In dem Shin-buddhistischen Klassiker Naturalness von Kenryo Kanamatsu (Bloomington 2002) fand ich folgende interessante Passagen:
"Prajna oder Nicht-Denken oder Gedanken-losigkeit unterscheidet nicht, sondern ist jenseits des selbstzentrierten Bewusstseins (vijnana), das die endlosen Verflochtenheiten von Unterscheidungen erzeugt. Als grundlegendes reines Fühlen umfasst prajna das gewöhnliche, sachliche, objektunterscheidende, zeitgebende Bewusstsein. Die gesamte buddhistische Lehre dreht sich um diese zentrale Idee des reinen Fühlens oder des Nicht-Denkens oder der Gedanken-losigkeit und zeigt damit, dass keine spirituelle Wahrheit durch Reflexion oder Demonstration erfasst werden kann. (...)
In diesem reinen Fühlen, das sich normalerweise als Glaube an den Wert des Lebens manifestiert und in ekstatischer Form als Intuition des Undenkbaren Zeitlosen Daseins - und nicht in Gedanken, die sich auf spekulative Weise zusammensetzen -, kommt das Bewusstsein dem Ziel der Metaphysik am nächsten: Letztgültiger Wirklichkeit (...) Es ist im reinen Fühlen, wo man sich des Guten bewusst ist bzw. eines Universums als einem Ort, an dem zu sein gut ist."
Der Titel dieses Werkes, Naturalness (Jinen), beschreibt, was Shinran* als die Befreiung des Selbst lehrte, bei der die Eigenkraft (jiriki) mit der "anderen" Kraft (tariki), die nicht in einem selbst liegt, verschmilzt. Dies entspricht der Aufgabe eines Eigenwillens (hakarai) an einen Ewigen Willen. So soll der Glaube an Amida verstanden werden (der sich u.a. auf das Sukhavat-vyuha-Sutra stützt, in dem Shakyamuni dem Shariputra das Reine Land und die wundervollen Tugenden Amidas darlegt).
In diesem Prozess gibt es keine Stufen, sondern eine plötzliche Übertragung (parinamana/eko), die einem Sprung (ocho) gleichkommt.
Das Karma ist zugleich Karma wie aber auch Nicht-Karma (akarma). Durch die Identifizierung mit den Grenzen des Karmas entsteht Freiheit - so wie erst eine gespannte, festgesetzte Harfensaite die Freiheit der Musik ermöglicht -, indem also der Mensch erkennt, dass er bereits Karma ist. Die Welt mit ihren Leiden, Verfehlungen und Dualismen wird eins mit der spirituellen Welt. So entsteht auf dieser Erde das Reine Land Amidas.
[*1173-1263, Begründer des Laienbuddhismus und der Jôdo-shinshû in Japan]
Von der Devise "Tue Gutes und sprich darüber" halte ich eigentlich nicht viel. In Kambodscha, wo ich kürzlich weilte, einem Land, das die höchste Dichte an NGOs (Hilfsorganisationen) in der Welt aufweisen soll, bekam ich erschreckend vor Augen geführt, wie sich Hilfswillige in ihre Weltsicht hineinsteigern können. Nicht zuletzt deshalb haben Psychologen den Begriff "Helfersyndrom" kreiert und damit eine schon pathologische Form des Helfenwollens umschrieben. Ich gehe wohl in den nächsten Tagen noch auf einen konkreten Fall ein.
Dennoch möchte ich eine kleine Weihnachtsgeschichte nachreichen, weil sie zu diesem schlichten Abschnitt aus dem "Sutra der 42 Kapitel" passt. Abschnitt 6 lautet nämlich: "Der Buddha sprach: 'Wenn ein Böser dich Gutes tun sieht und dafür übel beschimpft, solltest du dies geduldig ertragen und nicht wütend auf ihn werden, da der Böse sich selbst beschimpft, indem er es bei dir versucht.'"
Als ich meine bettelnden Straßenbekannten, die zwischen den Jahren in Pattaya in der Nähe des größten Kaufhauses Südostasiens (Central) auf dem Bordstein hockten, mit in die Spielzeugabteilung nahm, um sie für einen zuvor festgelegten Betrag etwas aussuchen zu lassen, staunte nicht nur die Mutter zunächst nicht schlecht über die Preise für Originalware. Mir fiel z.B. ein kleiner Snoopy auf, weil meine Schwester drauf steht, der nichts weiter machte, als - batteriebetrieben - mit dem Kopf zu nicken, während ihn Woodstock (der gelbe Specht aus den Peanuts) dabei anschaute. Das Teil sollte über 20 Euro kosten ...
Den Kindern gingen natürlich die Augen über, am Ende reichte es aber gerade mal für ein paar Kleinigkeiten und die Mutter versuchte sie zu überzeugen, es sei doch besser, mit dem Geld einen DVD-Player zu kaufen, dann könnten sie in ihrer Absteige, wo sich ein kleiner Fernseher befand, in der Nacht Filme sehen (die man wiederum recht billig an der Straße bekommt). Den Player hatte ich aber auch noch übrig, der stand in meinem Zimmer. Als wir dann wieder an der Straße hockten, kam ein Westler vorbei, sah die Geschenke der Kleinen und meinte (übersetzt): "Die Frau hat doch einen Mann, der sie zum Betteln schickt, der gibt man doch nix." Meine Bekannte konnte sein Englisch nicht verstehen, also versuchte ich es radebrechend zu übersetzen. Solche Momente können einen dann an das Obige erinnern.
Die Diskussion, ob die rechte Moral aus dem Erwachen erfolgt oder die Einhaltung der Regeln (sila) eine Voraussetzung fürs Erwachen ist, möchte ich hier nicht führen. Ein kleiner, aber feiner Unterschied in den Versionen des Mahaparinirvanasutras deutet jedoch an, wie sich die Bedeutung der Regeln verschieben lässt. In der Fassung von Faxian (Taishō 376, 12 Nr. 853-899) heißt es:
"Man sollte den Verhaltenskodex aufrechterhalten, ohne zwischen leichten und schweren Vergehen zu unterscheiden, um des buddha-dhâtu ('Buddha-Natur') wilen. Würde jemand behaupten, die neun Kategorien von Schriften sagten nicht, dass alle Wesen buddha-dhâtu haben, ... dann würde er diese Schriften schlechtmachen."
In der Fassung von Dharmakshema (Taishō 374, 12 Nr. 365c-603c) heißt es freilich:
"Wenn jemand den Verhaltenskodex nicht aufrechterhält, wie wird er dann buddha-dhâtu verwirklichen? Auch wenn alle Wesen buddha-dhâtu haben, ist es notwendig, zunächst den Verhaltenskodex aufrecht zu erhalten, um später den buddha-dhâtu zu erlangen. Als Folge davon wird man die höchste Erleuchtung erlangen."
Mit einer leichten Bedeutungsverschiebung wird in der zweiten Version, wenn auch zunächst durch eine (rhetorische) Frage eingeleitet, eine Art Stufenweg nahegelegt. Hier sollte man m. E. besonders skeptisch sein.
"Like I said, I'm working on a whole book to explain why I think it makes sense to use the word "God" in the context of contemporary Buddhism." (Brad Warner in seinem Hardcore Zen-Blog)
Der Schwachsinn nimmt kein Ende. Und wenn du denkst, dir gehen die Ideen für deinen Blog aus, dann kommt's mal wieder knüppeldick. Auf Anregung einer Bekannten habe ich mich nun auch mit Agganyani beschäftigt, die zehn Jahre lang Geschäftsführerin der DBU war. Und mit ihrem burmesischen Lehrer Nandamala, der von der dortigen Militärregierung einst den Ehrentitel "Agga Maha Pandit Ganthavaca" erhielt und auch im Ausland auftritt.
Die Zeitschrift "New Light of Myanmar" ist von der burmesischen Regierung initiiert. Auf S. 9 dieser Ausgabe findet sich ein Stelldichein von Agganyanis Lehrer mit den Führern dieses Regimes.
Offiziell heißen die Vertreter der Mönche, die mit dem Regime kooperieren bzw. von diesem eingesetzt wurden, "Sangha Council", Sangha Maha Nayaka. Ihre Aufgabe ist u.a., die penible Einhaltung des Vinaya zu überwachen - natürlich, weil dies gleichgesetzt wird mit jeder Unterdrückung revolutionärer Regung. Nandamala gehört dazu. Er ist auch Rektor der von der Regierung gesponserten Universität, die Ausländer ausbildet. Diese Sangha Council wird recht schweigsam, wenn die Regierung Mönche töten lässt, so im Jahre 2007. Was in solchen Fällen mindestens vonnöten wäre, könnt Ihr gerade im Blog "Shaolin Reflection" nachlesen: das Umdrehen der Bettelschalen als Zeichen des Protestes und der Nicht-Zusammenarbeit (patam nikkujjana kamma).
Wie inhaftierte Mönche auf diese Sangha Council reagieren, zeigt das Beispiel des Mönches, der nach der kürzlichen Amnestie nun in seiner Gefängniskleidung herumläuft statt in Robe.
Agganyanis Lehrer ist also offenbar ein Kollaborateur. Zum Umgang von Mönchen mit dem Militär finden sich klare Anweisungen in den Regeln des Vinaya, etwa: "49. Und es mag irgend einen Grund für diesen Mönch geben, um zur Armee zu gehen (zu Besuch). Zwei drei Nächte können von diesem Mönch bei der Armee verbracht werden." Eine längerfristige Kooperation ist also nicht vorgesehen.
Ein ganz anderes Thema ist dann noch, inwiefern der Regierung nahe stehende Mönche versuchen, auch im Ausland ihre Landsleute zu kontrollieren. Ich hatte diesbezüglich ja schon Hinweise auf die Methoden der vietnamesischen Regierung erhalten, die ihre eigenen (scheinbaren) Regimegegner installiert, um mit diesen dann wiederum Landsleute im Westen zu führen (sozusagen ein alter Geheimdiensttrick). Möglicherweise ist das auch der Grund, warum mir jemand von Agganyani das Zitat übermittelte, die gegenwärtige burmesische Regierung würde den Buddhismus schützen, weswegen man nicht dauernd gegen diese wettern solle. Im buddhistischen Kloster Freising jedenfalls, wo Agganyani verkehrt und weitere "Gesandte" ihres Lehrers Nandamala sitzen, wurden auch schon Vertreter der Botschaften Myanmars und Chinas gesichtet.
Agganyani selbst könnt ihr in längeren Filmchen der Pagode Phat Hue sehen, wenn Ihr googelt.
Ich habe mich köstlich amüsiert, aber an dieser Diskussion im Forum der DBU nicht beteiligt. Der User "karmahain" macht sich hier stark für Eckhart Tolle und seine Hauptlehre, im Hier und Jetzt und damit leidensfrei zu sein. Nachem er, diesen zitierend, den Buddhisten auch ihre Konzepte vorhält, bekommt er prompt ein paar japanische Zen-Begriffe um die Ohren geschlagen! Insbesondere die Zen-Buddhisten wehren sich vehement gegen jemanden, der so ganz ohne Zazen zu den wesentlichen Erkenntnissen vorgedrungen sein will, oder sagen wir: insbesondere die Dôgen-Adepten. Dabei sollten sie sich freuen, dass da jemand den Weg fort von Ole Nydahl fand und nicht rettungslos verloren war.
Natürlich ist Skepsis angebracht, wenn einer, der eigentlich Ulrich heißt, sich Eckart nennt (hätte er sich mal ein Beispiel an mir genommen - dann wäre er jetzt treffenderweise U.L. Rich). Und wenn man mal die ebenfalls beim gemeinen Volk recht populären Bücher eines Paulo Coelho gelesen hat, dann weiß man auch gleich, wann einer in den Weisheiten der Welt wildert und geschickt nur mit Wasser kocht. Doch inwiefern ist tatsächlich etwas anderes nötig als das von Tolle behauptete eigene Erwachen und konzeptfreie Verwurzeltsein im Hier und Jetzt?
Schon im Palikanon lesen wir, dass ganze Massen allein vom Hören bestimmter Buddhaworte erwachten. In der Zentradition setzt sich dieser Eindruck in der - wenn auch teils paradoxen - Koan-Überlieferung fort, in einem Klassiker wie dem Denkôroku wird eine ganze Chronologie von Meistern auf den Buddha zurückgeführt, indem man ihre Erleuchtungserlebnisse überwiegend in Dialogszenen einbindet. Wenn im Palikanon von dyana die Rede ist, dann ist Versenkung gemeint, ohne den Zusatz "sitzen". Und keineswegs wird "Übung" gleichgesetzt mit Meditation oder Zazen. All diese Argumente können also auch an einem Buddhisten abprallen, wenn er - ja, wenn er ein wenig belesen ist und nicht nur "sitzt".
Dann wird auch noch behauptet, es sei ein Missverständnis, dass "Praxis" (also hier: Übung = sitzen) etwas bringen müsse, ohne dass man sich klar macht, dass auch dies typischer Dôgen-Schulduktus ist - man vergleiche nur mal die "Ziele des Zen" von Yasutani Rôshi, selbst ein Dôgen-Fan: Konzentration (jôriki), Satori-Erwachen (kenshô-godô) und Verwirklichung im Alltag (mujôdô-no taigen). Danach wird natürlich darauf hingewiesen, dass man Gelesenes empirisch zu überprüfen habe. Wollen wir mal wetten, wer da mehr Nieten zieht, der fette Palikanon oder die wenigen zitierten Kernaussagen Tolles?
Wenn man diesen einen Thread liest, weiß man, wie leicht die Zen-Adepten zu entlarven sind. All ihre Praxis für die Katz. Die schlichten, zitierten Weisheiten eines cleveren Geschäftsmannes würden das Herz des 6. Patriarchen mehr erfreuen als all die reflexhafte Wehrhaftigkeit der Zennies, die diesen auch noch bestätigt. Und ganz nebenbei watscht "karmahain" sogar den Ole Nydahl ab, indem er dessen Rat zitiert, man solle keine anderen (als seine) Bücher lesen.
Desweiteren dieser Satz der Userin Kokoro: "Was bei Tolle in seinen Gruppen passiert, das ist eine Form der Gehirnwäsche - die Gruppe sitzt in Stille 10 bis 20 min - dann hört oder sieht sie 1 1/2 Stunden Tolle und dann sitzt sie nochmals 10 oder 20 min. Diskutiert soll nicht werden, da dass den Verstand und das Ego stimulieren würde." Ist das nicht urkomisch? Da ersetze man mal einfach Tolle mit Zenleher XY, und schon ist man auf einem Sesshin.
Falls jemand im Forum bemerkt, was das für eine Perle ist, und sie löscht und unter den Teppich kehrt (was bei der DBU ja Alltag ist, so wie offenbar gerade einem Geschädigten von Dr. Sex geraten wurde, nicht vor Gericht zu gehen) - ich hab das alles kopiert. Ein Glanzstück!
"Bis Du es eben erkannt hast und dann macht es auch keinen unterschied mehr ob Du eine Wand anstarrst oder das Klo putzt." (karmahain) Selbst da wurde ihm noch widersprochen. Ich verneige mich vor Dir, karmahain!
Denkt nun einer tatsächlich, ich sei ein Tolle-Fan? Weit gefehlt. Hier findet Ihr schnell, woran auch er scheitert und als Wohlfühlprediger entlarvt wird. Es ist seine Idee des "Schmerzkörpers", die "Summe biografischen Leidens", die sich auflöse, wenn man die Identifikation damit beende. Wir jedoch sind in diesem Moment genau das, was wir - biografisch, leidend wie nicht-leidend - geworden sind, selbst wenn wir dieses Karma abschneiden. Denn geformt wurden wir auch von Dingen, auf die wir keinen Einfluss hatten und die nicht unserem individuellen Karma unterliegen. Die Nicht-Identifikation damit beendet nicht die ganz inviduelle Geschichte. Und der eigentliche Schmerzkörper ist genau das, was auch mit dem Dharma nicht überwunden wird - der Körper ist es, der dem Geist seine Grenzen setzt. Hier, ganz am Anfang der buddhistischen Lehre, beim falschen Nachplappern der Vier Edlen Wahrheiten, wird auch von den Plagiatoren Buddhas der entscheidende Fehler gemacht. Sie glauben, alles hinter sich lassen zu können, statt es anzunehmen als das, was es ist.
Bei Minute 1:25 in folgendem Filmchen, wenn seine Augen zur Seite wandern und sein Blinzeln zunimmt, könnt ihr erkennen, wo seine eigenen Zweifel liegen. Zuvor sprach er von Erkenntnissen der Psychologen, dass 98-99 % unserer Gedanken sich wiederholend (repetitive) wären, um dann zu behaupten, eine Menge unseres Denkens sei negativ. Was aber bedeutet "negativ", was "positiv"? Sieht der gelernte Forscher Tolle unsere Gedanken etwa als Ionen an? Hier scheint Tolle doch eher über sich zu sprechen. Mein Denken ist klar, und wäre das meiner Mitmenschen nicht überwiegend "positiv" (im Tolleschen Sinne), dann würden wir es gar nicht miteinander aushalten. Im Erwachen werden wir jedoch über solche Wertungen hinausgehen. Ohne dieses Darüberhinausgehen gibt es auch keine Befreiung im Hier und Jetzt.
Ich habe gerade einen auch im Zen gelegentlich zitierten Text übersetzt, das "Sutra der 42 Kapitel" 四十二章經(hier zum Downloaden). Darin finde ich folgende Abschnitte besonders interessant:
Der Buddha sprach: „Meine Lehre besteht darin, den Gedanken zu denken, der undenkbar ist, die Tat zu tun, die nicht getan werden kann, die Sprache zu sprechen, die nicht ausgedrückt werden kann und mich in der Disziplin zu üben, die jenseits der Disziplin ist. Wer dies versteht, ist nah, wer davon verwirrt wird, ist fern.“
Der Buddha sprach: „Der hauslose Cramana schneidet seine Leidenschaften ab, befreit sich vom Anhaften, versteht die Quelle seines eigenen Geistes, durchdringt die tiefgründigste Lehre Buddhas und begreift den Dharma, der immateriell ist. Er trägt kein Vorurteil in seinem Herzen und sehnt sich nach nichts. Er wird nicht vom Gedanken an den Weg behindert, noch ist er in Karma verstrickt. Kein Vorurteil, kein Zwang, keine Disziplin, keine Erleuchtung, kein Aufsteigen auf dem Stufenweg, und doch im Besitz aller Ehren – dies wird der Weg genannt.“
(Keine Disziplin, keine Erleuchtung, kein Stufenweg - schon früh wusste man um die Gefahr von Konzepten und einem Korsett von Regeln.)
Es ist besser, einen Pratyekabuddha zu speisen als eine Milliarde Arhats. Es ist besser, einen der Buddhas zu speisen, ob aus Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft, als zehn Milliarden Pratyekabuddhas. Es ist besser, jemanden zu speisen, der jenseits von Wissen, Einseitigkeit, Disziplin und Erwachen steht, als hundert Milliarden Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
(Lasst uns noch über das Buddasein hinausgehen!)
„Selbst wenn einer den üblen Schöpfungen entkommt, ist es noch ein seltenes Glück, als Mensch geboren zu werden. Ein noch selteneres Glück ist es dann, als Mann und nicht als Frau geboren zu werden. Für den Mann ist es ein noch selteneres Glück, in allen sechs Sinnen vollkommen zu sein. Für den in allen sechs Sinnen Vollkommenen – im mittleren Königreich geboren zu werden. Für den im mitt-leren Königreich Geborenen – in der Zeit eines Buddha geboren zu werden. Für den in der Zeit eines Buddha Geborenen – den Erleuchteten zu treffen. Für den, der den Erleuchteten trifft – das Herz zum Glauben erweckt zu bekommen. Für den zum Glauben Erweckten – das Herz zur Einsicht erweckt zu bekommen. Für den zur Einsicht Erweckten – einen spirituellen Zustand zu verwirklichen, der jenseits von Disziplin und Erlangen ist.“
(Hier schließt sich zwar der Kreis zu obigen Bemerkungen - etwas enttäuschen mag jedoch, dass Mannsein als etwas Glückhafteres denn Frausein bezeichnet wird ...)