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Posts mit dem Label "Nicht-Denken" werden angezeigt.

Meister Moheyans Einführung in die unmittelbare Meditation

 [Mehr zu Meister Moheyan und Tibetan Zen hier . In Kürze gibt es eine Fortsetzung.] Meister Moheyans Einführung in die unmittelbare Meditation Die Wurzel des weltlichen Kreislaufs von Geburt und Tod ist der Geist, der in Begriffen denkt. Warum ist dies so? Die Bewegung des konzipierenden Geistes geschieht aufgrund von Eindrücken, die stets in ihm vorhanden waren. Du nimmst gemäß dieser Geistesregungen wahr, handelst gemäß deiner Vorstellung und erfährst die Folgen gemäß deiner Handlungen. Somit ist alles, von den Höhen der Buddhaschaft bis zu den Tiefen der Hölle, von deinen eigenen Konzepten abhängig, du siehst das, was du selbst projizierst. Wenn ein solcher Geist aber nicht entsteht, dann kann man nicht am kleinsten Teil gewöhnlicher Phänomene festhalten. Ein Mensch, der weiß, dass dies der Weg der Dinge ist, sollte sich anderer Aktivitäten enthalten, nur an einem Ort bleiben und sich von Umtriebigkeit fernhalten, mit gekreuzten Beinen und geradem Rücken sitzen und nicht ...

Noch einmal zum Nicht-Denken, Brad Warner und Dôgen

"Da ich das Kloster nun ganz für mich allein hatte, beschäftigte ich mich mit dem bemitleidenswertesten aller heimlichen Vergnügen eines Mönchs: Ich googelte spirituelle Lehrer aus allen Traditionen auf YouTube und wies sie dann hochmütig zurecht. Meistens deshalb, weil sie etwas nicht genau auf die Art und Weise ausdrückten, wie ich es getan hätte; vorausgesetzt, ich hätte den Mut und das Mitgefühl aufgebracht, die jemand braucht, um überhaupt ein Filmchen von sich zu drehen und so seine spirituelle Lehre zu verbreiten." (Shozan Jack Haubner: Zen Berserker. Aurum/Kamphausen 2014) *** Ich gehe nun auf einen Kommentar von "Reiko" ein, der mich zum Beitrag vom 1. Februar erreichte, weil er die gute Gelegenheit bietet, das Problem aufzuzeigen, das ich in der heute gängigen Verengung des Zen unter Rückgriff auf Dôgen sehe. Hier ist er nochmal:   "In meinem Verständnis ist der Gedanke des Nicht-Denkens nichts anderes, als einen Gedanken als G...

Der Alte im Turban

"Irgendwo in der Steppe saß mit untergeschlagenen Beinen ein Alter im Turban und meditierte. Als er aufsah, fragte ich ihn: Worauf zielt dein Gebet? Der Alte erwiderte: Auf das Nicht-Denken; wenn du verstehst, was ich meine. Und weiter fragte ich: Wie könnte einer ins Reich des Nicht-Denkens gelangen? Darauf der Alte: Halte die Zunge im Munde, auf dass du nichts berührst.    Unterwegs im fremden Land, auf dem Bettrand sitzend morgens im Hotel, machte ich einmal das Experiment. Bald schlossen mich flackernde Flammen ein, oder der Nordwind umwirbelte mich mit Geheul, ein eisiger Regen strich über mich hin. Jetzt war ich Fudo-myoo, jetzt Han-shan oder Shih-te. (...)    Indessen schwebte mir das Gesicht des Alten im Turban herauf. Ein einsames Gesicht. Gesicht eines Mannes, der fahnenflüchtig war seit Jahrzehnten." [Yasushi Inoue: Eroberungszüge. Berlin 1982. Fudo-myoo, der "Unbewegliche", ist der Vernichter allen Übels, Han-shan und Shih-te waren Dichtermönche im Chi...