Shozan Jack Haubner hat mit "Single White Monk " (Shambala 2017) ein lesenswertes Buch über seinen eigenen Zen-Weg und seinen Lehrer Joshu Sasaki Roshi, mit dem er eng verbunden war (er wechselte sogar dessen Windeln), verfasst. Haubner, dessen Selbsterkenntnis an einer Stelle auch von Sasaki stammen könnte ("I was a good guy doing a bad thing") fasst seine Lehre aus einer Dekade im Zen-Kloster so zusammen: "Außerhalb von mir gibt es ein vollkommenes Zuhause für alles in meinem Innern. Innerhalb von mir gibt es ein vollkommenes Zuhause für alles aus meinem Äußeren." Es sind die unterschiedlichen Stimmen von Sasakis Schülern und Schülerinnen, die ein differenziertes Bild des Zenlehrers ermöglichen. Haubner war selbst eine treibende Kraft, als es darum ging, Vermittler nach dem medialen Ausbreiten der sexuellen Übergriffe Sasakis einzubestellen. Er spricht von mehreren "Toden" Sasakis, dem ersten, als er so erkrankte, dass er nicht mehr lehr...
Kommentare eines Zen-Rüpels