Natürlich gibt es gerade Wichtigeres. Ich habe mit einigen Menschen in Japan Kontakt gehabt, zeitweise war es per email leichter als per Telefon. In Tokio zählte eine Bekannte am Freitag 27 Nachbeben. Ein Übersetzer aus Kobe, der mir mal sehr geholfen hat und durch den ich regelmäßig von seiner Tochter gezeichnete Neujahrskarten bekomme, in die sie sein Aussehen einarbeitet (siehe unten), meinte: "Wir sind verschont geblieben, es kann uns doch auch nicht zweimal treffen, nicht wahr?" [Kobe war 1995 von einem starken Beben erschüttert worden, bei dem über 6.000 Menschen starben und mehr als 300.000 obdachlos wurden.] Als ich von den "atomic plants" sprach, machte ich eine interessante Entdeckung - er nannte sie nur "electric plants" (Stromanlagen). Die Sensibilität der Japaner bei diesem Thema ist verständlich. Dennoch ließ er sich zu einer sarkastischen Bemerkung hinreißen, als ich fragte, warum denn, bei all der Erdbeben- und Tsunami-Gefahr, die Anlagen...
Kommentare eines Zen-Rüpels