für mich interessante Erkenntnisse bekannter und weniger bekannter Zenmeister zusammen. Als Quelle diente u.a. Thomas Cleary (Hg.): Minding Mind. A course in basic meditation. (Boston 1995). Meister Hongren (602-675, fünfter Patriarch): "Erleuchtung wird verwirklicht, wenn man seinen Geist versteht. Verwirrung entsteht, wenn man den Kontakt zu seiner eigenen Natur verliert." "Den eigenen Geist zu verstehen ist der wahre Geist, so verschwinden irrige Vorstellungen. Wenn irrige Vorstellungen schwinden, wird man achtsam. Durch Achtsamkeit entsteht leidenschaftslose Wahrnehmung, und so erkennt man die Natur der Wirklichkeit. Dies bedeutet, Nirwana zu erlangen." "Weil sowohl das Selbst auch als Nirwana leer sind, gibt es keine zwei mehr, nicht einmal eins." "Eine Schrift spricht davon, in der Hölle zu sein bedeute, sich in eine...

Gedichte von Hyesim

Chin'gak Kuksa Hyesim (1178-1234) war wohl der erste Son(Zen)-Meister Koreas, der sich auf die Dichtung konzentrierte. Hyesim heißt "Weisheit-Glaube". Er empfing 1205 vom bekannten Chinul die Dharma-Übertragung, im gleichen Jahr, in dem der Chogye-Orden seinen Namen bekam, und sollte 1208 der nächste Hauptabt des Songgwang-Tempels werden, was er zunächst ablehnte. Nach dem Tode Chinuls im Jahr 1210 wurde er jedoch per königlichem Erlass dazu eingesetzt; aus diesem Tempel gingen sechzehn Patriarchen hervor. Das einzige überlieferte Werk mit seinen Versen, "Gedichte von Muuija", wird an der Universität von Komazawa in Japan aufbewahrt.  Eine englische Übersetzung findet sich in  Magnolia and Lotus: Selected Poems of Hyesim  (Buffalo 2012).  Allein an einem Teich sitzend, sehe ich auf dem Grund einen Mönch. Still lächeln wir einander an – ich weiß, seine Stimme wird nicht antworten. *** Frühlingsseidenraupen spinnen ihre Fäden, binden sich auf...