Dienstag, 24. August 2010

Alkohol und Weisheit

Sich durch Alkohol zu berauschen ist verpönt im Buddhismus. Die Übersetzungen des entsprechenden Gebotes, der betreffenden Regel, weichen voneinander ab. Zuweilen werden auch andere Drogen damit umfasst, und die Interpretation des Gebotes wird angewandt auf alle Suchtmittel, auch Zigaretten.
   Viele von uns werden jedoch den Verdacht nicht los, dass es neben all dem Leiden, dass der Alkoholiker sich und seinen Nächsten einbrockt, auch einen Zusammenhang zwischen den im Rausch gewonnenen Einsichten und einer gewissen Kreativität geben könnte. Ich glaube, so kann man es sagen, ohne jemanden zum Säufer zu machen. Denn in einer Hinsicht dürften wir alle zustimmen, dass dies möglich ist: im Hinblick auf den Liebes-Rausch.
   Raymond Carvers erste Frau berichtet im folgenden Film freilich von "kreativen Pausen" ihres Mannes, wenn der Suff im Vordergrund stand. (Die Fortsetzung des Filmes findet man auf youtube.) 
   Wer Carvers Leidens- und Schriftstellerkollegen John Cheever, schon krebskrank, in der legendären Dick Cavett-Show zusammen mit John Updike sehen möchte, der klicke hier.
   In den zittrigen Aufnahmen von Charles Bukowski ist seine Erkenntnis zur Vergänglichkeit der Liebe enthalten. Erst am Wochenende unterhielt ich mich mit zwei vom Christentum beeinflussten, reifen Frauen, und ich vergaß ganz darauf hinzuweisen, dass der Buddhismus eine andere Aussage treffen könnte als: die Liebe ist ewig.

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