Dienstag, 21. Februar 2012

Oldies but Goldies:
Thich Nhat Hanh über Bush

Zum Amtsantritt von Obama fragte mich eine Bekannte, wie ich ihn sähe. Ich meinte, er würde wohl den Angriff auf den Iran auch nicht verhindern können. Nun nimmt ihm möglicherweise Israel den Erstschlag ab. Aber ich habe noch eine weitere Vermutung. Dass der Iran bereits die Bombe hat und sich Israel damit bald selbst erledigen könnte. Das ist ein seltsames Gefühl. Man könnte es für ähnlichen Bullshit halten wie diese Aussage meines Lieblings-Zenkomikers Thich Nhat Hanh. Sie stammt aus dem Buch "Ein Lotus im Herzen" (Goldmann 1995, S. 92, zitiert nach einem Beitrag laut Luc im DBU-Forum vom 17.05.2006):

"Ich verstand, daß Präsident Bush ein Bodhisattva ist, der auf seine Weise versucht, seinem Volk zu dienen. In der Anfangsphase des Konflikts verhängte er ein Embargo. Weil wir ihn aber nicht ausreichend unterstützt hatten, wurde er ungeduldig, und plötzlich war Krieg [im Irak] unvermeidbar. Als er die Bodenoffensive befahl und sagte: "Gott segne die Vereinigten Staaten von Amerika", wußte ich, daß dieser Bodhisattva unsere Hilfe benötigte.
   Jeder Führer braucht unsere Unterstützung und unser Verständnis. Wir müssen eine intelligente und liebevolle Sprache benutzen, damit er auf uns hört. Wenn wir ärgerlich werden, sind wir nicht dazu imstande. Ich hörte meinen amerikanischen Freunden in Plum Village ruhig und gelassen zu, und ich nahm ihren Ratschlag an, in die Vereinigten Staaten zu reisen."

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