Vor vielen Jahren habe ich mal freiwillig ein paar Lektionen für das Berzin-Archiv transkribiert. Das heißt, es wurde mir bald so langweilig dabei, dass ich sie an Praktikantinnen delegierte - schließlich hatte ich ein Versprechen gegeben, dies und das zu erledigen. Das Problem bestand darin, dass die Vorträge zu kopflastig waren, es ihnen m. E. zuweilen auch an Struktur fehlte. Nun wurde ich in einem Forum jedoch auf einen Beitrag hingewiesen, der zwar gut verständlich ist, aber inhaltlich so fragwürdig, dass ich im Nachhinein meine Mitarbeit an dem Archiv bedaure. Es geht um einen historischen Aufriss der Sexualethik , vornehmlich im tibetischen Buddhismus. Das eine Problem, der Irrtum von Leuten wie Gampopa u.a., ist nicht weiter verwunderlich. Das andere jedoch, die Position von Berzin zu den Texten, die entweder erschreckend ist (wie sich in seiner Rhetorik zeigt) oder aber weitgehend fehlt, ist ein echtes Manko. Denn wenn man auf diese Art alte Texte wiedergibt, ohne sie zu krit...
Kommentare eines Zen-Rüpels