Samstag, 26. Juni 2010

(Un-)Buddhistische Gedanken
eines schwedischen Autors

"Zugleich wurde mir klar, dass dies ein schwedischer Gedanke war. In Schweden spielten alte ranzige Hassbeziehungen eine eigentümlich große Rolle, besonders im akademischen und bürokratischen Leben. Senegalesen haben fast überhaupt kein Talent zum Hassen. Vielleicht, weil sie religiöse Menschen sind. Mann kann seine Feinde vernichten oder ihnen verzeihen, aber sie zu hassen, ist fast undenkbar. Für einen Diola, fast ausnahmslos im Wald mit seinem zutiefst solidarischen Leben aufgewachsen, ist Hass vermutlich ein viel zu egozentrisches Gefühl."

"Doch der Augenblick selbst war völlig leer.
Es gab keine Möglichkeit, zwischen dem Augenblick und dem Tod zu unterscheiden."

[Lars Gustafsson: Trauermusik (München Wien 1984)]

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