Kalachakra wird u.a. mit "Rad der Zeit" übersetzt. So nannte auch Werner Herzog seinen Film aus dem Jahre 2003, der zunächst das gleichnamige Ritual in Bodhgaya zeigen sollte, das der Dalai Lama damals aber wegen Krankheit absagen musste. Kurz danach fand es in Graz statt. Werner Herzog drehte dort auf Initiative von Anhängern des DL und mit dessen Einverständnis. Schließlich sah man nicht viel mehr als das Erstreuen und Verwischen eines Sandmandalas, der Rest blieb nebulös. Herzog enthielt sich eines kritischen Kommentars, auch wenn manche Bilder für sich sprachen. Beim Verteilen von geweihten Gerstenkügelchen und anderen Fressalien beispielsweise gab es ein Gerangel und Gedrängel wie unter Hungernden in Haiti, absolut kein Benimm. Die Gläubigen schnappten sich auch Grashalme, weil sie glaubten, darin könnten ihre Träume "gespeichert" werden. Ein Buddhist aus der Mongolei in tibetischer Robe ließ ein paar Vögel frei, weil sie, um Buddha werden zu können, frei sein ...
Kommentare eines Zen-Rüpels