Jun Tsuji (1884-1944) war nach der englischen Wikipedia Dadaist, Nihilist, Feminist und noch so einiges andere. Sein Leben war karg, sein Denken wurde u.a. von Tolstoi, Wilde, Voltaire und vom deutschen Philosophen Max Stirner beeinflusst. Nach dem epikureischen Ideal der "Unerschütterlichkeit" oder Sorglosigkeit (Ataraxie) lebte er als Vagabund auf Wanderschaft und schrieb darüber. In seinem Stück "Tod eines Epikureers" muss der Protagonist sich der fließenden Natur der Dinge (Panta Rhei) stellen, die der Autor in Beziehung zu Stirners "kreativem Nichts" setzt - da die Substanzlosigkeit der Dinge das Potential für Kreativität und Wandel enthalte. Tsuji verfiel zunehmend dem Alkohol, und doch ist es kein Wunder, dass er sich auch dem Buddhismus über Shinran und den Jôdo Shinshû-Klassiker "Tannishô" näherte, der Dialoge enthält, die dessen Schüler Yuien mit Shinran führte. Fortan gab Tsuji das Schreiben auf und zog als Shakuhachi spielender ...
Kommentare eines Zen-Rüpels