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Posts mit dem Label "Alkohol" werden angezeigt.

Ugrapariprcchâ: Der Bodhisattva-Weg (II) -
Alkohol

Ein weiteres Kuriosum - und einigen anderen Sutren widersprechend* - sind die Ausführungen zum Alkoholausschank im Ugra-Sutra:    "Dann, wenn der Gedanke, den ganzen Besitz wegzugeben, in ihn dringt, denkt er bei sich selbst: 'Ich sollte denen Essen geben, die hungrig sind, und denen zu trinken, die durstig sind', und er schenkt sogar Alkohol an andere aus. Dabei reflektiert er folgendermaßen: 'Nun ist die Zeit, das Geben zu vervollkommnen. Die Zeit ist gekommen, anderen zu geben, wonach immer sie verlangen. Darum sollte ich so handeln: Nachdem ich auf diese Weise Alkohol an verschiedene Menschen ausgeschenkt habe, sollte ich Achtsamkeit und Bewusstheit in denen erzeugen, die in ihrem Verhalten verlässlich sind.' Und warum dies? All ihre Bedürfnisse zu befriedigen heißt, die Handlung des Gebens eines Bodhisattvas zu vervollkommnen. Darum, oh herausragender Haushälter, wird der Laienbodhisattva, selbst wenn er Alkohol ausgibt, nicht von den Tathâgatas eines Verstoße...

Alkohol und Weisheit

Sich durch Alkohol zu berauschen ist verpönt im Buddhismus. Die Übersetzungen des entsprechenden Gebotes, der betreffenden Regel, weichen voneinander ab. Zuweilen werden auch andere Drogen damit umfasst, und die Interpretation des Gebotes wird angewandt auf alle Suchtmittel, auch Zigaretten.    Viele von uns werden jedoch den Verdacht nicht los, dass es neben all dem Leiden, dass der Alkoholiker sich und seinen Nächsten einbrockt, auch einen Zusammenhang zwischen den im Rausch gewonnenen Einsichten und einer gewissen Kreativität geben könnte. Ich glaube, so kann man es sagen, ohne jemanden zum Säufer zu machen. Denn in einer Hinsicht dürften wir alle zustimmen, dass dies möglich ist: im Hinblick auf den Liebes-Rausch.    Raymond Carvers erste Frau berichtet im folgenden Film freilich von "kreativen Pausen" ihres Mannes, wenn der Suff im Vordergrund stand. (Die Fortsetzung des Filmes findet man auf youtube.)     Wer Carvers Leidens- und Schriftstellerk...

Wie Ikkyu einen Knaben raubte ...

No-bushi: Ich bin im Grunde auch gar nicht wegen Eurem Geld gekommen. Euren Kopf will ich. (Er ergreift das Langschwert.) (In diesem Augenblick schlägt der Tempeldiener die Augen auf. Er verkriecht sich, außer sich vor Schrecken, unter die Decken.) Ikkyū: Meinen Kopf wollt' Ihr? Könnt Ihr denn irgendetwas mit solch einem Kopf anfangen? No-bushi: Ja, Euren Kopf. Euch leben lassen hieße das ruhig belassen, was das ganze Reich immer weiter in Verderb und Verwirrung bringt. Ikkyū: Wieso? No-bushi: Ehrwürdig Edler werden als der lebende Buddha verehrt. Doch indes Ihr solchen Rang einnehmt, trinkt Ihr Wein, eßt Fleisch, habt Knaben-Umgang, gebt Falsches vor, laßt Euch in Straßenraub ein, dichtet Verse und Bilder der Unzucht; laß ich einen Priester Buddhas wie Ihr am Leben, so drehen sich mir ja die Eingeweide im Leib herum. Ikkyū: Es stimmt, was Ihr sagt. Gleichwohl: wenn ich es für gut erachte Wein zu trinken, so trinke ich Wein; wenn ich es für gut erachte Fleisch zu essen, so...