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Wie Bill Gates sein Geld verschwendet:
"Lucky Iron Fish"

Vor ein paar Wochen verdeutlichte ich noch einmal meine Einstellung zur Spendenwilligkeit an Organisationen. Ich habe hier im Blog auch schon behauptet, dass selbst Menschen wie ich, die nicht viel verdienen oder besitzen, einen ebenso großen Effekt im Leben von Armen erzielen können wie die reichsten Menschen dieser Welt. Damit wollte ich ermuntern, einen eigenen Beitrag zu leisten, aber möglichst im persönlichen Kontakt zu denen, die Hilfe brauchen, ohne Mittelsmänner und gern auch mit dem Wunsch verbunden, die Beschenkten mögen eine Gegenleistung bringen, die ihnen ihre Würde belässt oder zurückgibt.     Nun habe ich ein konkretes Beispiel gefunden, wie die Bill Gates Stiftung offenbar mit ihren Geldern umgeht. Zum "Lucky Iron Fish"  habe ich ein bisschen recherchiert, nachdem ich einen in Cannes ausgezeichneten Promo-Clip für dieses Projekt gesehen hatte. Siehe da, ein Dr. Charles hat also (offenbar noch als Student) bei einem Kambodscha-Besuch die schöne Idee...

Effektiver Altruismus - und
Kôdô Sawaki über Spendenfreudigkeit

" Wenn wir das Universum nicht mit einem Blick erfassen, weinen und lachen wir. Ist unsere Sicht umfassend, dann gibt es weder Anziehung noch Ablehnung: Die Dinge sind, wie sie sind, das ist alles. Dies ist nur dies, das ist nur das. Und doch können wir nicht begreifen, dass Sozialarbeit, deren Zweck es ist, Gutes zu tun, den Begünstigten vielleicht nicht glücklich macht. Tatsächlich vergrößern wir die Demütigung eines Armen, indem wir ihm Geld geben, und lassen ihn unbefriedigter als zuvor zurück. Ich sage immer, dass man bei den Armen betteln gehen sollte. Der Bedürftige denkt sich dann: „Die können mich immer noch um etwas bitten“, und sogleich entdeckt er seine Würde als Mensch wieder. Darum bettelte Shâkyamuni unter den Elendsten der Elenden um Almosen. Wenn jemand gibt, dann ist er nicht arm. Der Beweis ist, dass ein Reicher es ablehnt, Almosen zu empfangen, da es sein wichtigstes Attribut verletzen würde, seinen finanziellen Status, ohne den er nicht mehr existieren kann. ...

Haiti und MTV

Ich bin nicht mehr so leicht für Spendenaktionen zu haben, auf die ich nicht selbst ein gutes Auge werfen kann. Und ich kann mir gut vorstellen, wie schnell Haiti wieder vergessen wird. Als ich in Kambodscha mal mit einer Ärztin sprach, wie sie mit den dortigen Zuständen klarkäme, sagte sie mir, es gäbe Schlimmeres, und auf meine Frage: wo?, kam die Antwort: Haiti. Vielleicht haben die überlebenden Haitianer nun noch etwas von der ganzen Aufmerksamkeit und Spendenbereitschaft der Welt. Selbst in Ruanda soll man gesammelt haben für das - wie ich eben hörte - "first free black country of the world". Die US-Sendung, die ich gerade auf MTV live verfolge, wird heute abend (Samstag) um 21.00 Uhr auf dem gleichen Kanal wiederholt. Ein sagenhaftes Livekonzert. Allein dafür könnte man schon bereit sein, Geld zu geben. Und ganz im Unterschied zu dem unsäglichen Gefasel von Gottschalk, der nichtsdestotrotz wohl ein Garant für Quoten und Kohle im ZDF ist, haben die Amerikaner ein ga...