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Posts mit dem Label "Lars Gustafsson" werden angezeigt.

Die Gegenwart beeinflusst die Vergangenheit

 "In dieser Erzählung ist es, wie ihr hört, ein alter Mann, der spricht. Das bereitet mir fünfzig Jahre danach ein wenig Unbehagen. Sicher kann das Gegenwärtige das Vergangene verursachen und verändern! Nur die, welche nicht verstanden haben, dass das ganze Universum im Grunde genommen auf einmal gegenwärtig ist, glauben, dass Ursachen nur in die eine Richtung gehen. Wie oft habe ich nicht gesehen, dass Ereignisse, beispielsweise am Ende der achtziger Jahre, Dinge zutiefst beeinflusst haben, die mir in den fünfziger Jahren zugestoßen sind." [Lars Gustafsson: Frau Sorgedahls schöne weiße Arme (Frankfurt 2011); Foto: Suz (Wikipedia)]

Zeit und Uhr

Seit einiger Zeit trage ich keine Armbanduhr mehr. Manchmal, wenn ich Termine habe, nehme ich das Handy mit, das dann auch als Uhr dient. Heute las ich: "Uhren machen keinen Unterschied. Es sind nicht die Uhren, nicht die kleinen spitzen Geräusche der Unruhe, die tickt und tickt und auch nicht die Jahrhunderte nicht der Tod, der kommt, was immer wir tun. Zeit ist Anwesenheit. Der Tennisball von gestern ist unwiderruflich fort, man kann ihn nicht mehr zurückschlagen. Es gibt einzig und allein ein Jetzt und dieses Jetzt wird niemals enden." [Lars Gustafsson: Jahrhunderte und Minuten. Gedichte. (Frankfurt 2009)]