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Joshu Sasaki: Teisho [Lin-chi/Rinzai Diskurs XVIII] (12.02.96)

  Die Aufzeichnungen vo n Lin-Chi ,  übersetzt von Ruth F. Sasaki Diskurs XVIII "Der wahre Schüler des Weges hat nichts mit Buddhas, nichts mit Bodhisattvas oder Arhats zu tun. Er hat auch nichts mit dem zu tun, was in den drei Bereichen als ausgezeichnet gilt. Da er diese transzendiert hat, ist er in einsamer Freiheit nicht an Dinge gebunden. Selbst wenn Himmel und Erde sich auf den Kopf stellen würden, hätte ich keinen Zweifel; selbst wenn alle Buddhas der zehn Richtungen sich vor mir manifestieren würden, hätte ich keine Freude; selbst wenn die drei Höllen plötzlich zu meinen Füßen gähnen würden, hätte ich keine Angst. Warum ist das so? Weil meiner Meinung nach alle Dharmas leere Formen sind; wenn eine Transformation stattfindet, sind sie existent, wenn keine Transformation stattfindet, sind sie nicht existent. Die drei Reiche sind nur Geist, die zehntausend Dharmas sind nur Bewusstsein. Daraus folgt: Illusorische Träume, Blumen im Himmel, warum sich die Mühe machen, sie zu...

Joshu Sasaki: Teisho [Lin-chi/Rinzai Diskurs XVIII] (11.02.96)

  Die Aufzeichnungen von Lin-Chi, übersetzt von Ruth F. Sasaki.    Diskurs XVII "Der wahre Schüler des Weges hat nichts zu tun mit Buddhas, nichts zu tun mit Bodhisatvas oder Arhats . Er hat auch nichts zu tun mit dem, was in den drei Bereichen als ausgezeichnet gilt. Nachdem er diese transzendiert hat, ist er in einsamer Freiheit, ist er nicht an Dinge gebunden. Selbst wenn Himmel und Erde auf den Kopf gestellt würden, hätte ich hätte ich keinen Zweifel; auch wenn sich alle Buddhas der zehn Richtungen vor mir vereinen würden, würde ich nicht zweifeln; selbst wenn sie sich vor mir bekriegen würden, hätte ich keine Freude; auch wenn die drei Höllen plötzlich zu meinen Füßen liegen würden, hätte ich keine Angst. Warum ist das so? Weil so wie ich es sehe, alle Dharmas leere Formen sind. Wenn sie sich verwandeln, sind sie existent, wenn sie sich nicht verwandeln, sind sie nicht existent. Die drei Reiche sind nur Geist, die zehntausend Dharmas sind nur Bewusstsein. Daraus folg...

Dôgen lehrte kein Shikantaza ...
und kritisierte heftig andere Lehrer

Shikantaza Hier wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass man Dôgen Zenji auch anders verstehen kann, ja verstehen sollte, als es die Sôtô-Schule gemeinhin tut und viele von ihren Mitgliedern in Deutschland. Im neuen Buch von Steven Heine ( Dogen and Soto Zen, Oxford 2015 ) findet sich der Aufsatz "Dogen’s Use of Rujing’s ‘Just Sit’ (shikan taza) and Other Koans” von T. Griffith Foulk, den der Herausgeber folgendermaßen zusammenfasst: "Eine zentrale These dieses Kapitels ist, dass Dogen tatsächlich nicht die Art von Zazen lehrte (oder sich auch nur ausdachte), die ihm von modernen Soto-Gelehrten und Zen-Lehrern gemeinhin als Shikantaza zugewiesen wird. Foulk analysiert im Detail, dass Dogens Anweisungen fürs Zazen diesen Ausdruck nicht verwenden und auch keine Methode empfehlen, die sich mit dem deckt, was heutige Forscher über Nur-Sitzen sagen." Foulk zeigt vielmehr auf, dass Dôgen "Nur-Sitzen" als Kôan verstand . Dôgen habe Sitzen auf mehr...