Mittwoch, 15. September 2010

Die Eigenschaften eines Bodhisattva (I)

Das Râstrapâlapariprcchâ-Sûtra handelt vor allem vom abgeschiedenen Mönchsdasein im Walde - im Gegensatz zu einem Leben in etablierten Klöstern - und betont die Fähigkeit des Buddhisten zur Mildtätigkeit, d.h. zur Aufgabe eigenen Besitzes. In einer schönen Aufzählung von je vier Eigenschaften eines Bodhisattva antwortet der Buddha auf die Fragen des Râshtrapâla. Die interessantesten Stellen seien hier wiedergegeben. Zur Vertiefung wird empfohlen: Daniel Boucher: Bodhisattvas of the Forest and the Formation of the Mahâyâna (Honolulu 2008).

"Ein Bodhisattva Mahâsattva, Râshtrapâla, der mit vier Dingen ausgestattet ist, erlangt Reinheit. Mit welchen vier Dingen? Mit Verhalten, das tugendhaftem Neigen und Streben entspricht; mit Gleichmut gegenüber allen Lebewesen; durch das Nachsinnen über die Leere; dadurch, dass er tut, was er ankündigt."

"Diese vier Dinge, Râshtrapâla, sind Ermutigungen für Bodhisattvas. Welche vier? Das Erlangen der dhâranî*, das Erlangen tugendhafter Freunde, das Erlangen von Verständnis für den tiefgründigen Dharma, das Erlangen der Übung reinen moralischen Verhaltens."

"Es gibt vier Dinge, Râshtrapâla, die den Bodhisattvas, die im Samsâra feststecken, Freude bereiten. Welche vier? Dem Buddha (in Form der Bodhisattvas) begegnen, den Dharma vernehmen, sämtlichen eigenen Besitz aufgeben und den unfassbaren Dharma erdulden."

* dhâranî werden hier eher als einprägsame Dharma-Rezitationen denn als magische Sprüche verstanden.

(Foto: Müllplatz vor Haus in Frankfurt-Griesheim Nord  (trotz Zazen ;-) in dem der Anteil der Muslime von 0 Prozent in 1990 auf 50 Prozent in 2010 anstieg, was auf einer systematischen, aber geleugneten Ghettoisierung basiert.)

Kommentare:

  1. Echt interessant, wie du alles tust, um dir deine Sichtweise immer wieder zu bestätigen. Wir sehen das, was wir sehen wollen! Heute nennst du die Müllcontainer und die Muslime in einem Atemzug. Aber wo ist der Zusammenhang?

    Alles was ich sehe, sind zwei übervolle Müllcontainer und davor den Umständen entsprechend ordentlich abgestellte Müllsäcke. Was hätten die Leute sonst tun sollen, den Müll auf dem Balkon lagern?

    Mir scheint, hier wäre eher ein Gespräch mit der Hausverwaltung über die Aufstellung weiterer Container angesagt. Das würde das Problem wahrscheinlich lösen, meinst Du nicht auch? Aber wie sagte jemand so schön: "Man muß auch wollen wollen".

    L.

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  2. Ein Gespräch mit der Hausverwaltung fand statt. Die Verkleinerung der Mülltonnen ist ein Mittel der Ghettoisierung (wir hatten mal eine größere). Einen deutlicheren Zusammenhang könnte ich herstellen, wenn ich die einst tagelang vor der Wohnung meines direkten (arabischen) Nachbarn geparkten Mülltüten abbilden würde. Ich suche mal danach. Wir haben die Biotonne abgeschafft, weil es die nicht-integrierten Anwohner nicht gepackt haben, dort keinen Plastikmüll und keine Zeitungen einzufüllen.

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  3. Ach, und wenn es nicht so mühsam wäre, würde ich runtergehen und die von den nicht-integrierten Kindern - einen Tag nachdem ich die Wege vorm Haus gefegt habe - hinterlassenen Dinge fotografieren. Eine Tüte Nuss-Schalen und diverse Papierstreifen. Leider haben sie zwei Fehler gemacht. 1) Sie wurden beobachtet. 2) Ich muss nur einmal putzen. Diesen Dreck muss laut Hausordnung der nächste an der Reihe, ein Türke, wegmachen. Aber vielleicht ging's ja auch gegen den ...

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