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Posts mit dem Label "Ugra" werden angezeigt.

Ugrapariprcchâ: Der Bodhisattva-Weg (III) -
Bettler

Heute kommen wir zu den schönsten Stellen des Ugra-Sutras. Zunächst die guten Taten des Bodhisattva:    "Unbewegt von Gewinn oder Verlust, Ruhm oder Schande, Lob oder Tadel, Glück oder Leiden*, transzendiert er weltliche Dinge. Er wird nicht arrogant, wenn er Reichtum anhäuft, noch entmutigt, wenn es ihm an Gewinn, Ruhm oder Lob mangelt. Er erfreut sich nicht an falschem Benehmen; da sein Geist nicht darin weilt, beobachtet er nur sein Entstehen. Er tut, was er versprochen hat. (...) Er erwartet keine Belohung für seinen Dienst an anderen und ist dankbar für das, was andere für ihn tun. Er verteilt Reichtum an Arme und beruhigt die Furchtsamen. (...)    Er betrachtet jede Freude an den Objekten der Begierde als unbeständig. Um seinen Körper sorgt er sich nicht, sieht sein Leben als Tautropfen an und seinen Reichtum wie eine Luftspiegelung. (...)    Er denkt daran, die Substanz aus seinem unsubstantiellen Körper zu extrahieren, aus seinem unsubstantiellem Le...

Ugrapariprcchâ: Der Bodhisattva-Weg (II) -
Alkohol

Ein weiteres Kuriosum - und einigen anderen Sutren widersprechend* - sind die Ausführungen zum Alkoholausschank im Ugra-Sutra:    "Dann, wenn der Gedanke, den ganzen Besitz wegzugeben, in ihn dringt, denkt er bei sich selbst: 'Ich sollte denen Essen geben, die hungrig sind, und denen zu trinken, die durstig sind', und er schenkt sogar Alkohol an andere aus. Dabei reflektiert er folgendermaßen: 'Nun ist die Zeit, das Geben zu vervollkommnen. Die Zeit ist gekommen, anderen zu geben, wonach immer sie verlangen. Darum sollte ich so handeln: Nachdem ich auf diese Weise Alkohol an verschiedene Menschen ausgeschenkt habe, sollte ich Achtsamkeit und Bewusstheit in denen erzeugen, die in ihrem Verhalten verlässlich sind.' Und warum dies? All ihre Bedürfnisse zu befriedigen heißt, die Handlung des Gebens eines Bodhisattvas zu vervollkommnen. Darum, oh herausragender Haushälter, wird der Laienbodhisattva, selbst wenn er Alkohol ausgibt, nicht von den Tathâgatas eines Verstoße...

Ugrapariprcchâ: Der Bodhisattva-Weg (I) -
Frauen

Lasst uns mal ein bisschen in der "Befragung des Ugra(datta)" lesen. Jan Nattier (übrigens die Frau von John McRae, dem Experten für chinesisches Zen), hat ein sehr lesenswertes Buch inclusive Übersetzung des Ugrapariprcchâ geschrieben, mit einem wahninnig ausführlichen Apparat, den man aber nicht unbedingt braucht, um sich über so manche Textstelle nicht schlecht zu wundern: A Few Good Men (Honolulu 2003). Das Sutra, das hier verhandelt wird, liegt mal wieder nicht vollständig im Sanskrit vor, dafür aber in drei chinesischen Übersetzungen (u.a. von Dharmaraksha alias Chu Fa-hu), einer tibetischen und  indischsprachigen Auszügen in Shântidevas Shikshâmuccaya . Das Sutra wird von Nattier als Bodhisattva-, nicht als Mahayana-Sutra eingestuft, weil es sich nicht explizit vom Hinayana abgrenzt, nicht die "Leere" erörtert, keine Verehrung himmlischer Buddhas und Bodhisattvas kennt (ein schöner Zug, statt Bodhisattvas um Hilfe zu bitten, wird hier auf Selbstverantwortun...