D o gens nach dem Vinaya ordinierter Meiste r Ju-ching, der zudem den Satz der 48 B odhisattva-Gelübde pflegte, dürfte kaum einem Mann wie D o gen das Dharma-Erbe übertragen h aben, wenn dieser nicht in China seine Ordination im Vinaya nachgeholt hätte. Tatsächlich hat auch schon Eisai, den D o gen ja ausdrücklich lobt und unter dessen Schüler Myozen er studierte, den Vinaya vollumfänglich eingefordert. Dogen hat sich also nicht nur von Ju-ching, sondern auch vom Tendai-Buddhismus und Eisai gleich mehrfach distanziert: 1) Dogen lehrte Ejo, die wesentliche Lehre ( shû , chin. tsung) des Zen sei die Sitzmeditation. Er sagte sogar, es sei falsch, das Wesentliche des Zen einzig im Befolgen der Regeln zu suchen. Dogen gab an, frühere Schüler Eisais in ihrem wörtlichen Verständnis der Gebote korrigiert zu haben. 2) Dogen betonte wiederholt, dass alle drei Aspekte der buddhistischen Lehre (Gebote/Regeln, Meditation, Weisheit) gleichzeitig im Akt der Zenmeditation verwirkli...
Kommentare eines Zen-Rüpels