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Warum es viele sechste Patriarchen gab

Beschäftigen wir uns nun mit einigen Aspekten des chinesischen Chan, die die frühe Übertragungshagiographie und den etwas künstlichen Streit um plötzliche oder allmähliche Erleuchtung kennzeichnen. Ich fand einen alten Aufsatz von Hu Shih (1891-1962), einem chinesischen Philosophen und Diplomaten, der zeitweise Präsident der Peking Universität war und sich besonders für die Verwendung von Umgangssprache in der Literatur einsetzte. In “Is Chan (Zen) beyond our understanding?” ( Philosophy East and West , Vol. 3, No 1, 1953) geht es ihm zum einen darum, im Gegensatz zu D. T. Suzuki aufzuzeigen, dass Zen durchaus gewissen Logiken folgt. Zum anderen gelingt es Hu Shih, uns die Bedeutung von Shen-hsiu zu verdeutlichen, der im Alter von über neunzig Jahren von der Kaiserin Wu in die Hauptstadt Changan eingeladen wurde. Er hatte bis dahin ein zurückgezogenes Leben in den Wutang-Bergen verbracht und wurde nun im Jahre 701 buchstäblich an den Hof getragen, wo man ihn bis zu seinem Tod im Ja...