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Posts mit dem Label "Poesie" werden angezeigt.

Ein paar interessante Zitate aus der Zen-Literatur und von Victor Coleman

Heute schummle ich, weil ich wieder keine Zeit für mehr als dies habe (Literaturwettbewerbe drängen). Beim Aussortieren meiner Bücher in Pattaya beschloss ich, ein größeres Paket nach Antaiji zu schicken, vorher aber noch ein paar markierte Stellen in einem Youtube-Clip zu besprechen. Den stelle ich unten ein, und für diejenigen, die noch oder zudem den Blog verfolgen, ein paar Zitate von einem kanadischen Dichter. Vor ein paar Jahren habe ich mich etwas ausgiebiger in der kanadischen Literatur umgesehen, in der Hoffnung, interessante Titel für meinen Verlag zu finden, die anlässlich des Gastlandauftrittes 2020 gefördert worden wären. So etwas hatte ich ja schon einmal 2015 im Falle Indonesiens getan. Zu meiner Überraschung drängte sich fast kein von mir gelesenes kanadisches Werk auf, und die Übersetzungsförderung sollte auch nur 50 %, nicht 100 % wie im Falle Indonesiens, betragen, bei unsicheren Verkaufszahlen. Dann fiel die Buchmesse aus, und Kanada wird sich erst 2021 präsentieren...

Meister Bo: Weil es Zen macht!

In diesem Buch werden zuerst die üblichen buddhistischen Dogmen (Vier Edle Wahrheiten, Achtfacher Pfad, Sitzemeditation usw.) als unzulänglich vom Tisch gewischt. Im Hauptteil erläutern Bezüge zum Alltagsleben die Bedeutung alter und poetischer Zen-Weisheiten aus dem Zenrin kushû , die traditionell als Antworten auf Kôan gelten. Leser/innen werden angeregt, ihr eigenes Leben unmittelbar und ohne rituelle Umwege von Zen bereichern zu lassen.   Meister Bo: Weil es Zen macht! Glücklich leben ohne Buddhismus. 116 Seiten. Taschenbuch. 10 €. ISBN: 9783753499505. Bestellen + Leseprobe   [Der folgende Text wurde von mir nicht ins Buch aufgenommen, ist also nicht lektoriert; er verwendet vergleichsweise viele Redewendungen aus dem Zenrin kushû . Seine Botschaft ist heikel und bedarf sicher der Diskussion. Sie verbindet die Philosophie des Zen mit derjenigen der Kampfkunst. Der passende Spruch für diese im Nachhinein berichtete Geschichte eines „Versagens“ könnte lauten: „Den Bo...

Der Zen-Dadaist Shinkichi Takahashi (1901-1987)

Die Schlange durchquerte den blauen Strom. Du hast ihre abgestreifte Haut gesehen – ist es deine eigene? Der Tiger im weißen Bambus, seine harten Augen – lerne von ihm: Den Tod zu sehen heißt, einen anderen zu sehen, niemals sich selbst. Takahashi Shinkichi (1901-1987) gilt als erster dadaistischer Dichter Japans, sein späteres Werk war vom Zen beeinflusst. Er begann 1932 in Tokio bei Meister Shizan Ashikaga zu üben und erhielt 1951 von diesem inka, Im selben Jahr heiratete er und hatte später zwei Töchter. Englische Übersetzungen seiner Gedichte finden sich z.B. bei Lucien Stryk, Takashi Ikemoto: Triumph of the Sparrow (Grove Press 2000) und online von Adam Halbur. Die Pfeife Als ich schlief war alles vorbei, alles. Meine Augen, weiß zerquetscht, flossen in die Morgendämmerung davon. Da war ein Geräusch, das sich, wie alles, ausbreitete und verschwand. Es gibt nichts, was es wert wäre, gesehen oder gehört zu werden. Als ich aufwa...

Ryôkan: Ich spiele auf dem Buddha-Weg

Ryôkan! Schön, dass du wie ein Narr bist,  denn dann ist dein Weg unermesslich.  Frei und leicht den Dingen ihren Lauf lassen –   wer könnte das begreifen?  Darum vermache ich dir diesen Stab aus wilder Glyzinie.  Wann immer du ihn gegen eine Wand lehnst,  möge er dir den Frieden eines Mittagsschlummers bringen . [ Bestätigung durch Meister Tainin Kokusen (1722–1791)]                                                                     Dinge, die mich stören: Zu viel reden Zu schnell reden Laute Rede Rohe Rede, wenn andere schon schlafen Selbstgespräche Überflüssige Bemerkung...