Seit ein paar Tagen plage ich mich mit dem Gedanken herum, wie ich von Michael Mittermaiers und Rex Bloomsteins Doku "This Prison Where I Live" erzählen soll. Ich habe die Pressevorführung genutzt, um mit der Frau zu flirten, deren blonder Pferdeschwanz vor mir mich wesentlich mehr interessierte als das meiste, was sich auf der Leinwand abspielte. Abgesehen von der teils verrissenen Kamera und einigen wirklich überflüssigen Einstellungen, will uns der Film vor allem die Paranoia spürbar machen, die einen erfasst, wenn man von meist zivilen Schergen einer Militärregierung verfolgt und beobachtet wird - wo man doch nichts anderes möchte, als den Starkomiker Burmas, Zarganar, zu porträtieren bzw. später, nachdem er wegen seiner großen Klappe inhaftiert worden ist, im Gefängnis zu besuchen. Für schräge Witze über die Regierung bekommt man hierzulande einen Preis, in Burma - heute Myanmar genannt - schon mal lebenslänglich. Thema und Bildmaterial reichen dennoch bloß für einen...
Kommentare eines Zen-Rüpels