Mittwoch, 10. März 2010

Bassui - und warum wir keine Soldaten nach Afghanistan schicken müssen

Heute vor 623 Jahren, also im Jahre 1387, verstarb Zen-Meister Bassui Tokushô. Er sagte einst: "Diese Menschen fürchten Leben und Tod. Sie sind freilich krank in ihrem Geist. Es handelt sich um eine Krankheit, die auftaucht, wenn man den Weg sucht, ohne die rechten Ansichten entwickelt zu haben. So schlecht, wie sie sind, vergleichen sie sich jedoch nicht mit denen, die keine Angst vor Leben und Tod haben und nicht den Weg suchen.
   Dann gibt es noch die Rebellen. Sie nennen sich befreit und werfen die drei Arten von Roben und ihre Bettelschalen weg. Sie tragen also keine Roben, sondern höfische Hüte und die Haut von Hunden, Katzen, Kaninchen und Hirschen. (...) Sie wandern durch diese Welt, indem sie Laien und Frauen täuschen. Wenn sie jemand deswegen ermahnte, würden sie auf die hauslosen Weisen wie Hotei, Kanzan und Jittoku verweisen oder auf andere wie Chotô und Kensu und behaupten, sie seien wie diese Mönche - während sie nie auch nur ein wenig von ihren irrigen Wegen abgehen."

Gestern hatte übrigens Peter Scholl-Latour Geburtstag, einer unserer schnoddrigsten und cleversten Auslandsexperten. Von Anfang an sah er richtig voraus, dass der Afghanistan-Krieg ein Guerilla-Krieg würde, den die Westmächte nicht gewinnen könnten. Bis heute nehme ich jeder deutschen Regierung übel, dass sie sich für diesen Krieg, mal wieder, vor den Interessen-Karren der USA spannen ließ. Da ich gerade nichts von Scholl-Latour zur Hand habe, hier ein paar Worte von Kucinich.

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