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Posts mit dem Label "Gampopa" werden angezeigt.

Wenn Gelehrte zu Unsinn keine entsprechende Position finden

Vor vielen Jahren habe ich mal freiwillig ein paar Lektionen für das Berzin-Archiv transkribiert. Das heißt, es wurde mir bald so langweilig dabei, dass ich sie an Praktikantinnen delegierte - schließlich hatte ich ein Versprechen gegeben, dies und das zu erledigen. Das Problem bestand darin, dass die Vorträge zu kopflastig waren, es ihnen m. E. zuweilen auch an Struktur fehlte. Nun wurde ich in einem Forum jedoch auf einen Beitrag hingewiesen, der zwar gut verständlich ist, aber inhaltlich so fragwürdig, dass ich im Nachhinein meine Mitarbeit an dem Archiv bedaure. Es geht um einen historischen Aufriss der Sexualethik , vornehmlich im tibetischen Buddhismus. Das eine Problem, der Irrtum von Leuten wie Gampopa u.a., ist nicht weiter verwunderlich. Das andere jedoch, die Position von Berzin zu den Texten, die entweder erschreckend ist (wie sich in seiner Rhetorik zeigt) oder aber weitgehend fehlt, ist ein echtes Manko. Denn wenn man auf diese Art alte Texte wiedergibt, ohne sie zu krit...

Sind Tiere erleuchtet? (Teil 2)

Gampopa wird dieser Satz zugeschrieben: „Tiere sind einer vorherrschenden und weitreichenden Verwirrung unterworfen.“ Hätte Gampopa nicht in den Bergen, sondern auf Phuket gelebt, dann wäre ihm nicht entgangen, dass es genau umgekehrt sein kann: Als der Tsunami kam, suchten Tiere instinktiv Anhöhen auf, während tumbe Menschen den Fluten entgegengafften. Wikipedia.org geht im Eintrag „Animals in Buddhism“ noch weiter. Ich übersetze zusammenfassend: Von Tieren glaubte man, sie seien durch ihren Geisteszustand vom Menschen getrennt, ihre Welt wurde auf Pali „Tiracchānayoni“ genannt. Unter ihren zahlreichen Leiden wird z.B. aufgeführt, dass sie von anderen Tieren angegriffen und gefressen würden und in ständiger Furcht vor ihnen leben müssten. Abgesehen davon, dass auch Menschen in Kriegszeiten in ständiger Furcht leben, muss ich gerade an den Elefanten, Nilpferde und Nashörner denken. Die erwachsenen Tiere haben kaum noch natürliche Feinde, die Jungtiere vielleicht so viele wie Mensch...