Dienstag, 28. September 2010

Bankei - Gedichte (II)

Der GEIST stimmt mit allen Umständen überein,
   doch weder entsteht noch vergeht er.
Die Weisen vergangener Zeiten priesen dies als Zazen.
Blinde nutzen ihre Sitzkissen ab, während sie auf Erleuchtung warten,
als wollten sie einen Spiegel machen, indem sie einen Ziegel polieren.

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Das "Große Wirken" manifestiert sich ohne feste Regeln,
begegnet jeder Situation nach ihrer Art, nie zu früh, nie zu spät,
stößt vor, zieht sich zurück, schreitet voran, weicht zurück -
   all dies findet jenseits des Bereiches der Gedanken statt.
Wenn du in Harmonie mit dem GEIST stehst,
   bewegen sich Arme und Beine von selbst.

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(Erläuterung für einen Konfuzianer)

Von Anbeginn kennt der Große Weg keinen Unterschied
   zwischen weltlich und überweltlich,
lass Buddhismus und Konfuzianismus an ihre Quelle zurückkehren,
   und alle Unterschiede verschwinden.
Wenn du es direkt durchdringst, ohne Worte und Buchstaben,
dann kannst du vorwärts oder rückwärts gehen,
   alles, was du tust, erzeugt eine belebende Brise.*

(* d.h., alles ist in der Sphäre der Erleuchtung)

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