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Posts mit dem Label "Philosophie" werden angezeigt.

Miyamoto Musashi: Der sechste Ring (Auszug)

  Schwertweg der fünf Stände Gohô no Tachimichi Die Kampfstrategie (heihô) ist der Weg. Die Prinzipien, die für das Kreuzen der Schwerter mit dem Feind gelten, sind auch auf die gesamte Armee anwendbar. Über den Sieg entscheidet nicht der Kampf gegen den Feind, in dessen Angesicht man blickt. Der Sieger steht schon vor Beginn des Kampfes fest. Ohne Abweichung muss der Weg der Kampfstrategie stets befolgt werden, doch darf man den Strategien auch nicht blind ergeben sein. Selbst Geheimnisse können nicht verborgen werden. Durchzuhalten wird viele Dinge offenbaren. In einem schwierigen Kampf warte, bis die rechte Zeit kommt. Man kann die Glocke nur schlagen, wenn man tief im Tempelinneren ist. Seit alters gibt es viele Dutzend Traditionen in Japan, die ihre eigenen Methoden der Schwertkampfkunst lehrten. Was sie für ihren Weg halten, besteht jedoch aus rohen Taktiken, die sich auf brutale Gewalt verlassen, oder sie bevorzugen umgekehrt Sanftheit und konzentrieren sich auf...

Penetre und ich - ein erster Kommentar zu Hitoshi Nagai

M uho hat sich ausgiebig mit dem japanischen Philosophen Hitoshi Nagai (geb. 1951) beschäftigt . Im letzten Jahr habe ich seine Beiträge hierzu verfolgt, konnte aber beim ersten Eindruck seine Begeisterung oder auch nur das Interesse nicht teilen oder nicht recht nachvollziehen. Die Gedanken Nagais spielen nun wieder in Muhos neuen Youtube -Clips eine Rolle, und als ich bei Wikipedia den Hinweis las, dass sich Übereinstimmungen bei Nagai und Kosho Uchiyama fanden, einem der Dharma-Nachfolger Kodo Sawakis, wollte ich in das Thema doch tiefer einsteigen. Der Grund ist vor allem, dass ich im Laufe der letzten Jahrzehnte in Foren und auch bei meiner eigenen Uchiyama-Lektüre für mich den Eindruck gewann, dass er nicht nur Sawaki teils anders interpretierte als etwa Taisen Deshimaru, sondern auch, dass sein Zen-Verständnis eingeengter als das von Deshimaru war. Deshimaru war für mich zwar ein wichtiger Einstieg ins Zen, von seiner (und Uchiyamas) Zazen-Besessenheit habe ich mich jedoch rela...

Saikontan (100 kg)

Ich musste in den letzten Wochen einen Stalker abwehren. Oder vielmehr in meine Vergangenheit verstricken, und meine Gegenwart (menschliche Kontakte) neu bewerten und ein paar Bindungen kappen. Traurig, aber auch erfrischend und befreiend. Zu viele Leute wurden mir zu aufdringlich. Darum heute nur ein bisschen Eigenwerbung, die letzten beiden starken Clips aus Japan, die ich gesehen habe, und ebenfalls - wenn auch verspätete - Weihnachtsgrüße an alle Leser, besonders an die Treuen, die immer wieder Kommentare hinterließen ("Anonym", Benkei - nun weißt Du auch, warum ich es nicht geschafft habe ... - und Funktor). Für das bereits vor Monaten in einem Kommentar angekündigte Ende dieses Blogs zum Jahresausklang will ich mir freilich noch was Besseres ausdenken. Meine letzte, gerade veröffentlichte Übersetzung bietet Auszüge aus dem Caigentan (Saikontan) von Hong Zicheng (auch Hung Ying-ming, 1572-1620), der ein chinesischer Philosoph war und in den vorliegenden poetischen...