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Posts mit dem Label "Peter Singer" werden angezeigt.

Warum Buddhisten keine Vegetarier sein müssen

Ein Leser fragte mich neulich, warum ich - bei meiner Empathie für Menschenaffen - so spitz auf buddhistische Vegetarier reagiere. Ich nehme das zum Anlass, meine Position ausführlicher als vor ein paar Jahren darzustellen.    Zunächst geht es mir nicht um gesundheitliche oder ökologische Aspekte, wie ich hier schon einmal schrieb. Auch ich senke meinen Cholesterinspiegel, wenn ich auf tierische Produkte verzichte, beanspruche weniger Anbaufläche und verursache weniger CO2-Ausstoß, sollten meine Nahrungsmittel überwiegend vegetarisch sein. Mir geht es allein um die unzureichende ethische Begründung von Buddhisten, und ich ergänze noch, die mangelnde Logik prominenter Philosophen wie Peter Singer . Ich will darstellen, warum gerade der Buddhismus sich eignet, die verzerrte Sicht aufs Leiden zu korrigieren. 1) Es gibt eine Regel, kein Leben zu nehmen. Im Ordenskodex für Mönche wird klar, dass menschliches Leben über tierischem steht. Ein weiterer Hinweis sind die Essensv...

Angeborene Moral und das, was uns glücklich macht

Vor sechs Jahren verfasste Peter Singer einen Artikel mit der Frage, ob wir unseren moralischen Ahnungen (moral intuitions) trauen sollten* und zitierte dabei die Versuche von Joshua Greene. Wenn auf einem Gleis ein Waggon heranrollt und man die Chance hat, durch Umstellen einer Weiche den Tod von f ü nf Menschen zu verhindern, die sonst vom Waggon getroffen w ü rden, jedoch auf dem anderen Gleis ein Mensch zu Tode k ä me, entscheiden sich die meisten Probanden daf ü r, den einen zu opfern und die f ü nf anderen zu "retten". Anders, wenn es darum geht, einen Menschen, der neben einem sitzt, von der Br ü cke zu sto ß en, um das Leben von f ü nf anderen auf dem Gleis zu retten, indem man so den Waggon blockiert - hier spielen die meisten Probanden nicht mehr mit. Bei der zweiten Entscheidung zeigte sich mehr Hirnaktivit ä t in den Arealen, die f ü r Emotionen zust ä ndig sind. Singer zieht daraus den Schluss, dass wir unseren Intuitionen gegen ü ber skeptisch sein sollten, de...