Dienstag, 8. März 2011

Freisinger Spielchen

Auch Theravada-Mönche können ganz schön intrigant sein. Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass sie ganze Vorstände verkraulen und sich schließlich selbst als 1. und 2. Vorsitzende installieren (wobei der 2. nur eine befristete Aufenthaltsgenehmigung genießen soll)? So geschehen im Bodhi Vihara, dem buddhistischen Kloster auf dem Freisinger Domberg. Der unten stehende Auszug aus dem Vereinsregister gibt Aufschluss (zum Vergrößern bitte anklicken, Geburtsdaten unkenntlich gemacht). Nun hat also Bhikkhu Thitadhammo (Philipp Jenning) das Sagen, wenn es darum geht, ein größeres Grundstück im Namen des Trägervereins zu erwerben, auf dem ein neues Kloster mit Mönchshütten entstehen soll. Wie war das nochmal mit Mönchen und Immobilien? Na, wird schon klappen, zumal thailändische  Unterstützer zur Hand sind, und die bringen ihr Geld gerne mal in Tempeln ein ...
   P.S.: Soeben erfahre ich, der Revisor sei Thitadhammos Bruder. 

Kommentare:

  1. Entschuldigen Sie bitte, bedeutet Publizist Schmierfink?

    Lernt man so etwas im Zen?

    Sorry, ich habe davon keine Ahnung.

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  2. Waren Sie nicht auch mal im Zen?
    Aber Sie haben Recht. Ich hätte unbedingt explizit und unmissverständlich sagen sollen, dass die Mönche gegen den Vinaya, die Ordensregeln, verstoßen, wenn sie Immobilienkontrakte gegenzeichnen.

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  3. Ah, das erheitert mich! Wie kommen Sie darauf, daß ich jemals beim Zenn gewesen sei?
    Da geraten Sie wohl ins Vermeinen und Mutmaßen, ins Spekulieren.

    Nun, das scheint Ihnen ja sehr zu liegen.

    Sie bezichtigen also in der Öffentlichkeit die Mönche eines Vinya-Vergehens?

    Haben Sie denn irgendetwas mit dem Orden des Buddha zu tun? Ich denke Sie praktizieren Zen.
    Sind Sie da nicht ausgelastet oder bereitet es Ihnen nur Vergnügen, anderen zur Beschwer zu wirken? Ist das Ihre Praxis?

    Ja, ja, ich ahne es schon, Sie halten das für Gerechtigkeit oder so ähnlich.

    Um Ihnen gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, ich bin nicht aus Freising, kein Ordensangehöriger, niemand, den Sie kennen, also ein ganz gewöhnlicher Mensch.
    Was Sie jetzt noch über mich zum Besten geben wollen, sei Ihnen freigestellt.

    Allerdings werde ich hier meinen Namen nicht nennen. Ich lege keinen Wert auf öffentliches Interesse und Bekanntheit. Meine Person ist viel zu unbedeutend.

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  4. Wie ich darauf komme - na ist doch klar, wegen des Tonfalls. Nun, ich studiere halt den Dharma, und dazu gehört auch der Vinaya. Die Frage "Haben Sie denn irgendetwas mit dem Orden des Buddha zu tun" ertönt übrigens regelmäßig von eingebildeten Ordinierten. Die haben es gar nicht gern, wenn man sie kontrolliert und outet. Aber das gehört zu den Aufgaben eines Buddhisten, wenn er z.B. das Mahaparinirvana-Sutra genau gelesen hat. Natürlich habe ich mit dem Orden zu tun. Alle Hände voll.

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  5. Na, da haben wir aber ein unterschiedliches Verständnis.
    Dann übernehmen Sie sich mal nicht, und lassen Sie nicht die kostbare Zeit nicht durch die Finger rinnt, wenn Sie die Hände so voll nehmen.

    Im übrigen ernahnt der Buddha auch immer dazu, Dinge nicht einfach zu behaupten oder zu glauben, die man nicht persönlich erfahren oder überprüft hat. So machen mich Menschen, die dadurch einen gewissen Bekanntheitsgrad erfahren, indem sie gern und ausgiebig anderen übel nachreden, immer sehr skeptisch.

    So long

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  6. "Die kostbare Zeit" ist immer nur Gegenwart.
    Ich behaupte in diesem Fall, dass sich zwei Mönche als Vorstände installiert haben, und mit einem davon hatte ich persönlich Kontakt und konnte bereits einen Einblick in seine Wesenart nehmen, so dass mich diese Vorgänge nicht überraschen, die wiederum durch das abgelichtete Dokument für sich sprechen. Es ist also so: Manche Mönche reden sich selbst übel nach. Ich bin eigentlich eher der, der "übel vor" redet. Also den Menschen gerne vorneweg sagt, vor wem sie sich in acht nehmen sollten. Einen anderen Mönch habe ich vor ca. zwei Jahren darum auch mal vor einem der Freisinger gewarnt. Das lässt sich halt nur schwerer im Blog verarbeiten.

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  7. So, so, das behaupten Sie also. Sie haben das sicher äußerst gründlich überprüft, nicht war. Und Sie gehen nicht nach Hörensagen, sondern waren vor Ort, da Sie ja schreiben, daß Sie gar persönlichen Kontakt hatten? Und da haben Sie sich also von Angesicht zu Angesicht gegenüber vorgefunden und Sie hatten eine lange Zeit zur Verfügung, um die Wesensart eines Menschen beurteilen zu können?
    Oder besitzen Sie gar die Fähigkeit der Herzenskunde? Das wäre gar erstaunlich. Trifft man ja nicht häufig.

    Nun, da Sie ja scheinbar bestens Informiert sind und voller Hingabe Ihren Kreuzzug ausführen, will ich mal Ihre kostbare "Gegenwart" nicht länger beanspruchen.
    Nur Eines sei noch gesagt: Wenn Ihre doch sehr sichtbaren Motivationen und Eigenschaften das Ergebnis der Zen-Tradition wären, dann tät ich mich lieber einer religiösen Richtung zuwenden, die aus dem Übelwollen wenigstens keinen Hehl macht.

    Aber vielen Dank, die kurze Korrespondenz mit Ihnen hatte durchaus Unterhaltsames und Lehrreiches.
    Ein gutes Beispiel, welchen Umgang man meiden sollte und warum.

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  8. Ja, wahre Zen-Praxis und Herzenskunde sind eins!
    Man muss dann nicht mal anonym bleiben.

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