Dienstag, 16. August 2011

Zum 85. von Fidel Castro (nachträglich)

Eine gute Zeit für Einsprengsel und Fundstücke ... Hier eines aus dem Jahre 2005.


Reklamation wg. überhöhter Auszahlungs- bzw. Abhebe-Gebühren in Kuba

Mein Konto:xxxxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Blatt 2 meines Faxes sehen Sie folgenden ungeheuerlichen Vorgang dokumentiert:

Ich befand mich in Kuba. Das erste Geldabheben in Holguin war gebührenfrei. Als ich ein paar Tage später meine Hotelrechnung bezahlen wollte, sollten mir ca. 11 Prozent für die Kartennutzung draufgeschlagen werden. Ich protestierte, woraufhin man mir sagte, der dortige Staatspräsident Fidel Castro habe eine entsprechende Anweisung über Nacht erlassen. Als ich zur Bank ging in der Hoffnung, diese Anweisung würde nur für Hotels gelten, fand ich den gleichen Zustand vor: Mir wurden gut 11 Prozent Gebühren (33,72 USD) für das Abheben von 300 USD berechnet! Ich protestierte lautstark in der Bank, kündigte rechtliche Schritte an und sagte, sie würden Ihren Visa- und Eurocard-Status verlieren, das müsse ein Verbrechen sein – was die Angestellten verunsicherte und zu einigen Telefonaten veranlasste.

Nun erbitte ich dreierlei von Ihnen:

1)      Den Erlass der 33,72 USD wegen Wucher bzw. Betrug (siehe die Kontoübersicht vom 25.04.).
2)      Rechtliche Schritte gegen die kubanischen Banken bzw. die kubanische Regierung einzuleiten. Hierzu informieren Sie mich bitte, wie ich als Zeuge dazu beitragen kann.
3)      Die Zusendung der genauen Richtlinien von Eurocard (und möglichst auch Visa) bzgl. des Rahmens, in dem Gebühren überhaupt erhoben werden können.

So geht’s ja nicht.

Mit freundlichen Grüßen

(P.S.: Der Betrag wurde tatsächlich erstattet.)

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