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Posts mit dem Label "Konfuzianismus" werden angezeigt.

Eine Verbindung von Konfuzianismus und Zen

In seinem neuen Band mit Übersetzungen aus dem japanischen Konfuzianismus, Geisteswelt der Edo-Zeit , stellt Dr. Julian Braun einige Autoren vor, die sich auch mit dem Buddhismus auseinandersetzten, mal ablehnend, mal wohlwollend. Hayashi Razan etwa lernte bei Fujiwara Seika (1561-1619), der sich - vom Buddhismus enttäuscht - den Lehren des Konfuzius zugewandt hatte. Razan und seine Erben gelten als verantwortlich für die neokonfuzianische Doktrin des Tokugawa-Shogunats.     Auch Yamazaki Ansai kam vom Buddhismus und berief sich - wie Razan - vor allem auf die Lehren des chinesischen Neokonfuzianers Zhu Xi (1130-1200). Ansai verband sie mit dem Shintoismus zu Suika Shintô . Der Rônin Arai Hakuseki wurde zu einem einflussreichen Berater des Shoguns Ienobu, besonders in Wirtschafts- und Verfassungsangelegenheiten. Itô Togai hingegen übernahm von seinem Vater Itô Jinsai, der noch als Einsiedler den Buddhismus und Taoismus studiert hatte, die Kogigakku -Schule und die ...

Yamazaki Ansai:
Shintoismus und Buddhismus

"Yamazaki Ansai (1618-1682) ist in den Darstellungen zur japanischen Philosophie und Geistesgeschichte v.a. als Begründer des Suika-Shintô bekannt; eine der großen Shintô-Strömungen der Tokugawa-Zeit (neben dem Yoshida-Shintô, dem Watarai-Shintô, dem Fukko-Shintô und dem Sannô Ichijitsu Shintô). Während dieser Zeit wandten sich die Shintô-Denker vom Buddhismus ab und den konfuzianischen Lehren zu; daneben prosperierten natürlich auch die konfuzianischen Strömungen (Shushigaku, Yômeigaku, Kogaku, Shingaku, Mitogaku, Setchugaku, Kokugaku)."     Es folgt ein Auszug aus seinem Text „Vermeidung der Irrlehren“ (Byaku´i), wie die Einleitung mit freundlicher Genehmigung von Dr. Julian Braun. „Die konfuzianischen und die buddhistischen Lehren ähneln sich in vielen Punkten. Aber selbst wenn sich die Übereinstimmungen wie z.B. bei zwei sich äußerlich gleichenden Menschen nicht auf die Erscheinung beschränken, sondern sich sogar auf ihr Bestreben und Gemüt erstrecken, so sind die be...

Konfuzianische Kritik am Zen

   Da bemerkte einer: "Das war noch nicht alles, was jener Gelehrte gegen Euch erhoben hatte. Er erzählte außerdem von einem Zen-Mönch. Dieser sagte, dass er seit nunmehr fünfzehn Jahren danach trachte, die Selbst-Natur zu schauen (見性), und dazu Sitzmeditation praktiziere; doch bis heute sei es ihm noch nicht gelungen.* Wenn man es aber erreiche, dann müsse man vor Freude wohl in die Luft springen. Wenn jetzt aber jemand kommt und erzählt, das Herz sei leicht zu verstehen, dann müsse dieser jemand wohl ein Blender sein. Das aber ist es doch, was Ihr behauptet. Ihr sagt, dass keine besonderen Anstrengungen nötig sind; es reiche, dem natürlichen Lauf der Dinge zu folgen. Auf diese Weise versammelt ihr Tag für Tag mehr Menschen um euch, die nun ihre Zeit verschwenden. Auch sagt ihr, dass ihr die Gründe (d.i. Ursachen und Wirkungen) sehen könnt. Doch sagte dieser Zen-Mönch, dass es ihm selbst nach fünfzehn Jahren noch nicht gelungen sei, das Wesen zu schauen. Wie kann jemand wie I...

Ist der Mensch gut?

"Das bisher Gesagte stellt die Kenntnis der menschlichen Natur an erste Stelle. Wenn man die Natur erkannt hat, ist es leicht, auch entsprechend zu handeln. Auch Menzius hat gesagt, dass man um die Menschen zu leiten, ihnen zuerst die Kenntnis der menschlichen Natur lehren soll. So heißt es gleich am Anfang: 'Die menschliche Natur ist gut.'* Dies ist etwas, was Menzius entdeckt und offengelegt hat, und was von den früheren Weisen noch nicht verkündet worden war. Durch die Erkenntnis kommt man schnell zum Handeln. Wenn man sich zuerst aufs Handeln konzentriert, dann kommt man spät zur Erkenntnis. Darum ist das Erkennen der menschlichen Natur vorrangig." * Die Lehre des Menzius von der „guten Natur des Menschen“ (性 善 説) setzte sich gegenüber der seines Konkurrenten Xunzi durch, welcher von einer verderbten menschlichen Natur ausging (性 悪 説).  [aus Ishida Baigan (1685-1744): Gespräch zwischen einem aus der Stadt und einem vom Land (Tohi-mondô) , übersetzt von Dr. Julia...