Mittwoch, 25. August 2010

Eihei Koroku: Verse (I)

Auf die Verse von Shûsai Bunpon reimend

a. Nach dem Weg strebend, verfasst er manchmal Gedichte,
vollkommen und herausragend in Wort und Wahrheit.
Doch die Weisheit scheint aufs gesamte Universum.
Welchen Teil hältst du für jenseits des Buddha-Landes oder des Nicht-Handelns?


b. Ein abgestorbener Baum und ein Fels sind ein Labyrinth.
Wenn du von jemandem ein Pferd bekommen hast, gib einen Ochsen zurück.
Entsage der Welt und geh auf einen abgelegenen Berg,
ohne den Wunsch zu hegen, ein leeres Reisfeld zu bestellen.


c. Wenn du einen silbernen Berg und eine Eisenwand in Stücke schlagen kannst,
wer auf der Welt wird dann in der Lage sein, dies zu durchschauen?
Hier kommt ein Zen-Mönch, der sich in eine Gottheit oder einen Dämon verwandeln kann.
Du bist also selbst unter Vögeln und wilden Tieren so großzügig wie ein Fuchs.


d. Bunpon sieht sogar in einem zerbrochenen Atom große Sutren
und legt den wunderbaren Dharma dar, um der Menschen Essenz klar aufzuzeigen.
Dem Schoß eines Esels entspringen, um in dem eines Pferdes wiedergeboren zu werden.
Wenn du es einmal verdreht hast, ist es ganz unverbraucht.


e. Ein unterstellender Ausdruck wie die „Drei Lehren“ 
   kennt ursprünglich keinen Unterschied,
doch wenn ihr diese Lehren nur ein wenig falsch versteht, 
   werden sie verschiedene Bedeutungen erzeugen.
Wenn ihr klärt, dass weder der Mensch noch die Welt eine Substanz haben,
werdet ihr eine Grenze niedertrampeln
   und in eure ursprüngliche Heimat zurückkehren.


f. Bunpon wurde mittels großer Barmherzigkeit mit den fühlenden Wesen vertraut.
Er wusste von allen Dingen, die vor seiner Geburt lagen,
   und verwirklichte wunderbare Weisheit.
Der Stern von sandai* taucht auf und ein König scheint große Tugenden zu besitzen.
Frei wirkend wie die aufgehende Sonne, wartet er nicht auf ein Wort seines Meisters.

[* Symbol für Friedenszeiten]

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