Samstag, 5. Juni 2010

Buddhas Schwanz: Wie die Pali-Kanonen
Krankheiten in heilige Merkmale umdeuten

"Koro ist die Angst südostasiatischer Chinesen, dass der Penis schrumpfen könnte, indem er sich in den Bauch zurückzieht und so schließlich den Tod herbeiführt. 1967 trat diese Angst als Massenphänomen in Singapur auf. Viele Männer hielten deshalb den Penis fest oder versuchten das Geschehen durch hölzerne Zangen an ihrem Penis zu verhindern." Ein Hinweis, der nicht vom in Singapur lebenden Bhante Dhammika stammt, der in seinem Blog aber gerade die 32 ominösen Kennzeichen des Buddha (mahapurisalakkhana) ansprach und dabei auch auf die Fähigkeit von Buddhas Penis einging, sich in den Körper zurückziehen zu können. Heutzutage spricht man da eher von Mikropenis und darf zumindest einen Testosteronmangel dahinter vermuten. Gläubige deuten - früher wie heute - derartige "Mangelerscheinungen" jedoch gerne um. Bhante Dhammika zitiert eine Geschichte aus Laos, nach der der Buddha einer unterstellten Impotenz begegnete, indem er sich kurz zurückzog und dann mit Händen voller Sperma zurückkam. Das warf er in den Mekong, wo gerade die Flussgöttin vorbeischwamm, davon schwanger wurde und schließlich einen Arahat gebar, der sich in Südostasien noch heute einiger Beliebtheit erfreue.
   Was Fische so alles können, ganz abgesehen davon, dass sie erleuchtet sind! Der Nachbar einer Bekannten hat übrigens gerade ein neues Becken für seine Koi gebaut, diese schönen und edlen Streichelfische. Ich fragte meinen Bekannten, was wohl los wäre, wenn er nun seinerseits beschlösse, eine Fischreiherzucht im Garten aufzumachen.

(Foto: Scan eines für SO-Asien typischen Amuletts, das auch von Mönchen geweiht wird: Der Tiger reitet den Penis)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Das Sichten und Freischalten der Kommentare kann dauern.