Vor sechs Jahren verfasste Peter Singer einen Artikel mit der Frage, ob wir unseren moralischen Ahnungen (moral intuitions) trauen sollten* und zitierte dabei die Versuche von Joshua Greene. Wenn auf einem Gleis ein Waggon heranrollt und man die Chance hat, durch Umstellen einer Weiche den Tod von f ü nf Menschen zu verhindern, die sonst vom Waggon getroffen w ü rden, jedoch auf dem anderen Gleis ein Mensch zu Tode k ä me, entscheiden sich die meisten Probanden daf ü r, den einen zu opfern und die f ü nf anderen zu "retten". Anders, wenn es darum geht, einen Menschen, der neben einem sitzt, von der Br ü cke zu sto ß en, um das Leben von f ü nf anderen auf dem Gleis zu retten, indem man so den Waggon blockiert - hier spielen die meisten Probanden nicht mehr mit. Bei der zweiten Entscheidung zeigte sich mehr Hirnaktivit ä t in den Arealen, die f ü r Emotionen zust ä ndig sind. Singer zieht daraus den Schluss, dass wir unseren Intuitionen gegen ü ber skeptisch sein sollten, de...
Kommentare eines Zen-Rüpels