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Posts mit dem Label "Thailand" werden angezeigt.

Das Corona-Testament

 [Dieser Text ist jetzt knapp ein Jahr alt. Ich könnte ihn heute nicht mehr so schreiben. Im Nachhinein finde ich das witzig.]                                                              Weihnachten 2019 kehrte ich aus Thailand, wo ich die meiste Zeit des Jahres lebe, für sechs Wochen nach Deutschland zurück. Wie üblich wohnte ich in dieser Zeit bei meiner Mutter, und wie üblich wurde ich kurz nach meiner Ankunft krank. In den Jahren davor hatten mich ein hartnäckiger Husten sowie eine fast eintägige Unfähigkeit zu pinkeln lahmgelegt und in mir den Verdacht aufkommen lassen, dass Flugzeuge zu den größten Bakterien- und Virenschleudern überhaupt gehören mussten. Dann gab es da noch die...

Der Zen-Freier im Übungsfeld Prostitution

"... rät Nagarjuna dem König, Prostituierte arbeiten zu lassen, um jene zufrieden zu stellen, die nach Befriedigung ihrer sexuellen Lust suchen. (...) Diesen Rat untermauert Nagarjuna mit Hinweis auf den Buddha selbst, der in einem früheren Leben einmal achtzigtausend Prostituierte in sein Land lud. (...) Lasst alle, die danach streben,  mit schönen, wohl geschmückten Frauen zusammen sein, und Ihr werdet die Gabe erlangen, die gute Lehre besser zu behalten.   Einst sorgte der Überwinder für die Befriedigung aller Bedürfnisse und ließ achtzigtausend Mädchen holen, die über alle Vorzüge verfügten." [Jeffrey Hopkins: Nagarjunas Juwelenkette. München 2006]  *** Um bei künftigen Diskussionen auf einen grundlegenden Beitrag verweisen zu können, führe ich nun meine Gedanken zur Ethik im Umgang mit Prostitution aus. In Foren begegnet man in der Regel nur anonymisierten Vorwürfen, die sich bestimmter Sprechblasen und Klischees bedienen und für mich nur noch „postfeministisch“...

Noch mehr Bilder aus Thailand - und wie ein Bauernsohn der Covidiotie etwas abgewinnt

Was Bilder so alles anrichten können ... Vergangenheit und Gegenwart. 27.000 Tote bei der letzten bedeutenden Grippewelle in Deutschland. Covid-Tote bisher bei knapp 10.000. Wer ist momentan schwer erkrankt und muss deswegen im künstlichen Koma beatmet werden im Krankenhaus? Wie viele sterben noch daran? Eine Untersuchung von Blutproben aus dem letzten Jahr zeigte, dass ca. 80 % gegen das neue Corona-Virus aktiv wurden - unsere Killerzellen (Lymphozyten) können damit also offensichtlich überwiegend fertig werden. Es ist unverkennbar, wie groß die Angst der Menschen weltweit vor dem Sterben ist und zu welchen Fehlern das führt. Ich habe eine gute Zeit. Dieser Wahnsinn nutzt mir. Es ist ruhig in meiner Gegend, es sind kaum Touristen da. Die von den Supermärkten langfristig eingeplanten Lebens-und Genussmittel  blieben in den Regalen, nähern sich nun dem Verfallsdatum und werden billig verkauft (wie gerade die leckere weiße Lindt -Schokolade). Als die Buchläden geschlossen waren...

Zur Urlaubszeit: Bilder aus Thailand und eine alte Träumerei

*** In der letzten Zeit habe ich einige der zweiwöchentlichen Beiträge dieses Blogs mit Texten gefüllt, die ich in diesem Jahr (erfolglos) an Wettbewerbe schickte. Damit sprenge ich zwar manchmal den seit zehn Jahren hier eingehaltenen Rahmen des buddhistischen Bezugs, will aber auch darauf verweisen, dass ein Zen-Leben sich nicht (nur) um traditionelle Zen-Inhalte und Erklärungsversuche drehen muss. Meine Erfahrung ist, dass ein Leben im Zen-Geist die Kreativität anregt. Vor vielen Jahren habe ich bei USable mitgemacht und wurde auch mit einem Preis bedacht und zu einem wunderschönen Wochenende eingeladen, das fantastisch inspirierte Frauen für die Körber-Stiftung perfekt organisierten. Diese Tage waren nicht nur voller Erlebnisse, Diskussionen und kulinarischer Genüsse, sondern boten wohl auch einige Gelegenheiten für Liebschaften (die ich allesamt verpasste). Weil das so toll war, habe ich mich im Folgejahr nochmal unter einem Pseudonym beteiligt u...

Wie Buddhisten und Nicht-Buddhisten auf den Corona-Virus reagieren

Die Verlockung ist groß. Schnell ein Buch zu Corona schreiben (wie es gerade ein offenbar verwirrter Möchtegern-Meister aus Berlin tat) oder ein paar mal das Thema im eigenen Blog aufgreifen (wie ich oder, noch häufiger, Brad Warner). Dabei gibt es für einen Zennie aber keinesfalls nur eine Vorgehensweise, nämlich das Ganze aus dem Blickwinkel des Buddhismus oder gar 800 Jahre alter Texte von Dôgen zu betrachten, der von solchen Epidemien weniger verstanden haben wird als ein unterdurchschnittich Gebildeter im Jahr 2020. Was ich bei Brad Warner lese, klingt zwar überwiegend vernünftig, aber es läuft auf das hinaus, was ich vor allem im Westen über die Medien und durch persönliche Kontakte beobachten konnte - unnötige Panik und Obrigkeitsglaube (bei Warner führt das dazu, dass er sich trotz siebenwöchiger Beinaheklausur nach eigenen Angaben fünfzehn Mal am Tag die Hände wäscht - er hat also vielleicht Dôgen einigermaßen begriffen, aber nicht, worum es gerade geht).   ...