Donnerstag, 26. Dezember 2013

Indiana Jones war ein buddhistischer Mönch

William Montgomery McGovern (1897-1964) lehrte als Professor an der Northwestern University in Illinois, USA. Seine Vorlesungen waren stets mehr als ausgebucht, denn der Anthropologe führte ein abenteuerliches Leben und wusste einiges zu erzählen. So hatte er nicht nur eine Revolution in Mexiko überlebt, sondern war zeitweise Mönch in einem japanischen Kloster, Kriegsberichterstatter für die Chicago Times in der Mandschurei und Militärstratege im Dienste Präsident Roosevelts. Studiert hatte er selbst an der Sorbonne, in Berlin und Oxford, und im Kloster Nishi Honganji in Kioto (heute der Haupttempel der Jôdo Shinshu)  einen geistlichen Doktortitel erworben. Mc Govern soll 12 Sprachen gesprochen haben, obwohl er auf einem Ohr taub war. Die Schauspielerin Elizabeth McGovern (Downtown Abbey, Once upon a time in America) ist seine Enkelin. 

Aus Tibet wurde vom Time Magazine eine pfiffige Anekdote berichtet. McGovern hatte sich als Kuli herrichten lassen, die Haut gefärbt und die blauen Augen durch eingeträufelten Zitronensaft verdunkelt. So gelang er inkognito nach Lhasa, die damals "Verbotene Stadt". Ein Mob buddhistischer Mönche bekam davon Wind und begann, das Haus, in dem er sich befand, mit Steinen zu bewerfen. McGovern schlich durch die Hintertür hinaus, gesellte sich zu ihnen und warf ebenfalls Steine auf das Haus ...

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Die Maya-Sutra

Die Maya- oder Mahamaya-Sutra (Skt; Chin Mo-ya-ching; Jpn Maya-kyo摩耶経 [nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Kapitel des Kamasutra] handelt von der Mutter Shakyamunis und wurde von T'an-Ching während der Ch'i-Dynastie (479-502) ins Chinesische übersetzt; das Original ist nicht mehr vorhanden. Die erste Hälfte des Sutras beschreibt, wie Shakyamuni dank übernatürlicher Kräfte in den Himmel der 33 Götter aufsteigt und drei Monate lang seiner Mutter die Lehren darlegt, die sieben Tage nach seiner Geburt gestorben und in diesen Himmel aufgestiegen war. In der zweiten Hälfte des Sutras erfährt man von Shakyamunis Eintritt ins Nirwana und von Mayas Abstieg aus dem Himmel, als sie von dessen Tod hört. Die Sutra verkündet auch die Ankunft und Taten derjenigen, die bis 1500 Jahre nach Shakyamunis Tod dessen Lehren verkünden werden. 

Die Quelle meiner Informationen sieht darin auch die Ankunft Ashvaghoshas 600 Jahre und Nagarjunas 700 Jahre nach Shakyamunis Tod vorhergesagt. 

(Diese Sutra wird in einer Übersicht japanischer buddhistischer Schulen erwähnt, die ich demnächst publiziere.)

Dienstag, 10. Dezember 2013

Die kriminellen Aktivitäten von Hilfsorganisationen (I)


Vor einigen Wochen berichtete ich von meinen eigenen Hilfsmassnahmen bzw. direkten Spenden vor allem in Kambodscha. Ich bin zum Schluss gekommen, dass man zumindest keiner Hilfsorganisation (NGO) mehr Geld spenden sollte, die sich im Bereich des Kinderschutzes tummelt. Was ich in diesem Umfeld im Lauf der letzten Dekaden erfahren habe, ist ernüchternd bis widerwärtig.
   Vor zwei Jahren reiste ich mit einer Bekannten, die ich zwölf Jahre kannte und die gerade Probleme mit ihrem Ehemann hatte (der sich eine Nebenfrau nahm und diese finanzierte), und ihrer Tochter (sie hat insgesamt fünf Kinder) von Angkor in die Küstenstadt Sihanoukville im Süden Kambodschas. Die Tochter freundete sich mit einem etwa gleichaltrigen (13-jährigen) Mädchen an, das leere Flaschen und Dosen sammelte. Ich lud sie mit ihrem Bruder zu einer Bootsfahrt auf eine Insel ein, für die ich u.a. mit einer deutschen Rentnerin und einem finnischen Matrosen, die ich am Strand kennengelernt hatte, ein Boot mit Skipper mietete. Am folgenden Tag tauchte nur der jüngere Bruder auf. Das Mädchen wartete am Steg auf unsere Rückkehr und sagte, eine Lehrerin der Hilfsorganisation M'Lop Tapang, deren Schule sie besuchte, habe ihr den Ausflug mit der Begründung untersagt, sie könne dabei ertrinken. Das Mädchen klagte über Bauchschmerzen, und mit meiner Bekannten besuchten wir ihr Zuhause, wo sich herausstellte, dass sie statt zu Paracetamol (die noch verschweißt waren) gegen ihr Kopfweh zu einem Antibiotikum (in Erwachsenenstärke) gegriffen hatte. Wie viele arme Kinder in Kambodscha war sie untergewichtig, und das Antibiotikum dürfte ihr heftig auf den Magen geschlagen sein.
   Am folgenden Tag wollte ich die Einrichtung von M'Lop Tapang besuchen. In keiner kambodschanischen Schule, ob privat oder staatlich, hatte dies bis dahin Probleme gemacht. Hier jedoch wurde ich mit meiner Bekannten vor dem von zahlreichen jungen Männern bewachten Komplex aufgehalten. Trotz Ankündigung stellte sich auch nach einer Stunde niemand ein, der zu einem Gespräch bereit gewesen wäre. Stattdessen erhielt ich einen Flyer, der die Aktionen der NGO pries, u.a. ihre medizinische Versorgung und die Schulung der Kinder in Umweltbewusstsein. Beides überzeugte mich nicht, zumal der Graben vor dem Komplex voller Unrat und stinkender Brühe war. Zwar holte man das besagte Mädchen kurz vom Pausenhof, als ich aber mit dem Vater telefonierte, um bestätigen zu lassen, dass wir uns kannten und gerne einen Eindruck von der NGO verschaffen wollten, nahm mir einer der jungen Angestellten (sie tragen alle dunkelrote T-Shirts der NGO) das Handy weg, entfernte sich und kam mit der Aussage wieder, der Vater wolle nicht, dass ich Kontakt zu der Tochter habe. Das war falsch, man hatte ihn manipuliert. Der Vater weilte in einer anderen Stadt und hatte uns noch nicht persönlich getroffen. Ich fand noch am selben Tag eine Schule mit besserem Ruf, wo ich fürs folgende Jahr den Englischunterricht für das Mädchen bezahlte, womit der Vater natürlich ebenso einverstanden war wie mit einigen Treffen, die wir im Folgejahr hatten und die der Anlass meines Berichtes sind.
   2013 ging ich mit den Kindern und einem weiteren Jungen, der gerade von seiner "Gang" gemobbt worden war, heulend am Strassenrand saß und sich uns dann kurzerhand anschloss, zum Baden. Der Vater der mir bekannten Kinder fischte in einiger Entfernung am gleichen Strand. Der andere Junge zog sich komplett aus und badete nackt, was bei kambodschanischen Jungs bis zum Alter von ca. 10 Jahren ganz üblich ist und nicht nur in Dörfern, sondern auch an dem Teil des Strandes, der vor allem von Einheimischen genutzt wird, regelmäßig zu beobachten ist. Zunächst tollte dieser Junge mit einer Gruppe von jungen Skandinavierinnen herum, später mit mir. Nach einer Weile tauchte ein Kambodschaner (Khmer) auf und fotografierte uns. Als ich aus dem Wasser ging, eilte er zu seinem Motorrad und brauste ohne Erklärung davon. Kurz darauf erschien ein junger Westler, der mich mit den Worten ansprach, ob ich die Kinder kenne, und warum ich mit ihnen (Mehrzahl) nackt bade. Die Skandinavierinnen sprach er nicht an.
   Auch am Folgetag war schulfrei und wir entschieden uns für einen ruhigeren Strand in der Nähe. Auf dem Weg dorthin wartete ein anderer Mopedfahrer und machte ein Foto von uns auf seinem Handy. Ich notierte demonstrativ sein Kennzeichen. In der Folgezeit sah ich ihn noch desöfteren, er gab vor, Mopedtaxifahrer zu sein, transportierte aber vor allem, wie sich herausstellte, Mitarbeiter der o.g. NGO und hatte inzwischen sein Kennzeichen abgeschraubt.
   Beim Besuch der ärmeren Gegenden der Stadt lernte ich eine andere Familie kennen, deren Mutter einen winzigen Kiosk und Essensstand an der Strasse betrieb. Die Tochter zeigte Interesse an Englischunterricht, und ich beschloss, jeden Tag kostenlos ein paar Stunden dort zu unterrichten und im Gegenzug ein wenig Khmer von ihr zu lernen. Zeitweise schlossen sich uns andere Kinder an, die uns auf dem Weg zu "ihrem" Unterricht (in einer koreanischen Kirche) entdeckt hatten. Mein Unterricht fand unmittelbar hinter dem Minikiosk, einem nach allen Seiten hin offenen Strohhüttchen, im Freien statt. Fortan standen permanent - und in täglichem Wechsel - "Beobachter" in der Nähe, die das Ganze, meist von ihren Mopeds aus, beäugten. Wenn wir nach dem Unterricht z.B. noch auf eine Wiese in der Nähe zum Ballspielen, auch mit anderen Kindern, gingen, folgte der Beobachter uns. Ebenso wurden aufgeregt per Handy unsere Besuche auf dem Markt gemeldet, wo ich mit den Kindern der Familie Schuhe für sie kaufte. Die Aufgabe der Stalker war offensichtlich, an mir zu kleben und dann Bericht zu erstatten.
   Ich klärte auf Polizeidienststellen ab, dass es sich bei den Verfolgern nicht um Polizisten handelte. Dazu war das Beschatten freilich auch zu dämlich und unprofessionell. Dann kam ich in Kontakt mit Ausländern, die ähnliche Erfahrungen mit den stalkernden NGOs gemacht hatten. Einem mit einer Khmer Verheirateten hatten die zur Rede gestellten Stalker z.B. vorgeworfen, er habe nur geheiratet, weil diese ein Kind mit in die Ehe brachte, also um sich diesem anzunähern. Die NGOs haben hierfür den Begriff "grooming" (eigentlich: Gefiederpflege, nun jedoch Synonym für pädophile Annäherungen) geprägt. Unterm Strich wurde jedoch auch deutlich, dass es bei den offensichtlichen Beschattungen gar nicht unbedingt darum ging, unbeobachtet zu bleiben, sondern zuweilen schlicht Unbehagen bei den Observierten zu erzeugen, also ein Klima der Angst. Dies weist freilich nicht nur auf eine gewisse Hilflosigkeit jener NGOs hin, sondern auch auf sadistische Züge.
   Inzwischen hatte ich noch weitere Kennzeichen notiert und bei der Registrierstelle die Halter der Fahrzeuge ermittelt. Für die genaue Adresse (Straße und Hausnummer) musste man jedoch in die Polizeizentrale bzw. zur Kripo. Zwar fotografierte der leitende Polizist ein paar der von mir genannten Stalker vom Display meiner Digitalkamera ab, da er aber beim Scannen meiner Bilddateien Bilder von Kindern sah, wollte er auch davon Aufnahmen machen. Er entschied sich für den o.g. Jungen und ein Foto von einem Kind, das in Strandnähe in einer notdürftigen Behausung lebte und dort offenbar auch vom Flaschensammeln. Auf dem Foto von dem Jungen sah man ihn mit Zahnstochern Nudeln essen. Als ich ihn beim Frühstück vorbeigehen sah, hatte ich ihn spontan zum Essen eingeladen und das Essen mit Stäbchen zu zeigen versucht. Stattdessen nahm er dann Zahnstocher. Der Polizist meinte, ich würde von den NGOs verfolgt, weil ich Kinder fotografierte. Tatsächlich jedoch hatten etwa am Strand nur die Mitarbeiter der NGOs Aufnahmen gemacht. Meine stammten aus persönlichen Begegnungen oder waren dokumentarischen Charakters, wie ich später noch mit einer Serie zeigen werde (u.a. suchte ich auch auf einer Müllhalde arbeitende Kinder auf).
   Ich lernte die Mutter des Jungen kennen, da mir beim Essen seine faulen Zähne ins Auge fielen und ich ihm einen Zahnarztbesuch spendieren wollte, dazu aber ihr Einverständnis brauchte. Es wurden vier Zähne gezogen, für 20 Dollar. Die Mutter selbst hatte einen Abszess am Ohr. Wie der Junge suchte sie ebenfalls die NGO M'Lop Tapang auf. Dort gab man ihr jedoch nur ein Antibiotikum. Ich sagte richtig voraus, dass dies nicht für eine Abheilung genügen würde, und wollte ihr die kleine Operation spendieren, die sie dann aber nach einem Einschnitt abbrach (ich vermute, aus Angst, sie sagte jedoch, sie wolle mir nicht auf der Tasche liegen). Ich erfuhr, dass ihr Mann noch eine Weile wegen Diebstahl oder Raub im Knast saß (der o.g. Polizist dürfte die Familie also gekannt haben). Die NGO bekam mit, dass ich mich etwas um die Familie kümmerte und brachte den Jungen schon bald in ein "boy centre". Seltsamerweise war der Mutter nicht gesagt worden, wo sich dieses befindet, und die Mitarbeiter der NGO machten auf meine Nachfrage zunächst ein Geheimnis daraus, bis ich die Mutter selbst tadelte, sie solle sich erkundigen, und man ihr im Vorbeifahren eine Adresse zurief. Nur ein paar Tage später war der Junge dort wieder ausgebüchst.

 
   M'Lop Tapang hat, in Zusammenarbeit mit anderen NGOs, Botschaften und Ministerien, grossformatige Poster in der ganzen Stadt hängen, die einem Besucher von vornherein vermitteln, dass es sich bei Sihanoukville um einen Hort von Kinderschändern handeln muss. Die Poster werden vom kambodschanischen Ministerium für Tourismus mitgetragen, das eigentlich ein Interesse an der Imagepflege seiner Touristenhochburgen haben müsste. Natürlich hat sich dieser Eindruck nicht bestätigt, wie auf keiner meiner Reisen in Südostasien in andere Städte, denen die Boulevardpresse und solche NGOs einen ähnlichen Stempel aufzudrücken suchen (wie etwa Pattaya oder Manila). In den 90ern habe ich eine Serie von TV-Berichten nachrecherchiert, die sich bis auf einen alle als falsch, wenn nicht gar als erstunken und erlogen erwiesen (ein junger Mann aus Pattaya etwa war in einer ZDF-Reportage als Zuhälter bezeichnet worden, jedoch nie diesbezüglich verurteilt, Stern TV hatte anlässlich eines Gastes von Terre des Hommes einen Schweizer Restaurantbetreiber in Kambodscha bloßgestellt, der jedoch freigesprochen wurde - die Reporter waren mit der Polizei, diese geradezu drängend, in dessen Haus gestürmt und bekamen später, laut Auskunft eines Richters, Einreiseverbot). 
   M'Lop Tapang rät Touristen davon ab, irgend etwas von Kindern zu kaufen oder diesen Essen zu spendieren, da sie dies vom Schulbesuch abhalten würde. Tatsächlich erzählten mir mehrere Kinder, sie würden nur deshalb zu M'Lop Tapang gehen, weil es eine kostenlose Mahlzeit gebe. Der Unterricht ist nicht von höherer Qualität als in den kostenfreien staatlichen Grundschulen. Dass die Ärzte sich offenbar nicht recht kümmern, habe ich schon belegt.
   Das Widerwärtige an der ganzen Angelegenheit ist, dass sich etliche NGOs, die im Kinderschutz vorgeben tätig zu sein, zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben, dass organisierter Kriminalität ähnelt. Ohne genauer auf die Rechtslage in Kambodscha eingehen zu wollen, lässt sich sagen (und wurde auch von der Kripo bestätigt), dass allein das permanente Stalkern von Menschen dort nicht legal ist (man kann daraus z.B. Schadensersatzansprüche ableiten). Die Spenden, die etwa die NGO A.P.L.E. (Actions pour les enfants) einwirbt, werden zu einem beträchtlichen Teil für ihren Stab von Dutzenden Einheimischen verwendet, deren gut bezahlte Arbeit darin besteht, Menschen wie mich beim Unterrichten, Essen oder Baden zu beobachten und abzulichten. M'Lop Tapang oder World Vision unterhalten einen regelrechten Fuhrpark. Die Zusammenarbeit ist keinesfalls auf unterbezahlte und korrupte lokale Polizisten beschränkt, sondern geht bis in Interpolkreise, Botschaften und ausländische Regierungen, wie man auf den gemeinsamen Postern immer wieder sehen kann. Doch ein ansässiger Polizist erklärte mir - auf meinen Einwurf, die Mitarbeiter der NGO seien offensichtlich unfähig und gar nicht in der Lage, jemanden unauffällig zu beschatten und überhaupt zu erkennen, von wem Gefahr ausginge -, dass sie tatsächlich nicht selten die Polizeiarbeit behinderten. Wäre das ganze ein Scherz von Kindern, man könnte einen Roman wie "Emil und die Detektive" daraus basteln. Doch das Netzwerk, von dem ich hier spreche, wirbt nicht nur Spenden auf der Grundlage von Fotos wie den oben Genannten ein (ein unbescholtener Westler erkannte sich in einer Ausstellung in Phnom Penh wieder), sondern kann bei Festnahmen und Anschuldigungen auch darauf hoffen - jenseits jeglichen Richterspruches -, dass sich Beschuldigte der ehrrührigen Vorwürfe durch hohe Bestechungsgelder entledigen (auch wenn diese zunächst korrupten Mitarbeitern von Polizei und Justiz zugute kämen).

 
   Rückblickend wurde damit auch klar, warum die Mitarbeiter gleich zweier NGOs sofort zur Stelle waren, nachdem ich in Poi Pet ein Taxi mit Slumbewohnern (Kindern und Eltern) vollgestopft hatte, um auf deren Vorschlag hin ein Kinderhospital in Siem Reap bei Angkor zu besuchen, mit dem mich seit Jahren etwas verbindet und das nicht nur kostenlos behandelt, sondern bei den Khmer auch einen guten Ruf hat (ich wurde freilich enttäuscht, weil man einem Jungen, der einen infolge eines Bruches seit Jahren steifen Arm hatte, auf den Besuch eines ausländischen Spezialisten neun Monate danach vertröstete und fast alle kranken Kinder das übliche Paracetamol und Amoxicillin bekamen, die ich ihnen in Poi Pet auch selbst aus der Apotheke hätte holen können). 
   Auch in Poi Pet sind etliche NGOs ansässig, auch dort war ich bereits einmal hartnäckig zu Fuß bei meinen Besuchen in den Slums verfolgt worden, vermutete damals jedoch einen geplanten Überfall zwecks Raub. Im besagten Netzwerk finden sich auch Hilfsoganisationen wie Friends International oder Save the Children, nicht selten stecken, wie im Falle World Visions, christliche Sekten dahinter, die - wie etwa die Zeugen Jehovas - auch Hausbesuche machen und bei vielen Armen ein offenes Gehör finden. In der Regel geht von den meist amerikanischen und koreanischen Kirchen auch der Wunsch nach einer Gehirnwäsche der angestammten Bevölkerung aus, wie er sich etwa in dem Aufreger des jungen Mannes am Strand über die Nacktheit eines Jungen manifestierte. Seine Clique war im Übrigen im gleichen Hotel abgestiegen wie ich, das als "child safe" (kindersicher) galt und bei den genannten NGOs als Treffpunkt beliebt ist. Dort konnte ich ein Gespräch dieser Clique belauschen, das mir noch einmal verdeutlichte, welches Interesse nach einem Einpflanzen westlicher Wertenormen in Südostasien jene Kinderschützer antreibt. Auch der Vater des von mir unterstützten Mädchens, eigentlich ein weiser Naturheiler, überraschte mich mit einigem Jesus-Gefloskel, das ihm ein Missionar angetragen hatte.
   Das Groteske an dieser Entwicklung ist, dass sich gerade die selbst ernannten Kinderschützer (die meist keine einschlägige Ausbildung besitzen) in das Profil der von ihnen paranoid Gejagten einfügen: Sie sammeln Fotos von Kindern (möglichst unbekleidet am Strand), sie stalkern und manipulieren (Kinder wie Erwachsene), sie agieren zwanghaft. Studiert man einige von ihnen etwas genauer, was ich als Gegenmaßnahme tat, so wird man den Eindruck nicht los, dass es gerade die NGOs sind, die Pädophile und Pädosexuelle anziehen. Eine bessere Tarnung kann man sich auch kaum vorstellen. Tatsächlich sind es die Einrichtungen der Hilfsorganisationen, in denen "grooming" am ehesten möglich ist - denn wer kontrolliert sie? Die genannten NGOs streben ein auffälliges "Monopol" über Kinder an. Dass jemand Bedürftigen Unterricht, Nahrung, Kleidung, ein Fahrrad oder Medizin bezahlt, soll offenbar nur ihnen vorbehalten sein. Dieses exklusive Vereinnahmen von Kindern ist mir verdächtig. Ich gehe deshalb davon aus, dass es nirgendwo so viel Missbrauch an Kindern gibt wie in den NGOs Kambodschas. Dabei werden noch ganz andere Geschäfte gemacht, so hatte ein Hintermann diverser NGOs offenbar Einfluss auf eine Änderung des Adoptionsgesetzes, das es Italien in einer seltenen Ausnahmestellung nun erlaubt, ein jährliches Kontingent von kambodschanischen Kindern zu adoptieren. Besagter Gründer betreibt auch in Italien eine NGO. 
   Bewusst verzichte ich auf Links zu den Webseiten der NGOs, aber auch zu Dokumenten ihrer Gegner, die man im Netz finden kann, da ich nicht weiß, wem ich damit letztlich zuspiele. In jedem Fall dürfte ein Großteil der Spender nicht damit einverstanden sein, dass ein beträchtlicher Prozentsatz der Gelder gar nicht den Kindern zugute kommt. Ich finde es grotesk, wenn die Deutsche Bank einen Lastwagen für M'Lop Tapang finanziert, auf dem die Kinder, irritierend ernst dreinschauend, wie auf einem Viehwagen nach Hause und in deren Zentrum gefahren werden. Die Mitarbeiter der NGO bekommen neben attraktiven Gehältern auch noch gelbe Mopeds gestellt.

Ich habe eine Weile überlegt, ob diese Ausführungen in den Asso-Blog passen, da ich den Bezug zum Buddhismus in meinen Beiträgen meistens geschafft habe. Also mag dieser Text dazu dienen, die Frage nach unserer Spendenfreudigkeit (dana) neu zu stellen. Selbst Philosophen wie Peter Singer, mit dem ich mich kürzlich hier auseinandersetzte, raten in geradezu naiver Manier zum Spenden an Hilfsorganisationen, ohne diese an sich kritisch zu hinterfragen (man lese z.B. über das NGO-Desaster in Haiti). Desweiteren akzeptiere ich den Zusammenhang von Ursache und Wirkung in meinem Leben: Wer sich, wie ich in meinem Blog, mit Kritik und Anregungen (etwa zum Sexualstrafrecht) weit vorwagt, darf mit solchen Erfahrungen rechnen. Im Zen werden sie zu einem neuen Koan, einer Aufgabe, der man sich stellt. Das Entwirren des Koan-Knotens könnte hier - äußerlich - in der strafrechtlichen Überprüfung und Auflösung solcher NGOs bestehen. Innerlich ist es eine Auseinandersetzung mit sexueller Verdrängung und - dies gilt zumindest für die Khmer - mit den psychischen Nachwirkungen des Genozids in der kambodschanischen Seele.


In Zukunft wird dieser Blog ein stärkeres Gewicht auf "das Leben in der Welt" legen und vor allem aus Südostasien berichten.

(oben: Plakat aus Nongkhai, thailändische Grenzstadt zu Laos; Mitte: Foto eines Wagens von M'Lop Tapang in Sihanoukville; unten: Aufkleber, der bei der Tourist Info der laotischen Hauptstadt Vientianne zu haben ist - gestalkert wurde auch dort, obwohl ich lediglich zu Visazwecken vor Ort war, ohne besonderen Kontakt zu Einheimischen, was die Vernetzung der Paranoiden noch einmal belegte; am Ende noch zwei Fotos vom dortigen Fuhrpark von World Vision)

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Erhebt Euch!


Dieser Sticker in der U-Bahn ("Skytrain") Bangkoks zeigt, wem man seinen Sitzplatz anbieten sollte. Berobte gelten als bedürftig ...

Mittwoch, 27. November 2013

Die Ekstase des Trunkenen ist die des Heiligen

"Ich möchte a priori konstatieren, dass Glaube eine Trance ist und dass alles, was dieser Trance nahekommt, am Glauben teilhat. (...) Das Stadium der Trance geschieht dem Menschen beinahe auf natürliche Weise, es braucht nur wenig, es auszulösen. Eine Lappalie, ein bisschen Alkohol im Blutkreislauf, eine niedrige Drogendosis, ein Übermass an Sauerstoff, Wut, Erschöpfung. Doch dieses Stadium ist nur insofern interessant, als es gelenkt werden kann. Es handelt sich um einen Verlust von Balance, ein Ungleichgewicht, das unbekannte Regionen des Geistes ins Spiel bringt. Tatsächlich gibt es keinen grundlegenden Unterschied zwischen einem Menschen, der vom Alkohol berauscht ist und einem Heiligen in Ekstase. Und doch besteht ein Unterschied in der Interpretation. Dem Augenblick der Verrücktheit geht eine Phase voran, in der das Bewusstsein des Betroffenen schwankt und einen gewaltigen zerebralen Stimulus erfährt. Dies ist die Phase, die eigentlich Ekstase erzeugt und ihr Bedeutung gibt. Ekstase selbst ist blind, ein Vakuum ohne Aufstieg oder Fall. Eine schlichte Ruhe. Also könnte man argumentieren, dass ein Heiliger niemals Gott kennen wird. Er nähert sich ihm und zieht sich dann von ihm zurück. Diese beiden Stufen existieren. Zwischen ihnen ist nichts. Leere, völlige Amnesie. Im Augenblick X der Ekstase sind Heiliger und Trunkener gleich, sie befinden sich am selben Punkt. Sie verweilen im selben leeren, erschreckenden Paradies."        

"Was ist ihre Religion?"
   "Ich habe keine Religion. Ich bin nicht gegen das Prinzip von Religion, weil es der einzige Weg ist, religiöse Gefühle zu organisieren. Doch ich glaube, in der Mehrheit der Fälle hat die religiöse Gesinnung Priorität vor der religösen Organisation. Ich halte den Geist des reinen, wahrhaftigen Aufstiegs zu Gott für wesentlich, während der Bund, also ein Regelwerk, das eine Religion wie den Katholizismus begründet, bloß bedingt ist. Meine Vorbehalte gegenüber verschiedenen Religionen - und ich meine das Christentum genauso wie den Buddhismus - bestehen darin, dass dieser Korpus von Ritualen das Individuum daran hindert, sich vollkommen zu entwickeln in einem ihm persönlichen Gott. Dieser Ritualkorpus erzeugt Verbote, die er als Ethik aufrichtet, wo es doch ganz offensichtlich ist, dass Gott sich jenseits aller ethischen Erwägungen befindet."
   "Ist Gott nicht gut?" 
   "Nein, recht ausgedrückt ist Gott nicht gut - er ist. Gut und böse sind armselige Worte, die sich auf einen Regelsatz anwenden lassen, der ein paar Details unseres praktischen Lebens regelt. Warum sollte Gott sich um unsere dürftigen Worte und Werte scheren? Nein, Gott ist nicht gut. Er ist mehr als das. Er ist die reichste, vollkommenste, mächtigste Form des Daseins. Er macht sogar die Abstraktion des Seins zu etwas Konkretem. (...) Gott ist Schöpfung, also ist er unauslöschlich, ein ungerichtetes Prinzip, das Leben selbst." 

(aus J.M.G. Clézio: Fever. Penguin 2008. Übersetzung von mir.)

Dienstag, 19. November 2013

Höchstlohn und Spendenfreudigkeit


 Abszess-Einschnitt in einer der Privatkliniken Poi Pets
 
Geben gilt in Weltreligionen als Tugend. Manche sehen den "Zehnten", also 10 Prozent des eigenen Einkommens, als angemessen an. Andere treiben es - zumindest scheinbar - noch weiter, so etwa Millardäre wie Warren Buffett und Bill Gates, die sich in einer seltsamen Aktion namens "The Giving Pledge" verpflichteten, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für "gute Zwecke" auszugeben. Es bleibt ihnen allerdings freigestellt, ob sie dies schon zu ihren Lebzeiten tun wollen. 
   Als ich kürzlich ein Probe-Exemplar der amerikanischen FORBES-Ausgabe bekam, fanden sich darin die 400 reichsten Milliardäre der USA. Bei genauerem Hinschauen hatte Warren Buffett im letzten Jahr mit seinem Hedge Fund offenbar gut 12 Milliarden USD eingespielt und 20 gespendet. Besitzen tut er offensichtlich noch das Dreifache. Ich amüsierte mich tagelang fürstlich über die Details und Anekdoten, die FORBES rund um die reichen Erben oder Selfmade-Milliardäre zu berichten hatte. Eine Pointe ist etwa, dass ich selbst mit meinem winzigen Börsendepot 10 Prozent mehr Gewinn machte als Buffett (allerdings habe ich darin nur die paar Tausend Euro investiert, die ich nach meiner Rückkehr aus dem Ausland für ein neues Zimmer inclusive Kaution und bescheidener Einrichtung brauche).
 
 

Eine ihr Baby stillende Mutter versucht in einem durchs Hochwasser entstandenen Mülltümpel einen Fisch zu angeln
 
Die Vorstellung, dass jemand meint, er müsse Milliardär bleiben, wenn er sich auf einen Pfad der Gebefreudigkeit begibt, erscheint mir absurd. Warum sollte so einer nicht völlig schmerzfrei 60 Milliarden hergeben und als Noch-Millionär für den Rest des Lebens "ausgesorgt" haben? Die genannte Spendenaktion, die sich auf die wissenschaftliche Erkenntnis berufen kann, dass es effektiver ist, Gutes zu tun und darüber zu reden (statt "die rechte Hand nicht wissen zu lassen, was die linke tut", also den Deckmantel der Bescheidenheit darüber zu legen), erweist sich als Marketingstrategie mit dem Beigeschmack der Abbitte. Ein Software-Guru, der sein Informationsmonopol, seine Kunden, nicht hinreichend vor der NSA schützt, Börsenspekulanten, die Währungen in den Keller treiben, damit es ihnen selbst gut geht (ich habe selbst nach einer solchen Aktion von Soros mal den billigsten Urlaub in Thailand verbracht und mir die Klagen der Landbevölkerung angehört, der Ärmeren, die unter den Gewinnsucht vieler Milliardäre zu leiden haben) ... Wer Milliarden besitzen muss, weiß zumindest nicht, was Spenden (dana) im buddhistischen Sinn bedeutet und wie weit es zu gehen hat. Natürlich gilt das auch für weniger bemittelte Buddhisten, die mehrheitlich nach meiner Erkenntnis nicht mal einen Organspendeausweis besitzen. Es gibt immer was, das man hergeben kann.

Nun mache ich mir mal obiges Motto zu eigen und erzähle, was ich mit meinem schmalen Geldbeutel, ohne dass ich mich einschränken musste (und während mir meine Auslands-Krankenversicherung noch knapp 1000 Euro für eine Behandlung schuldet) in den letzten zwölf Monaten bei meinen Aufenthalten in Südostasien dahingab. Geiz macht eben nicht geil, und ich kann versichern, dass an allen Orten, wo ich war, die Armen weder von Gates noch von Buffet gehört hatten. 

- Junge, der sich auf der Straße herumtrieb (Vater im Knast, Mutter in einer löchrigen Hütte auf unbewohntem Grund untergekommen und in Teilzeit arbeitend) 4 faule Zähne ziehen lassen (20 USD, laut Zahnarzt normalerweise doppelt so teuer)
- Ultraschalluntersuchung des aufgeblähten Bauches o.g. Mutter (6,5 USD) und teilweise Abszessbeseitigung in ihrem Gesicht (wg. Ängsten oder Bescheidenheit, aufgrund der zu erwartenden Gesamtkosten, von ihr abgebrochen), plus Antibiotikagabe (10 USD)
- Mädchen 2 Std. Englischunterricht pro Werktag bezahlt (incl. einer Mahlzeit täglich, Uniform und Lernmaterial 260 USD/Jahr), Vater ist Leergutsammler und Naturheiler
- demselben ein gebrauchtes jap. Fahrrad gekauft (60 USD), u.a. weil der Schulweg zu Fuß hin und zurück gut eine Stunde dauerte
- anderem Mädchen einen Computerkurs (30 USD) und Baumaterialen (Wellblech, Nägel) zur Neudeckung ihrer regennassen Unterkunft besorgt (60 USD)
- einer Halbwaisen in einem Dorf 2 Silberohrringe geschenkt (statt sie der Neffin mit nach Deutschland zu nehmen), als mir ihr Familiendilemma klar wurde (Schmuck wird gern als Sicherheit verwendet, statt Geld auf die Bank zu tun)
- zwei Taxis mit kranken Kindern und Angehörigen vollgestopft (man weiß erst, wie viele Menschen in ein Taxi passen, wenn man in Kambodscha war) und in ein zweieinhalb Stunden entferntes, aus dem Ausland gesponsertes Kinderhospital gebracht, weil sich auch die Einheimischen dort eine bessere Behandlung versprachen als an ihrem Heimatort (doch dazu bald mehr)
- bei jedem der zahlreichen Visaruns auf kambodschanischer Seite die bettelnden Kinder und teils auch Erwachsene zum Essen eingeladen, weitere Abszesse beseitigen, Krankheiten wie Durchfall und Bronchitis behandeln und einen Schneidezahn ersetzen lassen
- Stofftiere, Spielzeug und Snacks aus Thailand mitgebracht und ebenda verteilt
usw.

Die obigen Details werden noch von Interesse sein. Ich nehme sie als Einleitung, um in Kürze einen Bericht über meine Erfahrungen mit Hilfsorganisationen in Kambodscha folgen zu lassen, der mich zum Schluss brachte, keinen einzigen Cent mehr zu spenden, von dem ich nicht selbst direkt sehe, wo er hingeht. Natürlich kann nicht jeder in ein bedürftiges Land reisen, und prinzipiell ist auch dann die Frage, wieso man den dort in der Regel herrschenden Korrupten ihre Arbeit und Verantwortung abnehmen soll. Die Arbeit von Hilfsorganisationen erscheint mir inzwischen jedoch als oft zu ineffektiv. Im Grunde zwingt man ein Land erst dann in grundlegende Veränderungen, wenn man es zur Selbsthilfe drängt, statt es von eigener Güte abhängig zu machen.
 
 
 Hochwasser im Grenzort Poi Pet (das Wasser fließt nach Angaben der Khmer vor allem von thailändischer Seite ein)

Interessiert habe ich auch die Diskussion in der Schweiz (1:12 Initiative) zur Kenntnis genommen, die darauf abzielt, das Gehalt von Managern und dergleichen auf das Zwölffache des Durchschnittslohnes im Unternehmen zu deckeln. Über die Gehaltsvorstellungen mancher Entscheider habe ich mir Gedanken gemacht. Was sollte einer verdienen, der einen 16-Stunden-Tag hat? Zunächt das Doppelte von einem, der nur halb so viel arbeitet. Was einer, der Verantwortung trägt (wie ein Arzt)? Nun gut, das Dreifache. Was einer, der dafür besonders lange ausgebildet wurde? Schön, das Vierfache. Und was einer, der an exponierter Stelle besonderen Gesundheitsrisiken (Ansteckung, Entführung, Anschlägen) ausgesetzt  ist oder der sich z.B. durch besondere Originalität (wie Künstler, Sportler) hervortut? Das Fünffache. Warum sollte der Manager eines Unternehmens, dessen Fliessbandmonteure 3.000 Euro mit nach Hause nehmen, mehr als 15.000 Euro verdienen? Warum der Chirurg, der einem Klempner einen Bypass legt, mehr als das Fünffache dessen, der ihm die Armaturen im Bad in Ordnung bringt?
 

Einwohner aus den Armenvierteln Poi Pets haben sich unter einem Marktdach versammelt, weil ihre Hütten unter Wasser stehen. Der Muskulöse im Vordergrund schiebt beruflich einen Sackkarren mit Lasten über die Grenze, manchmal auch einfach Touristengepäck. Zwei seiner kleinen Kinder litten zu dieser Zeit unter hartnäckigem Durchfall und Fieber. Im Hintergrund eine Familie, die, als ich sie ein paar Monate vorher mit einem Besuch überraschte, gerade eine Ratte vor ihrer Hütte gegrillt hatte, als Abendessen.