Sonntag, 24. Januar 2010

Die Nonne Rengetsu

"Ich fürchte, meine Vergangenheit könnte
dem Mond offenbar werden,
und blicke heute Nacht
zu Boden."

Ôtagaki Tôdô (1791-1875) entstammte einem Samurai-Clan und gilt bis heute als eine der bedeutendsten japanischen Dichterinnen des 19. Jahrhunderts. Nachdem sie zwei Ehemänner und  mehrere Kinder verloren hatte, trat sie in den Tempel Chion ein, den heutigen Hauptsitz der Jodoshu, der 1198 durch Hônen begründeten "Schule des Reinen Landes". Sie erhielt den buddhistischen Namen Rengetsu ("Lotosmond") und übte sich in vielerlei Künsten, darunter auch die Teezeremonie und Töpferei. Nebenstehend eine ihrer bekannten Kalligrafien aus der National Gallery of Australia, die ein anschauliches Buch über ihr Werk herausge- bracht hat.

"Von einem Fels in einem alten Tempel
tröpfelt spärlich das Wasser:
                Nachhallende Stimme des Dharma."

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