Sonntag, 6. Februar 2011

Die Millionärs-Karmapas

Ach ja, das Karma ... Wenn Du einen hochrangigen Mönch siehst, frage Dich sogleich, warum er es ist - ob wegen des Geldes, der Macht ... Der so genannte Karmapa-Streit, die Tatsache, dass man sich nicht auf einen aktuellen 17. Karmapa einigen konnte, geht nun in eine wohl entscheidende Runde. Beteiligt sind offenbar auch chinesische und indische Geheimdienste, die die beiden gegeneinander ausspielen könnten. Bei Ogyen Trinley Dorje, dem Liebling des Dalai Lama, hat man nun eine Million US-Dollar in bar gefunden, angeblich für den Landkauf zum späteren Bau eines Klosters. Die indischen Behörden äußerten offiziell den Verdacht, der einst auch von China als Karmapa bestätigte Twen würde als Agent der Chinesen arbeiten. Dass es gute Gründe gibt, den durch eine Erbschaft des schönen Hongkong-Stars Anita Mui begünstigten und noch reicheren anderen Karmapa, Trinley Thaye Dorje (Foto), für einen Chinatreuen zu halten, hat "Tenpa Rinpoche" in seinem englischsprachigen Blog pointiert aufgedröselt.
   Apropos Rinpoche - ich fand hier noch Folgendes: "Nach seinem Tod geht jeder Karmapa in das reine Land ein und dann durch das Beibehalten seiner Ziele kehrt er in diese Welt zurück."
   Aha. Es ist schon schwer genug für einen Sterbenden, seinen Urin bei(sich)zubehalten, aber dass ein Toter noch seine "Ziele" mit sich rumschleppt, ist mehr Balast, als ihn irgendein Buddhist verdient.

1 Kommentar:

  1. Namaste!

    Jaja, es bestätigt sich immer wieder:
    das Tulku-tum (eigenpersönliche Wiedergeburt mit Erinnerung an die früheren Leben und Anspruch auf die "damals" erworbenen Titel und Würden) ist für uns "nicht-Tibeter" einfach unbegreifbar und fast genauso schwer zu fassen.

    Da kann ich dann nur einen Berliner Bürgermeister zitieren, indem ich zum Thema anmerke: "Und das ist auch gut so!"

    < gasshô >

    Benkei

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