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Posts mit dem Label "Strategie" werden angezeigt.

Miyamoto Musashi: Der sechste Ring (Auszug)

  Schwertweg der fünf Stände Gohô no Tachimichi Die Kampfstrategie (heihô) ist der Weg. Die Prinzipien, die für das Kreuzen der Schwerter mit dem Feind gelten, sind auch auf die gesamte Armee anwendbar. Über den Sieg entscheidet nicht der Kampf gegen den Feind, in dessen Angesicht man blickt. Der Sieger steht schon vor Beginn des Kampfes fest. Ohne Abweichung muss der Weg der Kampfstrategie stets befolgt werden, doch darf man den Strategien auch nicht blind ergeben sein. Selbst Geheimnisse können nicht verborgen werden. Durchzuhalten wird viele Dinge offenbaren. In einem schwierigen Kampf warte, bis die rechte Zeit kommt. Man kann die Glocke nur schlagen, wenn man tief im Tempelinneren ist. Seit alters gibt es viele Dutzend Traditionen in Japan, die ihre eigenen Methoden der Schwertkampfkunst lehrten. Was sie für ihren Weg halten, besteht jedoch aus rohen Taktiken, die sich auf brutale Gewalt verlassen, oder sie bevorzugen umgekehrt Sanftheit und konzentrieren sich auf...

Zum Abschied des Unbuddhisten: Transzendenz
... am Beispiel "Lucky Strike"

Der letzte Beitrag des "Unbuddhisten" klingt, als habe er fertig. Kann ich gut verstehen. Im Hinblick auf das, was er kritisierte, ist das Meiste gesagt und die Hoffnung auf Besserung bei den Religiösen gering. Da geht es mir wie ihm. Was meine Kritik im Wesentlichen von der des Unbuddhisten unterscheidet, ist meine Einstellung zur "Transzendenz". Ich habe bei ihm (gelegentlich zu seinem Missfallen) und hier ein paar Mal versucht, aufzuzeigen, welchen sinnvollen und interessanten Aspekt der Buddhismus in diesem Bereich haben könnte. Heute tue ich es, gewissermaßen auch aus Respekt vor dem Anliegen des Unbuddhisten, mit einer Geschichte, die ich im Blog wohl noch nie erzählt habe. In den Jahren 1999 und 2000 hatte ich ein paar einschneidende Erlebnisse. Seltsam kamen mir, erst recht durch die Häufung, ein paar "Zufälle" vor, die mich drei Mal fast das Leben gekostet hätten. In zwei Fällen hätte mich beinahe ein Auto überfahren (ich rettete mich in beid...

Kiye Jilue: Ein Gespräch über die Kunst der Strategie (III)

   Der Gast fragte: „Warum habt Ihr Euer Heerlager dann nicht mit dem Schild ausgestattet?“   Die Antwort lautete: „Wie könnte sich jemand nur auf den Schild verlassen? Der Langstock des Yu-Klans bezwingt den Schild. Wenn dieser Langstock wechselweise mit Yin- und Yang-Kraft eingesetzt wird, verliert der Schild seine Kraft und kann besiegt werden.“    Der Gast fragte: „Warum habt Ihr dann nicht euer gesamtes Heerlager mit Langstöcken ausgestattet?“    Die Antwort lautete: „Wie könnte man sich allein darauf verlassen? Der Speer des Yang-Klans besiegt den Langstock. Da letztlich alle Stöcke kurz sind und der Speer lange, gewinnt der lange Speer stets gegen den kurzen Stock.“    Der Gast fragte: „Warum habt Ihr dann nicht euer gesamtes Heerlager mit dem Speer des Yang-Klans ausgestattet?“    Die Antwort lautete: „Der gerade Speer schlägt die mehrspitzige Bambuslanze und den Dreispitz-Speer. Laut der Fünf-Soldaten-Strategie (Ohbyun...

Kiye Jilue: Ein Gespräch über die Kunst der Strategie (II)

   Ich fragte: Ist das, was man kleines (Somun, 소문 ) und großes Tor (Daemun, 대문 ) nennt, links und rechts oder vorn und hinten?    Hu antwortete: Das große Tor ist vorn und das kleine Tor hinten. Vorn ist links und hinten ist rechts.    Ich erkundigte mich weiter: Was ist die "Hand des Yin-Yang" (Umyangsu, 음양수 )?    Hu antwortete: Eine Waffe wird mit den Händen geführt. Sie nach unten zu halten heißt Yin (kor. um ), sie nach oben zu halten heißt Yang. Mit Yang fordert man heraus, mit Yin zerstört und tötet man. So ist es mit allem.    Darüber wollte ich mehr wissen, und Hu fuhr fort: Wegen des Krieges sind all meine Soldaten besorgt, weil sie um die Sicherheit Koreas fürchten und nicht wissen, wann sie in ihre Heimat zurückkehren können. Darum habe ich dir nur eine ungefähre Antwort gegeben, ohne sie tiefer zu bedenken. Selbst die Cho- und die Je-Dynastie versagen, wenn sich im Land kein Talent findet, und sie erblühen, wenn solches Tale...

Kiye Jilue: Ein Gespräch über die Kunst der Strategie (I)

Ich, Han Kyo, fragte Hu Yu-kyuk: "Kann man zum Besonderen der Strategiekunst mittels einer Frage vordringen?"    Hu Yu-kyuk erwiderte: "Techniken sind von einfacher Art, doch das Prinzip ist tiefgründig. Offiziere und Generäle müssen die Tiefgründigkeit der Hand- (Subup, 수법), Fuß- (Jokbup, 족법) und Körpertechniken (Shinbup, 신법) erlernen, dann können sie die Vorzüge dieser Kunst verstehen. Das Prinzip zu meistern benötigt Zeit. Nur darüber zu reden ist nicht von Nutzen. Obwohl es sich nicht um etwas Geheimes handelt, ist es doch nur schwer in Worte zu fassen."    Ich erkundigte mich weiter nach dem Besonderen dieser Kunst, konnte jedoch Hus Antwort nicht recht erfassen, da sie sehr komplex war. Als ich nach der Einfachheit fragte, sagte er: "Einfachheit bedeutet zunächst Mut, dann Kraft, dann Kampfgeist und schließlich Geschwindigkeit."    Ich fragte weiter: "Die Zeichnungen des Chuk Kye-kwang zeigen vierundzwanzig Stellungen. Keine von diesen ist überf...