Freitag, 4. Juni 2010

XXY



Früher musste ich auf Filmfestivals, um einige Perlen des Kinos entdecken zu können, heutzutage erleichtern einem die DVDs doch einiges, und nicht zuletzt deren Zusatzmaterial ist oft aufschlussreich (und manchmal interessanter als der eigentliche Film). Gestern sah ich XXY von Lucia Penzo und möchte ihn ausdrücklich empfehlen. Das Thema der Zweigeschlechtlichkeit und der Transsexualität hat mich vor allem bei meinen Thailandaufenthalten immer wieder beschäftigt. Einmal lernte ich jemanden kennen, der bereits durch Hormoneinnahme kleine Brüste hatte und sich sehr weiblich verhielt, aber noch zögerte, sich sein männliches Geschlechtsteil nehmen zu lassen. Einmal traf ich auf Geschwister, die beide - in einem Bauerndorf - ihren Eltern offenbart hatten, dass sie lieber Mädchen sein würden, und von Kindesbeinen an durch ihre Eltern darin bestärkt wurden, die sogar für die Hormonbehandlung aufkamen. XXY handelt vom Sonderfall einer Hermaphroditen und spricht doch ein weit verbreitetes, oft unausgesprochenes Bedürfnis von Menschen an, die Grenzen der eigenen Determinierung durchs Gechlecht zu überwinden. Weder männlich noch weiblich, möchte ich da etwas zennig zusammenfassen.

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