Bei der Vorbereitung unseres neuen Buchs mit Sawaki-Sprüchen sagte uns ein Soto-Mönch, man sollte sie eigentlich nur noch mit Kommentaren publizieren. Im Folgenden deshalb ein paar Beispiele aus Zen ni kike („Frag das Zen“, hg. von Kushiya Shusoku, Daihorinkaku 1986/2015; eigene Formulierung, vgl.: „An Dich“, Übersetzung: Muho Nölke, Angkor Verlag 2017) mit Hinweisen zur kritischen Reflektion. I. Zen-Phrasen „Selbst ein Nichtsnutz erkennt: ‚Alles ist eins‘, wenn er zu seiner wahren Natur erwacht.“ „ Wenn du den Dingen auf den Grund gehst, verschwindet die Grenze zwischen dir und dem Universum.“ Die Alleinheit, das Einssein mit dem Universum: Eine seltsame Vorstellung, wo wir doch den größten Teil davon nicht einmal kennen. Sind wir etwa auch mit dem Vakuum und der Strahlung eins? Warum wird immer wieder auf solche Bilder zurückgegriffen, statt konkret greifbare Analogien zu finden? II. Mangelnde Erfahrung „Alle reden von Liebeshochzeiten, aber ist das nicht Sen...
Aus aktuellem Anlass: GuiDos YouTube-Kanal Angkor Verlag Shi Heng Yi-Kritik Thich Nhat Hanh-Kritik +++++++++++++++++++++++ Hier ein Nachschlag zu den Beiträgen über die "Rei-Bande" , all dienigen, die sich in der Linie Oi Saidans zu Unrecht als "Roshi" bezeichnen und weitere "Nachfolger" ernannt haben. Die Genannten Hatlapa, Nolting etc. wurden von Oi Saidan hier als "Sensei" betitelt , also: Lehrer. Im Rinzai-Zen ist "shiho" als Dharma-Übertragung nicht dasselbe wie im Soto-Zen, es berechtigt lediglich zur Lehrtätigkeit - so wird man also zum "sensei". Das eigentliche Dharma-Erbe wird einerseits durch "inka shomei" bestätigt. Doch ohne dass man zum "Shike" wird, wird man auch nicht mit dem Ehrentitel "Roshi" bezeichnet. Man wäre dann im japanischen Muttertempel als Dharma-Nachfolger der Linie bekannt und verzeichnet. Für die Genannten gilt das offenkundig nicht. " Wenn ein Zen-Mönch sein ...