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Posts mit dem Label "dhyana" werden angezeigt.

Die vier Dhyana (jhana) nach Hsuan Hua

  (Foto: Kungming2, wikipedia.de) Die Zustände der vier Dhyana   Der Prozess der Untersuchung von Chan ist ähnlich wie ein Studium. Man geht von der Grundschule zur Sekundarschule, zur Hochschule und dann zu einem Forschungsinstitut. Nachdem man diese vier Stufen durchlaufen hat, kann man einen Doktortitel erhalten. Die Dharma-Tür der Chan-Untersuchung ist auch so. Sie ist in vier Stufen unterteilt, das heißt, die vier Zustände des Chan. Diese werden im Folgenden kurz beschrieben:   1.     Das erste Dhyana. "Die Stufe des Glücks, die die Wesen zurücklässt". Das bedeutet, dass wir uns von unserer Beziehung zu allen Wesen lösen und eine andere Art von Glück erlangen. Dieses Glück ist anders als das der gewöhnlichen Wesen. Es kommt aus dem Inneren der Fähigkeit unserer Selbstnatur. Wenn wir den Zustand des ersten Dhyana erreichen, hört unsere Atmung auf. Die äußere Atmung hört auf, während die innere Atmung lebendig wird. Dieses Phän...

Soen Shaku: Die Praxis des Zen

"Die drei Bestandteile eines buddhistischen Lebens helfen einander, ihren gemeinsamen Zweck zu erreichen. Die Moralregeln können nicht sinnvoll befolgt werden, wenn jemand noch nicht völlige Kontrolle über sich mittels Versenkung und Selbstbeschau erlangt hat. Diese Zen (dhyâna) -Praxis wird jedoch im Alltag nicht von großem Wert sein, wenn sie nicht zum Erwachen von Weisheit (prajnâ) und zum Vertändnis der grundlegenden Tatsachen des Lebens führt." "Im Chandradîpa-samâdhi- Sutra werden die Vorteile der Zenpraxis benannt: (1) Alle Sinne werden beruhigt, und ohne das besonders zu bemerken, bekommt man Freude an der Zenpraxis. (2) Liebende Güte wird ins Herz einziehen und alle Menschen als Geschwister ansehen. (3) Giftige Leidenschaften wie Wut und Neid werden almählich aus dem Bewusstsein verschwinden. (4) Zen wird zu einem Wachtposten gegen das Eindringen schlechter Einflüsse in die Sinne. (5) Eine reine Gesinnung und gelassen-heitere Haltung lässt keinen Spaß an nieder...

Samadhi im frühen Chan
(Essay von Bernard Faure)

Ich fasse zusammen den Essay „The Concept of One-Practice Samadhi in Early Ch’an“ von Bernard Faure (aus: Studies in East Asian Buddhism 4 , Honolulu 1986, S. 99-128). Wer sich für Feinheiten interessiert, kann wahrscheinlich auch Englisch und findet das Original über die Google-Suche. Ich habe das letzte Kapitel (III. „Über den Hintergrund der Sekten …“ zur Nord- und Südschule im achten Jhd. etc.) vernachlässigt. Als Motivation für die Vorstellung gerade dieses Essays könnte dieser Satz stehen: “ This ambiguity is most clearly evident in the Leng-ch'ieh shih-tzu chi and its use of the one-practice samadhi—understood sometimes as one simple practice, but more often, or more fundamentally, as the one absolute or "sudden" practice, that is, no practice whatsoever, or pure spontaneity.” „Diese Zweideutigkeit ist am offensichtlichsten im Leng-ch’ieh shih-tzu chi [Anm.: einem Werk, in dem Gunabadhra als der erste Chan-Patriarch gilt, nicht Bodhidharma] und se...

Was ist Meditation im Chan?

Verehrte Zuhörer, Meditation (ding) und Weisheit (hui) sind die Grundlagen meiner Lehre. Zunächst denkt nicht, dass Meditation und Weisheit verschieden seien. Sie sind von gleicher Gestalt, d. h. Meditation ist der Körper der Weisheit und Weisheit ist die Anwendung der Meditation. Wenn Weisheit gegenwärtig ist, dann ist darin Meditation; wenn Meditation gegenwärtig ist, dann ist darin Weisheit. Der Kampfkunstlehrer Wong Kiew Kit schreibt in seinem "Complete Book of Zen" (Cosmospress 2010)  zu diesen Sätzen des sechsten Patriarchen Huineng etwas Interessantes: "Viele missverstehen dies, weil sie denken, ding müsse etwas anderes als Meditation sein, da es ja schon die Ausdrücke chan (dhyana) und jing-zuo (schweigendes Sitzen) dafür gäbe. Professor Wing-Tsit Chan hat das Wort beispielsweise mit "Seelenruhe" (calmness) übersetzt. Ding steht hier jedoch als Kurzform von chan ding (dhyana-samadhi). Die üblichen chinesischen Ausdrücke für die drei buddhisti...